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S&T AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN AT0000A0E9W5
Gründung 2008
Sitz Linz, Österreich
Leitung
Mitarbeiterzahl 4.012 (30. Juni 2018)[1]
Umsatz 882,0 Mio. Euro (2017)[2]
Branche IT-Dienstleistung
Website www.snt.at

Die S&T AG (ehemals Quanmax AG) ist ein IT-Technologiekonzern mit Sitz im oberösterreichischen Linz.

Das Unternehmen ist aus der ehemaligen Gericom AG und dem Systemhaus S&T System Integration & Technology Distribution hervorgegangen und befand sich anfangs mehrheitlich im Besitz der taiwanischen Quanmax Inc.[3]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Logo bis 12. Dezember 2012

Im August 2008 wurde der Linzer Computerhersteller Gericom mehrheitlich durch das taiwanische Unternehmen „Quanmax Inc.“ übernommen, das 61,32 % der Aktien übernahm.[4] Gericom hatte zuvor drastische Umsatzeinbrüche zu verzeichnen, der Aktienkurs war von 2003 bis 2008 ebenfalls um 96 % eingebrochen.

Gericom wurde daraufhin ein Tochterkonzern von „Quanmax Inc.“. Kurz nach der Übernahme wurde der Firmenname an den neuen Eigentümer angepasst und die Gericom AG in Quanmax AG umbenannt. Der Mutterkonzern Quanmax Inc. wiederum gehört zu Teilen dem Hardwarehersteller Quanta Computer, der deutschen Kontron AG und der China Development Bank.[5]

Quanmax Inc. hatte einige Monate zuvor bereits den österreichischen Notebookhersteller „chiliGREEN Computer GmbH“, ebenfalls mit Sitz in Linz, übernommen und als eigenes Tochterunternehmen weiterbetrieben[6]. Anfang 2009 wurde chiliGREEN vollständig in die neu entstandene Quanmax AG integriert, die Markennamen „chiliGREEN“ und „PROWORX“ werden jedoch weiterverwendet.

2008 erwarb Quanmax auch die Markenrechte an der Marke „MAXDATA“, unter der seitdem Computerprodukte produziert und vertrieben werden.[7]

Vorstandsvorsitzender der neuen Quanmax AG wurde Michael Jeske, Aufsichtsratsvorsitzender Hannes Niederhauser, der langjährige Unternehmenschef des deutschen Embedded-Computer-Herstellers Kontron AG. Die Quanmax AG wird nun von einem Handelsunternehmen zu einem Technologieunternehmen mit eigener Produktentwicklung umgewandelt.[8]

Mit dem Qute PC 1000 wurde im August 2009 die erste Eigenentwicklung des Unternehmens vorgestellt, ein lüfterloser Mini-PC mit Intel-Atom-Prozessor. Alle Produkte werden entweder in Linz oder bei qualifizierten Partnern nach dem sogenannten „Build-to-Order-System“ gefertigt.

Seit Mitte 2010 ist Quanmax, bzw. inzwischen S&T, im Prime Standard der Frankfurter Börse notiert.[9] Ebenfalls 2010 übernahm die Quanmax das insolvente Onlinespiele-Unternehmen „Funworld AG“, im Januar 2011 wurde außerdem der Softwarehersteller „CBC-X GmbH“ übernommen.

Das Unternehmen erzielte 2014 einen Umsatz von 385,5 Millionen Euro und beschäftigte zum 31. Dezember 2014 weltweit 2.219 Mitarbeiter.[10]

Der Stimmrechtsanteil der taiwanischen Quanmax Inc. betrug Anfang 2012 nur noch etwa 46,5 %[3]. Anfang 2013 befanden sich weniger als ein Drittel der Unternehmensanteile im Besitz des ehemaligen Mutterkonzerns.

Am 3. Oktober 2012 wurde angekündigt, dass Quanmax mit S&T System Integration & Technology Distribution fusionieren wird.[11] Die Fusion wurde am 12. Dezember 2012 abgeschlossen. Dabei wurde die S&T System Integration & Technology Distribution AG auf die Quanmax AG verschmolzen, die sich daraufhin in S&T AG umbenannte.[12]

Mit dem Einstieg bei der Networked Energy Services Corp. („NES“)[13], der Affair OOO[14] und dem Kauf der ubitronix system solutions GmbH[15] ist S&T 2014 in den Smart-Energy-Bereich eingestiegen.

Zum 19. September 2016 wurde die Aktie der S&T AG von der Deutschen Börse in den Index TecDAX aufgenommen.[16]

Im Oktober 2016 hat S&T das Kundensegment „IT-Markt“ der Raiffeisen-Informatik-Gruppe erworben. Dieses Segment umfasste innerhalb der Raiffeisen-Informatik-Gruppe das Geschäft mit nicht zum Raiffeisen-Konzern zählenden Kunden. Zum Portfolio zählen das Dienstleistungsgeschäft in den Bereichen Rechenzentrumsbetrieb, SAP-Betrieb bzw. SAP-Consulting und Softwareentwicklung im Bereich Collaboration Management Software.[17][18]

Im Jahr 2017 stieg S&T beim deutschen Embedded-Computer-Hersteller Kontron ein. Der Kauf wurde wesentlich finanziert durch den taiwanischen Auftragsfertiger Foxconn, der sich durch eine Kapitalerhöhung mit knapp 30 Prozent an der S&T AG beteiligte.[19] Am 17. August wurde Kontron mit S&T verschmolzen; es wird als Marke weitergeführt.[20]

LeistungsportfolioBearbeiten

In der Berichterstattung wird das Leistungsportfolio von S&T in die Bereiche „IT-Dienstleistungen“ (Consulting/Implementierung/Outsourcing), „IoT-Lösungen“ (Hardware, Middleware und Dienstleistungen in den Bereichen „Internet der Dinge“ bzw. „Industrie 4.0“) und „Embedded-Systeme“ (industrielle Hardwareprodukte z. B. für den Transport-, Luftfahrt- und Kommunikationsbereich) unterteilt.[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

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  1. http://www.snt.at/2018_HB.pdf
  2. a b Geschäftsbericht 2017. Abgerufen am 6. September 2018.
  3. a b Stimmrechtsmitteilung gemäß § 91 Abs. 1 BörseG vom 10. Februar 2012
  4. computerwelt.de: Quanmax kauft Gericom@1@2Vorlage:Toter Link/www.computerwelt.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. pressetext.de: Quanmax-Gruppe neuer Mehrheitseigentümer der GERICOM AG
  6. Taiwanesische Quanmax übernimmt Linzer Chiligreen. In: derStandard.at. 6. Juni 2008, abgerufen am 6. Dezember 2017.
  7. http://www.golem.de/0809/62670.html
  8. stock-world.de – Quanmax: Ex-Chef von Kontron wieder da
  9. wallstreet-online.de: Quanmax neu Prime Standard
  10. snt.at: Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 (PDF; 2,0 MB)
  11. quanmax.ag: Quanmax AG und S&T AG einigen sich auf Verschmelzungsvertrag und Umtauschverhältnis der Aktien (Memento des Originals vom 8. Januar 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.quanmax.ag
  12. quanmax.ag: Quanmax AG und S&T AG erfolgreich verschmolzen – Quanmax AG in S&T AG umfirmiert (Memento des Originals vom 15. Dezember 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.quanmax.ag
  13. http://www.snt.at/investor_relations/86467.de.php
  14. http://www.snt.at/investor_relations/86018.de.php
  15. http://www.snt.at/news/pressroom/85626.de.php
  16. (Memento des Originals vom 23. September 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.finance.yahoo.com
  17. S&T übernimmt einen Teil von Raiffeisen Informatik. In: derstandard.at. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H., 7. Oktober 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  18. http://www.snt.at/investor_relations/89763.de.php
  19. http://www.snt.at/investor_relations/91468.de.php
  20. kontron.de: Verschmelzung der Kontron AG auf die S&T Deutschland Holding AG vollzogen