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Unter dem Namen San Gimignano werden in dem gleichnamigen Ort in der Provinz Siena Weine mit einer „kontrollierten Herkunftsbezeichnung“ (Denominazione di origine controllata – DOC) erzeugt. Die Denomination wurde erstmals am 8. August 1996 erlassen und zuletzt am 7. März 2014 aktualisiert.[1] Es handelt sich dabei um Rot- und Roséweine sowie um Vin Santo.

Inhaltsverzeichnis

AnbauBearbeiten

Anbau und Erzeugung der Weine dürfen ausschließlich auf dem Gemeindegebiet von San Gimignano in der Provinz Siena erfolgen.[1]

ErzeugungBearbeiten

Folgende Weintypen können erzeugt werden:[1]

  • San Gimignano rosso und San Gimignano rosato: müssen zu mindestens 50 % aus der Rebsorte Sangiovese bestehen; höchstens 40 % Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Pinot nero, dürfen – einzeln oder gemeinsam – zugesetzt werden. Weiterhin dürfen maximal 15 % andere rote Rebsorten, die für den Anbau in der Region Toskana zugelassen sind, zugesetzt werden.
  • San Gimignano Vinsanto oder Vin Santo: 30–100 % Trebbiano Toskano und 0–50 % Malvasia del Chianti und 0–20 % Vernaccia dürfen verwendet werden. Weiterhin dürfen maximal 10 % andere weiße Rebsorten, die für den Anbau in der Region Toskana zugelassen sind, zugesetzt werden.
  • San Gimignano Vinsanto Occhio di Pernice oder Vin Santo Occhio di Pernice: 50–100 % Sangiovese. Weiterhin dürfen maximal 50 % andere Rebsorten, die für den Anbau in der Region Toskana zugelassen sind, zugesetzt werden.
  • Fast sortenreine Weine (hier müssen die genannten Rebsorten zu mindestens 85 % enthalten sein):
    • San Gimignano Sangiovese
    • San Gimignano Cabernet Sauvignon
    • San Gimignano Merlot
    • San Gimignano Syrah
    • San Gimignano Pinot nero

LiteraturBearbeiten

  • Valeria Camaschella (Hrsg.): Lexikon der italienischen Weine – Sämtliche DOCG- & DOC-Weine. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2002, ISBN 3-7742-0756-9.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Disciplinare di Produzione della Denominazione di Origine Controllata (Produktionsvorschriften und Beschreibung). (PDF) In: ismeamercati.it. 27. November 2017, abgerufen am 10. August 2018 (italienisch).