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Run the Jewels

US-amerikanische Hip-Hop-Duo

Run the Jewels ist ein US-amerikanisches Hip-Hop-Duo. Gegründet haben es im Jahr 2013 der New Yorker Musiker, Produzent und Label-Gründer El-P und der aus Atlanta stammende Rapper Killer Mike.

Run the Jewels
Killer Mike (links) und El-P als Run the Jewels beim Treefort Music Fest
Killer Mike (links) und El-P als Run the Jewels beim Treefort Music Fest
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hip-Hop
Gründung 2013
Aktuelle Besetzung
Rap/Produktion
El-P
Rap
Killer Mike
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Run the Jewels 2
  US 50 08.11.2014 (4 Wo.)
Run the Jewels 3
  DE 59 27.01.2017 (1 Wo.)
  AT 60 03.02.2017 (1 Wo.)
  UK 38 27.01.2017 (1 Wo.)
  US 13 14.01.2017 (8 Wo.)

Inhaltsverzeichnis

BandgeschichteBearbeiten

Die beiden Musiker lernten sich 2011 über Jason DeMarco, einen gemeinsamen Freund bei Adult Swim und beim Cartoon Network kennen.[2] El-P arbeitete gerade an dem Album Cancer 4 Cure. Im Studio entstand der Track Tougher Colder Killer zusammen. Gemeinsam arbeiteten sie an Killer Mikes Album R.A.P. Music und beschlossen dann ihre Kollaboration fortzusetzen. Beide Alben erschienen gleichzeitig und die beiden Musiker gingen gemeinsam auf Tour. Dabei spielte jeder der beiden zunächst ein 30-minütiges Soloset, und dann bestritten die beiden einen 30-minütigen gemeinsamen Auftritt.[2] Nach dieser erfolgreichen Tour gründeten sie das Projekt Run the Jewels, das zunächst antikommerziell vermarktet wurde. Der Name basiert auf einer Line von LL Cool Js Song Cheesy Rat Blues. Das kostenlose Album erhielt gute Kritiken in der alternativen Musikpresse und war in zahlreichen Jahresbestenlisten vertreten. Das selbstbetitelte Debütalbum Run the Jewels erschien am 26. Juni 2013 kostenlos im Internet. Eine käufliche Version folgte im Januar 2014 über Fool’s Gold unter anderem auf Vinyl und CD.[3]

Das zweite Album Run the Jewels 2 kam am 24. Oktober 2014. Wie sein Vorgänger wurde das Album als kostenloser Download veröffentlicht. Dennoch erreichte eine käufliche Version über Mass Appeal Records in den Billboard-Verkaufscharts Platz 50.[1] 2014 finanzierten die beiden außerdem über Kickstarter eine Remix-Version, die nur aus Katzengeräuschen bestehen und den Titel Meow the Jewels tragen soll. Diese soll 2015 erscheinen. Der Erlös soll Opfern von Polizeigewalt zugutekommen.[4]

Ein Auftritt der Band am Abend der Jury-Entscheidung im Fall Michael Brown wurde in den USA zum Gegenstand von Medienberichten.[5] Run the Jewels traten in St. Louis auf, Killer Mike kritisierte in einer emotionalen Rede die Entscheidung, sprach von seiner Angst um seine Kinder und zitierte Martin Luther King, während El-P im Hintergrund auf der Bühne weinte.[6]

Das dritte Album Run the Jewels 3 erschien am 20. Januar 2017[7] und ist seit Ende Dezember 2016 auch als Download verfügbar.[8]

MusikstilBearbeiten

Run the Jewels spielen Hip-Hop, der sich weniger an der breiten Masse, als an den erwachsenen Hörern orientiert. Das Juice bezeichnete den Musikstil als „Grown Men Rap“. El-Ps Produktionen sind eher düster und verzerrt gehalten und soll flächig wirken, um möglichst viel Freiraum zu haben, auf denen die beiden gemeinsam rappen können. Inspirationen nehmen die beiden aus dem gemeinsamen Abhängen sowie dem Konsum von Alkohol und psychedelischen Drogen. Die Texte sind zynisch und enthalten Spitzen gegen den US-amerikanischen Mainstream-Rap. Run the Jewels versteht sich als Crew und sieht sich als Fortsetzung bekannter Rap-Duos wie Eric B. & Rakim, EPMD oder Mobb Deep. Als Feature-Gäste konnten unter anderem Bun B und T.I. gewonnen werden, aber auch Alternative-Rock-Musiker wie RATM-Sänger Zack de la Rocha und Travis Barker (Schlagzeuger von Blink-182).[3]

DiskografieBearbeiten

Alben

  • 2013: Run the Jewels (Fools’ Gold Records)
  • 2014: Run the Jewels 2 (Mass Appeal Records)
  • 2016: Run the Jewels 3 (Download, CD/LP: 2017, Sony Music)

Singles

  • 2013: 36’’ Chain (Download-Single)
  • 2014: Oh My Darling Don’t Cry (Download-Single)
  • 2014: Blockbuster Night, Pt. 1 (7’’/Download-Single)
  • 2015: Bust No Moves (12’’, Special zum Record Store Day)
  • 2015: Meowrly / Early (Flexi-7’’)
  • 2016: Rubble Kings Theme (Dynamite) (Download-Single, aus dem Soundtrack zu Rubble Kings)
  • 2016: Talk to Me (Download-Single)
  • 2016: DJ Shadow feat. Run The Jewels: Nobody Speak (12’’/Download-Single)
  • 2016: Legend Has It (Download-Single)
  • 2016: 2100 (feat. Boots, Download-Single)
  • 2017: Mean Demeanor

Weitere Veröffentlichungen

  • 2014: Run the Jewels (Deluxe European Instrumentals) (Download, Big Dada)
  • 2015: Meowrly (Boots Remix) (Mass Appeal Records), Juice-Exclusive auf Juice CD No 131
  • 2015: Meow the Jewels (Download/Doppel-LP, Mass Appeal Records)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b AT US UK
  2. a b Christopher R. Weingarten: Run the Jewels: 2014's Brashest Rap Duo Comes Back From Oblivion. Rolling Stone, 24. Oktober 2014, abgerufen am 9. Juni 2015.
  3. a b Carlos Steurer: Run the Jewels: The Main Ingredient. In: Juice. Nr. 157, März 2014, S. 64–67.
  4. Run the Jewels bei laut.de
  5. CNN: Rapper "Killer Mike" on Ferguson decision: ‘I cried like a baby’. 1. Dezember 2014, abgerufen am 24. März 2015
  6. Guardian: Run the Jewels on hip-hop's golden age, playing Ferguson and America's civil rights problem, 26. Februar 2015, abgerufen am 24. März 2015
  7. [1]
  8. Musikexpress.de: Weihnachtsüberraschung: Run the Jewels veröffentlichen neues Album drei Wochen zu früh