Hauptmenü öffnen

Silberborn

Stadtteil von Holzminden in Niedersachsen, Deutschland

Die Ortschaft Silberborn ist ein im Solling gelegener Ferienort und Ortsteil der Stadt Holzminden im niedersächsischen Landkreis Holzminden in Deutschland.[1] Silberborn ist nach seinem Ortsteil Torfhaus mit 432 m ü. NN die höchstgelegene Ortslage des Sollings.

Silberborn
Wappen von Silberborn
Koordinaten: 51° 46′ 0″ N, 9° 33′ 0″ O
Höhe: 432 m
Fläche: 9,27 km²
Einwohner: 820
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 37603
Vorwahl: 05536
Die Holzmindener Straße in Silberborn

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

 
Silberborn, vom Moosberg aus betrachtet

Das in Südniedersachsen gelegene Dorf Silberborn befindet sich auf einer Hochebene des Hochsolling. Es liegt im Naturpark Solling-Vogler rund neun Kilometer südöstlich von Holzminden, knapp zweieinhalb Kilometer nordöstlich von Neuhaus im Solling, elf Kilometer östlich von Höxter, 13,5 Kilometer nordwestlich von Uslar und knapp elf Kilometer west-südwestlich von Dassel (Entfernungen jeweils Luftlinie).

Durch Silberborn fließt ein Oberlauf-Abschnitt der Holzminde, eines rechten Nebenflusses der Weser.

Die nahe gelegenen Berge Große Blöße (527,8 m; Nordosten), Großer Ahrensberg (524,9 m; Norden) und Moosberg (513 m; Süden) sind die höchsten Berge des Mittelgebirges Solling, so dass dieser hier als Hochsolling bezeichnet wird.

TorfhausBearbeiten

 
Ortsteil Torfhaus

Der Ortsteil Torfhaus, der aus wenigen Gebäuden besteht, liegt auf der Silberborner Hochebene 1,25 Kilometer östlich vom Silberborner Ortskern an der Landesstraße 549 auf etwa 490 m Höhe, womit er die höchstgelegene Ortschaft des Solling ist.

Silberborn und Torfhaus sind umgeben von dichten Wäldern des Solling, die zum Teil in Wiesenlandschaft umgewandelt wurden und werden sowie auch von Hochmooren.

GeschichteBearbeiten

Der Ort Silberborn geht auf die Gründung einer Glashütte 1742 zurück, bei der 1765 die Kolonie „Silberborn“ angelegt und in den Folgejahren durch Ansiedlung von Anbauern erweitert wurde.[2] 1860 wurde die Markuskirche geweiht, die höchstgelegene Kirche im Solling.[3]

Im Dezember 1910 lebten 338 Einwohner in dem Ort, während etwa 60 Jahre vorher 361 Personen verzeichnet waren, die sich auf 51 Wohnhäuser verteilten; nicht darunter befanden sich neun Personen in einem außerhalb des Ortes befindlichen Haus Am Moosberge und die 123 Einwohner des Gestütes Neuhaus.[4]

Silberborn gehörte bis 1932 zum Kreis Uslar. Dieser wurde am 1. Oktober 1932 in den Landkreis Northeim eingegliedert, so dass das Dorf fortan bis zu seiner Eingemeindung zu diesem Landkreis gehörte.

Am 30. Dezember 1957 stürzte ein britisches Bomberflugzeug vom Typ Canberra (XJ 249) in ein Waldstück in der Nähe des Mecklenbruchs ab. Das Wrack wurde am 2. Januar 1958 geborgen. Die drei Besatzungsmitglieder H.W.R. Clarke, B. Milne und D.T. McCarthy kamen beim Absturz ums Leben. Am 26. April 1958 wurde ihnen ein Denkmal geweiht.

1961 wurde das Jugendfreizeitheim Silberborn errichtet, um Kindern und Jugendlichen aus dem Landkreis Northeim ein wohnortnahes Freizeitangebot zu ermöglichen. Für Ende Dezember 2018 ist die Schließung geplant.

Am 1. Januar 1973 wurde Silberborn in die Kreisstadt Holzminden eingegliedert.[5] Das Jugendfreizeitheim verblieb beim Landkreis Northeim.

Silberborn war bis Ende 2010 ein staatlich anerkannter Luftkurort.[6]

PolitikBearbeiten

OrtsratBearbeiten

Ortsratswahl 2016
Wahlbeteiligung: 66,9 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
65 %
35 %
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-2,11 %p
+2,11 %p

Seit der Kommunalwahl am 11. September 2016 setzt sich der Ortsrat folgendermaßen zusammen:[7]

OrtsbürgermeisterBearbeiten

  • Wolfgang Peter (CDU) von 1976 bis 2016, am 18. November 2016 zum Ehrenbürgermeister ernannt
  • Peter Penke-Wevelhoff (CDU), seit 2016

WappenBearbeiten

Das Ortswappen enthält weiße Kleeblattkreuze auf rotem Grund.[8]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
L 549 am Westlichen Ortseingang

Neben der Holzwirtschaft ist der Tourismus immer noch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Durch das Dorf verläuft die von Neuhaus im Solling nach Dassel führende Landesstraße 549, über die in Richtung Süd-Südwesten Anbindung an die nahe Bundesstraße 497 besteht.[9]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Vereine und VeranstaltungenBearbeiten

Die ortsansässigen Vereine, Turn- und Sportverein Silberborn, die Schützenvereinigung Hochsolling und der Heimatverein Silberborn bilden zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Silberborn die Arbeitsgemeinschaft der Silberborner Vereine, die für diverse Veranstaltungen verantwortlich ist. Seit einigen Jahren gibt es in Silberborn auch die Oldtimerfreunde Silberborn; sie veranstalten alle zwei Jahre ein Traktoren- und Maschinentreffen mit Bildersuchfahrt durch den Solling. Am Ortsrand wird ein Hochseilgarten betrieben.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Kirche

Söhne und Töchter des OrtesBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Gerhard Brodhage, August Müller: Silberborn : vom Hüttenplatz zum Fremdenverkehrsort. Solling- und Heimatverein, Silberborn, 1996.
  • Otto Bloss: Die Glashütte am Silberborn: ein Beitrag für Industrie und Bevölkerungsgeschichte im Hochsolling. In: Northeimer Blätter, Heft 3, Verlag Paul Hamwald, Northeim/Hannover, 1961. S. 57–92.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Silberborn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Silberborn – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. www.holzminden.de: Zahlen&Fakten
  2. Kirstin Casemir, Uwe Ohainski: Die Ortsnamen des Landkreises Holzminden. In: Jürgen Udolph (Hrsg.): Niedersächsisches Ortsnamenbuch (NOB). Teil VI. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89534-671-2, S. 253.
  3. Kirchengemeinde Silberborn
  4. Friedrich Wilhelm Harseim, C. Schlüter: Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Hrsg.: Friedrich Wilhelm Harseim, C. Schlüter. Schlütersche Hofbuchdruckerei, Hannover 1848, S. 79.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 211.
  6. Niedersächsischer Landtag, 16. Wahlperiode, Drucksache 16/3359: Kleine Anfrage "Welchen Stellenwert haben Prädikate wie „staatlich anerkannter Luftkurort“ speziell für den Heidetourismus und die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen?" (PDF; 102 kB). Abgerufen am 23. März 2011.
  7. Kommunale Dienste Göttingen (KDG): Ergebnis zur Ortsratswahl Silberborn 2016 am 11.09.2016. Stadt Holzminden / Silberborn, abgerufen am 29. November 2018
  8. Ortswappen
  9. Anfahrtskizze (Memento des Originals vom 21. Juni 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mountainbike-cup.de
  10. Der "Liebesbankweg" (Memento des Originals vom 27. Juni 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.silberborn.de
  11. https://www.treerock.de/.cms/Kletterpark/Home/148
  12. https://www.treerock.de/.cms/.cms/186