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Simmershausen (Fuldatal)

Ortsteil der Gemeinde Fuldatal

Simmershausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Fuldatal im nordhessischen Landkreis Kassel. Die Simmershäusner werden auch Schneegänse genannt.

Simmershausen
Gemeinde Fuldatal
Koordinaten: 51° 22′ 14″ N, 9° 31′ 3″ O
Höhe: 151 (144–224) m ü. NHN
Fläche: 6,94 km²[1]
Einwohner: 2428 (31. Dez. 2014)[2]
Bevölkerungsdichte: 350 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 34233
Vorwahl: 0561

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Simmershausen liegt wenige Kilometer nördlich von Kassel an der Fulda, westlich der Fuldaschleife, die die Landzunge Gut Kragenhof einschließt. Durch den Ort fließt der Bach Espe, (in Simmershausen "Haufe" genannt), der wenige Meter unterhalb in die Fulda mündet. Die Staustufe Wahnhausen westlich von Wahnhausen staut die Fulda hier zu einem lang gestreckten See auf. Das Dorf befindet sich an einem Hang westlich des Flusses. Die nächsten Nachbarorte im Gemeindegebiet sind das weiter nördlich gelegene Rothwesten, das an der Fulda-Staustufe gelegene Wahnhausen sowie das südlich zwischen Kassel und Simmershausen gelegene Ihringshausen.

GeschichteBearbeiten

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Simmershausen im Jahre 1074 als Simareshusun auch Simaressun in den Güterregistern des Klosters Hasungen. 1308 schenkte Ludolph I. Groppe von Gudenberg bei der Aufnahme einer seiner Töchter in das Kloster Ahnaberg diesem das Kirchenpatronat von Simmershausen.[3] Im Jahr 1397 verkaufte Burkhardt von Schöneberg das Dorf an die Landgrafschaft Hessen.

Etwas westlich von Simmershausen lag der im 14. Jahrhundert wüst gefallene kleine Ort Barghausen, dessen Bewohner wohl nach Simmershausen zogen.

Im Jahr 1999 erschien zur 925-Jahr-Feier die Chronik über Simmershausen, die inzwischen durch einen Ergänzungsband erweitert wurde.

GebietsreformBearbeiten

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurde Simmershausen am 1. Januar 1970 ein Ortsteil der Gemeinde Fuldatal.[4]

OrtsnameBearbeiten

Der in Urkunden wiedergegebene Ortsname veränderte sich im Laufe der Zeit mehrfach, je nachdem, wie der Schreiber es gehört hatte bzw. glaubte, das Gehörte am besten schriftlich wiederzugeben (in Klammer das Jahr der Erwähnung):[5]: Simareshusun, Simaressun (1074), Simeressun (Anfang 12. Jahrhundert), Simonshusen (1240), Simanneshusen (1271), Symanshusen (1313), Obernsimedshusen (1339), Symishusen (1367), Symetshusen (1395), Symershusen (1520).

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Simmershausen bietet dem Besucher nicht nur alte, guterhaltene Fachwerkhäuser. Es befinden sich hier auch das Heimatmuseum Fuldatal sowie das Wassererlebnishaus Fuldatal, wo ständig verschiedene Lernangebote rund um das Wasser angeboten werden.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter des OrtsBearbeiten

Mit Simmershausen verbundene PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zahlen und Fakten im Internetauftritt der Gemeinde Fuldatal, abgerufen im März 2016.
  2. Einwohnerzahlen (Haupt- und Nebenwohnungen) im Vorbericht des Haushaltsplans 2016 der Gemeinde Fuldatal. Seite 21, abgerufen im März 2016.
  3. Georg Landau: Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer, Band 4, 1839, S. 237–242 - Digitalisat
  4. Der Hessische Minister des Inneren: Zusammenschluß der Gemeinde Ihringshausen, Knickhagen, Simmershausen, Wahnhausen und Wilhelmshausen im Landkreis Kassel zu der neuen Gemeinde „Fuldatal“ vom 17. Dezember 1970. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 1, S. 6, Punkt 11 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 4,0 MB]).
  5. Simmershausen, Landkreis Kassel. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 29. Juli 2015). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).