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Renate Möhrmann

deutsche Theater-, Film- und Fernsehwissenschaftlerin Und Politikerin, MdL

LebenBearbeiten

Renate Möhrmann studierte an den Universitäten in Hamburg und in Lyon, sowie der City University of New York Germanistik, Romanistik, Philosophie und Medienwissenschaften. Im Jahr 1972 erfolgte ihre Promotion, fünf Jahre später die Habilitation. Von 1973 bis 1977 war sie als Akademische Rätin bzw. Oberrätin an der Universität Duisburg tätig. Anschließend wurde sie als Professorin für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft an die Universität zu Köln berufen, wo sie bis zu ihrer Emeritierung 1999, mit Unterbrechung durch Beurlaubung während ihres politischen Mandats von 1990 bis 1995, lehrte. Gastprofessuren nahm sie an der Universität Toronto (Kanada), sowie am Middlebury College im US-Bundesstaat Vermont wahr.

Im Jahr 1990 gehörte Möhrmann zu einer Gruppe von politischen „Quereinsteigern“ – darunter auch der Dressurreiter Reiner Klimke –, die auf Initiative des damaligen Vorsitzenden der CDU Nordrhein-Westfalen, Norbert Blüm, sichere Plätze auf der Liste der CDU für die Landtagswahl 1990 erhielten und in den Landtag einzogen. Möhrmann war erst im November 1989, nachdem sie das Angebot für das Mandat erhalten hatte, der CDU beigetreten. In der Folge war sie auch Stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Köln und Mitglied des CDU-Landesvorstandes in Nordrhein-Westfalen.[1] Ferner gehörte sie bis 1993 als Vertreterin des NRW-Landtags dem Rundfunkrat des WDR[2], sowie als Vertreterin der WDR mediagroup bis 1994 dem Aufsichtsrat der Bavaria Film GmbH an.[3]

WirkenBearbeiten

Möhrmanns Habilitationsschrift, die sich mit Schriftstellerinnen im Vormärz beschäftigte, wird von ihrem Buchverlag als „erste feministische Habilitationsschrift der Bundesrepublik“[4] bezeichnet. Seither bildete die Beschäftigung mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft, der Kunst und den Medien einen wesentlichen Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen und publizistischen Arbeit. Innerhalb des Spektrums der feministischen Wissenschaft vertritt Möhrmann dabei den Standpunkt der „klassischen“ Frauenforschung, im Unterschied etwa zur postmodernen Gendertheorie, wie sie zum Beispiel von Judith Butler vertreten wird.

Nach ihrer Emeritierung begann Möhrmann, sich als Romanautorin zu betätigen. Auch dabei widmete sie sich dem Thema der Frauenschicksale.

Werke (Auswahl)Bearbeiten

Wissenschaftliche SchriftenBearbeiten

MonographienBearbeiten

  • Die andere Frau. Emanzipationsansätze deutscher Schriftstellerinnen im Vorfeld der Achtundvierziger-Revolution. Metzler, Stuttgart 1977, ISBN 3-476-00353-1 (Buchausgabe der Habilitationsschrift).
  • Die Frau mit der Kamera. Filmemacherinnen in der Bundesrepublik Deutschland. Situation, Perspektiven, 10 exemplarische Lebensläufe. Hanser, München/Wien 1980, ISBN 3-446-13160-4.

Als HerausgeberinBearbeiten

  • Mit Norbert Jaron und Hedwig Müller: Berlin – Theater der Jahrhundertwende. Bühnengeschichte der Reichshauptstadt im Spiegel der Kritik (1889-1914). Niemeyer, Tübingen 1986, ISBN 3-484-10493-7.
  • Unter Mitarbeit von Barbara Mrytz: Verklärt, verkitscht, vergessen. Die Mutter als ästhetische Figur. Metzler, Stuttgart/Weimar 1996, ISBN 3-476-01302-2.
  • Unter Mitarbeit durch Nadja Urbani: rebellisch – verzweifelt – infam. Das böse Mädchen als ästhetische Figur. Aisthesis Verlag, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-89528-875-3 (Inhaltsverzeichnis).

RomaneBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Renate Möhrmann beim Landtag Nordrhein-Westfalen
  2. Pressemitteilung des WDR, abgerufen am 12. September 2008
  3. Mitteilung des WDR, abgerufen am 12. September 2008
  4. Informationsseite über Renate Möhrmann beim Schenkbuchverlag, abgerufen am 12. Dezember 2014.

WeblinksBearbeiten