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Ruprecht Zwirner

deutscher Chirurg und ärztlicher Standespolitiker

Ruprecht Zwirner (* 29. November 1929 in Berlin; † 9. Juli 2010) war ein deutscher Chirurg und ärztlicher Standespolitiker.

LebenBearbeiten

Ruprecht Zwirner wurde 1929 als Sohn von Eberhard Zwirner und seiner Ehefrau Irmgard, geborene Hammerschmidt, in Berlin geboren. Sein Bruder ist der Galerist Rudolf Zwirner. Nach dem Abitur an der Gaußschule[1] in Braunschweig studierte er von 1950 bis 1956 Medizin in Freiburg im Breisgau. Nach Medizinalassistentenzeit in Freiburg, Meßkirch/Baden und Böhl-Iggelheim, sowie Promotion zum Dr. med. im Jahr 1958 (Thema der Dissertation: „Beitrag zur Innervation des Kehlkopfes“) war er von 1958 bis 1962 wissenschaftlicher Assistent am Anatomischen Institut der Universität Freiburg. In diesem Jahr ging er für ein halbes Jahr an die von Prof. Horst-Günther Krainick geleitete medizinische Fakultät der Universität Hue im damaligen Südvietnam, um Anatomie zu unterrichten.[2] In dieser Zeit fotografierte er den dortigen Fakultätsbetrieb – seine Fotos sind derzeit die einzigen bekannten Bilddokumente zum ersten Entwicklungshilfeprojekt der Bundesrepublik Deutschland in Vietnam. Danach absolvierte er seine Weiterbildung zum Chirurgen bis 1969 in Freiburg und Lörrach. Von 1969 bis 1974 wurde er Oberarzt an der Chirurgische Universitätsklinik Würzburg und habilitierte sich dort 1972 im Fach Chirurgie.

Von 1974 bis zu seiner Pensionierung 1994 leitete Ruprecht Zwirner die chirurgische Abteilung des Kreiskrankenhauses Donaueschingen. Von 1982 bis 1999 war er Vizepräsident der Bezirksärztekammer Süd-Baden.

AuszeichnungenBearbeiten

  • Albert-Schweitzer-Medaille der Landesärztekammer Baden-Württemberg 1994
  • Paracelsus-Medaille 2002

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nachruf im Ärzteblatt Baden-Württemberg ÄBW 08-2010, S. 323. (pdf-Datei)
  2. Nicolaus Schmidt, Viet Duc – Deutsch-vietnamesische Biographien als Spiegel der Geschichte, Bielefeld 2017, S. 94f.