Skifascination

Film von Willy Bogner junior (1966)

Skifascination (teilweise lief der Film auch unter der Schreibweise „Ski-Faszination“) ist ein deutscher Sportfilm des Skirennfahrers und Filmemachers Willy Bogner junior aus den Jahren 1964 bis 1966 mit gespielten und dokumentarischen Szenen, aufgenommen in Ultrascope. Von Bogner stammen auch die Idee und das Drehbuch zu dem Streifen. Außerdem zeichnete er für die Produktion verantwortlich und war neben Klaus König und Luggi Foeger einer der Kameramänner. Gedreht wurde der Film hauptsächlich in den Bergen der Gemeinde St. Moritz im schweizerischen Kanton Graubünden. In der Bundesrepublik Deutschland kam der Film zum ersten Mal 1966 in die Kinos. Mitwirkende in dem Film sind fast alle Ski-Sportler, die zur damaligen Elite ihrer Zunft gehörten.

Film
OriginaltitelSkifascination
Produktionsland Bundesrepublik Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1966
Länge 44 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Willy Bogner junior
Drehbuch Willy Bogner junior
Produktion Willy Bogner junior
Musik Benny Golson
Kamera Willy Bogner junior
Klaus König
Luggi Foeger
Schnitt Beate Mainka-Jellinghaus
Besetzung

InhaltBearbeiten

Bogner gibt keine durchlaufende Handlung. Er reiht Rennaufnahmen, kurze Sketche und als Höhepunkte eine vom Hubschrauber aufgenommene Skiwanderung über die Gletscher des Mont Blanc sowie eine Art Skiballett aneinander. Die Bildwirkungen werden dabei durch die Anwendung weitreichender Teleobjektive und durch ausgefallene Kamera-Perspektiven erreicht. Bei dem Skiballett am Schluss kommt noch die Farbwirkung der einheitlich roten, gelben, blauen und grünen Skidresse hinzu, in die Bogner die Teilnehmer an diesen rhythmischen Bewegungsabläufen gesteckt hat.[1]

ProduktionsnotizenBearbeiten

Bei den Aufnahmen wurden Barbi Henneberger, die damalige Lebensgefährtin des Regisseurs, und Buddy Werner von einer Lawine getötet. Bogner wollte daraufhin die Arbeit an dem Projekt abbrechen. Erst als ihn dann die Verwandten der Verunglückten baten, den Film fertigzustellen, machte Bogner weiter. Nach der Fertigstellung verfügte er, dass der Erlös aus den Vorführungen einer Stiftung zugutekommen soll, um damit den Skirennläufer-Nachwuchs zu unterstützen.[1]

AuszeichnungBearbeiten

Beim Sportfilm-Festival 1966 in Cortina d’Ampezzo wurde der Film wegen seiner Originalität mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

KritikBearbeiten

Das Lexikon des Internationalen Films zog folgendes Fazit: „Der Film eines enthusiastischen Einzelgängers […], der, weder Spiel- noch Dokumentarfilm, eine Art ‚Filmsinfonie‘ des Skisports mit den sich durchdringenden Sätzen Skirennen, Skigaudi, Skiballett komponiert. Bogner gewann dabei dem Skisport mit virtuosen filmtechnischen Mitteln nie gesehene Perspektiven ab.“[2] Der Evangelische Filmbeobachter fasste seine Kritik so zusammen: „Ein […] Film des Münchner Rennläufers Willy Bogner jr. über Schönheit, Harmonie und Freude des Skifahrens. […] Ab 12 zu empfehlen.“[1]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Evangelischer Filmbeobachter, Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 424/1966, S. 765–766
  2. Lexikon des internationalen Films, rororo-Taschenbuch Nr. 6322 (1988), S. 3484