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Sebastian Zbik Boxer
Daten
Geburtsname Sebastian Zbik
Gewichtsklasse Mittelgewicht
Nationalität DeutschlandDeutschland Deutsch
Geburtstag 17. März 1982
Geburtsort Neubrandenburg
Stil Linksauslage
Größe 1,82 m
Kampfstatistik
Kämpfe 32
Siege 30
K.-o.-Siege 10
Niederlagen 2

Sebastian Zbik (* 17. März 1982 in Neubrandenburg) ist ein ehemaliger deutscher Boxer, der 2011 WBC-Weltmeister im Mittelgewicht war.

Inhaltsverzeichnis

AmateurBearbeiten

Sebastian Zbik begann 1993 mit dem Boxen beim SG Aufbau Altentreptow und wechselte später zu Landesleistungszentrum nach Schwerin wo er bei Willi und Otto Ramin sowie Karsten Röver trainierte und 2001 am Sportgymnasium Schwerin sein Abitur ablegte. Während seiner Laufbahn als Amateur bestritt er 152 Kämpfe, von denen er 130 siegreich beendete. Er war zweimaliger Deutscher Jugendmeister und 1999 Deutscher Juniorenmeister. 2002 wurde er mit einem Finalsieg über Lukas Wilaschek Deutscher Meister.

Bei den Junioreneuropameisterschaften 1999 in Rijeka belegte er ebenso wie bei der Europameisterschaft der Senioren 2002 in Perm einen dritten Platz. Bei der Weltmeisterschaft 2003 in Bangkok schied er in der Vorrunde aus.

ProfikarriereBearbeiten

Zbik begann im Juli 2004 seine Profilaufbahn bei Spotlight Boxing, sein Trainer war zunächst Fritz Sdunek, dann Artur Grigorian. Nach 26 erfolgreichen Kämpfen in den folgenden fünf Jahren gegen Aufbaugegner hatte er sich soweit in den Ranglisten der Weltverbände nach oben geboxt, dass er vom WBC-Verband für die Teilnahme an einem Interims-Weltmeisterschaftskampf gegen den Italiener Domenico Spada nominiert wurde. Zbik besiegte Spada am 11. Juli 2009 am Nürburgring nach zwölf Runden einstimmig nach Punkten und wurde Interims-Weltmeister im Mittelgewicht. Den Titel verteidigte Zbik anschließend dreimal: gegen den Italiener Emanuele Della Rosa, in einem Rückkampf gegen Spada und schließlich gegen Jorge Sebastian Heiland aus Argentinien.

Am 18. Januar 2011 wurde Zbik kampflos zum WBC-Weltmeister im Mittelgewicht erklärt, da sich der argentinische Titelträger Sergio Gabriel Martínez nicht zur Titelverteidigung stellte und ihm der Titel daraufhin aberkannt wurde.[1] Zbik verlor den Titel allerdings schon bei der ersten Titelverteidigung im Staples Center in Los Angeles gegen den in 44 Profikämpfen ungeschlagenen Mexikaner und ehemaligen WBC-Junioren-Weltmeister Julio César Chávez junior nach Punkten.[2]

Am 13. April 2012 kämpfte Zbik in Köln gegen den WBA Mittelgewichts – Superchampion Felix Sturm und verlor durch technischen Knockout nach der 9. Runde.[3] Seine Kampfbörse von 187.000,00 EUR wurde ihm von der Universum Box-Promotion bislang nicht ausgezahlt. Danach beendete er seine Karriere.

Liste der ProfikämpfeBearbeiten

30 Siege (10 K.o.-Siege), 2 Niederlagen (1 K.o.-Niederlagen), 0 Unentschieden
Jahr Tag Ort Gegner Ergebnis für Zbik
2004 17. Juli Deutschland  Stadthalle Zwickau, Zwickau, Deutschland Rumänien  Andrei Berendi Punktsieg (einstimmig) / 4 Runden
11. September Ungarn  Kisstadion, Budapest, Ungarn Rumänien  Gaspar Lucian Punktentscheidung / 4 Runden
21. September Deutschland  Universum Gym, Hamburg-Wandsbek, Deutschland Slowakei  Peter Durdik Punktsieg (einstimmig) / 4 Runden
14. Dezember Osterreich  Freizeit Arena, Sölden (Ötztal), Österreich Turkei  Cenk Ulug Sieg / TKO 3. Runde
2005 26. Februar Deutschland  Color Line Arena, Hamburg, Deutschland Deutschland  Mazen Girke Punktsieg (einstimmig) / 6 Runden
26. März Deutschland  Erdgas arena, Riesa, Deutschland Belgien  Arash Warsay Punktsieg (einstimmig) / 6 Runden
10. Mai Spanien  Pueblo Espanol, Palma de Mallorca, Spanien Dominikanische Republik  Manuel de la Rosa Punktsieg (einstimmig) / 6 Runden
2. Juli Deutschland  Color Line Arena, Berlin, Deutschland Weissrussland  Aliaksandr Shnip Punktsieg (einstimmig) / 6 Runden
20. September Tschechien  T-Mobile Arena, Prag, Tschechische Republik Osterreich  Thomas Hengstberger Sieg / TKO 5. Runde
25. Oktober Osterreich  TV-Studio 44, Wien, Österreich Weissrussland  Siarhei Navarka Sieg / TKO 4. Runde
2006 4. Februar Deutschland  Burg-Wächter Castello, Düsseldorf, Deutschland Tschechien  Attila Kiss Sieg / KO 2. Runde
7. März Deutschland  Kugelbake-Halle, Cuxhaven, Deutschland Frankreich  David Sarraille Sieg / TKO 6. Runde
29. April Deutschland  Hanns-Martin-Schleyer-Halle, Stuttgart, Deutschland Osterreich  Gotthard Hinteregger Punktsieg (einstimmig) / 8 Runden
15. Juli Deutschland  Color Line Arena, Hamburg, Deutschland Frankreich  Michel Mothmora Sieg / KO 1. Runde
19. September Deutschland  Kugelbake-Halle, Cuxhaven, Deutschland Deutschland  Ismael Kerzazi Sieg / TKO 3. Runde
21. November Deutschland  Universum Gym, Hamburg-Wandsbek, Deutschland Brasilien  Jose Hilton Dos Santos Punktsieg (einstimmig) / 10 Runden
2007 16. Februar Deutschland  Fight Night Arena, Köln, Deutschland Danemark  Fawaz Nasir
vakante WBO-Intercontinental-Meisterschaft
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
25. Mai Deutschland  Fight Night Arena, Köln, Deutschland Argentinien  Alejandro Gustavo Falliga
WBO-Intercontinental-Meisterschaft
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
14. Juli Deutschland  Color Line Arena, Hamburg, Deutschland Uruguay  Ruben Silva Diaz Punktsieg (einstimmig) / 8 Runden
20. Oktober Deutschland  Gerry-Weber-Stadion, Halle (Westf.), Deutschland Vereinigte Staaten  William Ruiz Sieg / KO 1. Runde
7. Dezember Deutschland  Sporthalle Hamburg, Hamburg, Deutschland Brasilien  Samir Santos Barbosa
WBO-Intercontinental-Meisterschaft
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
2008 19. April Deutschland  Bördelandhalle, Magdeburg, Deutschland Deutschland  Marco Schulze
WBO-Intercontinental-Meisterschaft
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
5. Juli Deutschland  Gerry-Weber-Stadion, Halle (Westf.), Deutschland Paraguay  Mario Alberto Lopez
WBO-Intercontinental-Meisterschaft
Sieg / TKO 2. Runde
29. August Deutschland  Burg-Wächter Castello, Düsseldorf, Deutschland Brasilien  John Anderson Carvalho
WBO-Intercontinental-Meisterschaft
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
5. Dezember Deutschland  Sporthalle Brandberge, Halle an der Saale, Deutschland Frankreich  Christophe Karagoz Punktsieg (einstimmig) / 8 Runden
2009 20. März Deutschland  Sporthalle Hamburg, Hamburg, Deutschland Spanien  Rubén Varón
WBO-Intercontinental-Meisterschaft
Sieg / KO 4. Runde
11. Juli Deutschland  Nürburgring Nordschleife, Nürburg, Deutschland Italien  Domenico Spada
WBC-Interim-Weltmeisterschaft
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
19. Dezember Deutschland  Sport- und Kongresshalle (Schwerin), Schwerin, Deutschland Italien  Emanuele Della Rosa
WBC-Interim-Titelverteidigung
Punktsieg (mehrstimmig) / 12 Runden
2010 17. April Deutschland  Bördelandhalle, Magdeburg, Deutschland Italien  Domenico Spada
WBC-Interim-Titelverteidigung
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
31. Juli Deutschland  O₂ World Hamburg, Hamburg, Deutschland Argentinien  Jorge Sebastian Heiland
WBC-Interim-Titelverteidigung
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
2011 4. Juni Vereinigte Staaten  Staples Center, Los Angeles, USA Mexiko  Julio César Chávez junior
WBC-Weltmeisterschaft
Punktniederlage (Mehrheitsentscheidung) / 12 Runden
2012 13. April Deutschland  Lanxess-Arena, Köln, Deutschland Deutschland  Felix Sturm
WBA-Superweltmeisterschaft
Niederlage / Aufgabe 9. Runde

Nach dem KarriereendeBearbeiten

Im April 2013 holte der ehemalige Cheftrainer der Universum Box-Promotion Michael Timm Zbik als Boxtrainer an das Sportgymnasium Schwerin, welches mit dem Olympiastützpunkt des Deutschen Boxsport-Verbands kooperiert. In zwölf Wochenstunden bereitet Zbik Sportklassen der Jahrgänge fünf bis zehn auf Prüfungen vor, wobei er aber nicht als Lehrer angestellt ist.[4]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Welt online (19. Januar 2011): Universum-Profi Zbik zum Weltmeister erklärt
  2. sportschau.de (4. Juli 2011): Zbik in großem Kampf geschlagen (Memento vom 28. Juli 2011 im Internet Archive)
  3. Welt Online: Sturm besiegt Zkib und bleibt WBA-Champion
  4. Q: Boxsport, Nr. 2., Februar 2014, Seiten 44 und 45
VorgängerAmtNachfolger
Sergio Gabriel MartínezBoxweltmeister im Mittelgewicht (WBC)
18. Januar 2011 – 4. Juni 2011
Julio César Chávez junior