Sāri

Stadt in Iran
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Sāri (masandaranisch und persisch ساری, auch Schahr-i-Tadschan) ist die Hauptstadt der iranischen Provinz Māzandarān.

Sāri
میدان ساعت ساری - panoramio (1).jpg
Sāri (Iran)
Sāri
Sāri
Basisdaten
Staat: IranIran Iran
Provinz: Māzandarān
Koordinaten: 36° 34′ N, 53° 4′ OKoordinaten: 36° 34′ N, 53° 4′ O
Höhe: 50 m
Fläche: 50,89 km²
Einwohner: 297.517[1] (Berechnung 2012)
Vorwahl: 011
Zeitzone: UTC+3:30
Webseite: www.sari.ir
Politik
Bürgermeister: Mehdi Obouri

GeografieBearbeiten

Die Stadt liegt an der Südküste des Kaspischen Meeres. Sie liegt nördlich des Elburs-Gebirges. Die Bevölkerungszahl beträgt knapp 300.000 Einwohner (Berechnungstand 2012), die Stadtfläche 5161 km². Sie ist die bevölkerungsreichste und die flächengrößte Stadt der Provinz Mazandaran. Der Name der Stadt geht angeblich auf Prinz Sārūya zurück, dessen Vater, Ispahbadh Farruchān I. der Große, im frühen 8. Jahrhundert von Sāri aus über Tabaristan herrschte.

GeschichteBearbeiten

 
Grab des Imamzade Abbas in Sāri (1492 errichtet)

Ausgrabungen in der Hutto-Höhle weisen eine Besiedlung der Gegend seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. nach. Der Legende nach wurde die Stadt vom Schāhnāme-Helden Tus-i Naudhar (Tūs, der Sohn von Naudhar) gegründet. Die antiken Griechen kannten die Stadt als Zadrakarta. Zadrakarta wurde später von Alexander dem Großen zerstört. Allerdings ließ er die Stadt unter dem neuen Namen Syrinx neu errichten.

Später, zur Zeit der Sassaniden und deren Vasallendynastie der Dabuyiden, aus der auch Farruchān der Große stammte, wurde die Stadt unter dem Namen Sāri Hauptstadt von Tabaristan. Vom 11. bis zum frühen 13. Jahrhundert residierte hier zudem die zweite Linie der Bawandiden-Ispahbadhs.

Nach der Invasion der Mongolen, Usbeken, Türken und Turkmenen verlor die Stadt nach und nach ihre Bedeutung. Schah Abbas I. verleibte Sāri in sein Reich ein und gründet nördlich von Sāri die Stadt Faraḥābād. Aga Mohammed Khan erklärte dann später Sāri zu seiner Hauptstadt. Allerdings wurde die Hauptstadt später nach Teheran verlegt. Unter Reza Schah Pahlavi wurde die Stadt erweitert und modernisiert. Im Zweiten Weltkrieg besetzten die Sowjets die Stadt, räumten sie aber nach dem Krieg wieder.

BevölkerungBearbeiten

Die Bevölkerung der Stadt ist gemischt, neben den Einheimischen Sāris, also Mazandaranern leben hier Perser, Türken, Kurden, Paschtunen und Flüchtlinge aus Afghanistan (gemischte Ethnien) und Turkmenen. Es leben auch einige Deutsche, Russen, Japaner und Araber hier. Zur Zeit der Kadscharen wurden die einzelnen Stadtteile nach den dort wohnenden Ethnien oder ihren Ursprungsgebieten benannt wie Afghoun Mahalleh oder Kurd Mahalleh. Die meisten sprechen den Māzandarānīschen Saravi-Dialekt. Neben den oben genannten Ethnien lebten auch Georgier, Armenier und Zoroastrier hier.

Nach Angriffen wie im April 711 durch den Feldherrn Tarik ibn Zeyad auf das spanische Festland siedelten sich dort auch einige spanische Völker an.

VerkehrBearbeiten

Die Stadt besitzt einen Bahnhof an der Transiranischen Eisenbahn.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Sari, Iran – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

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