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Robert Kirstein

deutscher Klassischer Philologe

Robert Kirstein (* 4. Juni 1967 in Bonn) ist ein deutscher Altphilologe.

LebenBearbeiten

Robert Kirstein studierte von 1987 bis 1993 Klassische Philologie und Evangelische Theologie an den Universitäten Bonn, Münster und Oxford (Christ Church College). Während seines Studiums war er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Nach dem Staatsexamen arbeitete er von 1996 bis 1997 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Klassische Philologie der Universität Münster, wo er 1997 bei Christian Gnilka mit der Dissertation Paulinus Nolanus. Carmen 17. Text, Einleitung und Kommentar promoviert wurde. Anschließend ging er als George Abbott Oldfather Scholar (Stipendium der William Abbott Oldfather Foundation) für ein Jahr an die University of Illinois. Seinen Aufenthalt dort konnte er mit einem Feodor-Lynen-Stipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung um zwei Jahre verlängern.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete Kirstein als Wissenschaftlicher Hochschulassistent in Münster, wo er sich 2006 mit der Schrift Junge Hirten und alte Fischer. Die Gedichte 20, 21 und 27 des Corpus Theocriteum habilitierte. Nach der Habilitation vertrat er zunächst eine Mitarbeiterstelle am Institut für Griechische und Lateinische Philologie der Universität Bonn, ehe er 2007 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Münster angestellt wurde. Während dieser Zeit nahm Kirstein verschiedene Lehrstuhlvertretungen wahr.

Im Jahr 2011, kurz nach seiner Ernennung zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Münster, trat Kirstein die Vertretung des Lehrstuhls von Jürgen Leonhardt an der Universität Tübingen an. Ende 2018 erhielt er dort den Ruf zum planmäßigen Professor und ist seitdem ordentlicher Lehrstuhlinhaber der lateinischen Philologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen.[1]

Zu Kirsteins Forschungsschwerpunkten zählen die Literatur des Hellenismus (besonders Bukolik), das antike Epigramm, die lateinische Spätantike und die Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte, besonders des 19. und 20. Jahrhunderts. In den letzten Jahren beschäftigt er sich zudem mit der Anwendung strukturalistischer, insbesondere narratologischer Modelle auf antike Texte.[2]

WerkeBearbeiten

  • Robert Kirstein: Junge Hirten und alte Fischer: die Gedichte 27, 20 und 21 des Corpus Theocriteum, de Gruyter, Berlin / New York, NY 2007, ISBN 978-3-11-019224-7 (Habilitation Universität Münster 2006, X, 247 Seiten illustriert, 24 cm).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 2. Abgerufen am 27. März 2019.
  2. Lehrstuhl Latein II (Kirstein). Abgerufen am 27. März 2019.