Referenzzustand

Ein Referenzzustand ist in der Chemie ein Zustand, welcher durch festgelegte Eigenschaften definiert wird.[1] Neben konkreten Eigenschaften, wie beispielsweise dem Druck, kann der Referenzzustand dabei willkürlich definierte Eigenschaften aufweisen. Beispiele für Referenzzustände sind die Normzustände und die Standardzustände. Da die Referenzzustände prinzipiell willkürlich gewählt werden, werden für unterschiedliche Systeme und Anwendungen jeweils geschickte Referenzzustände gewählt.

StandardzustandBearbeiten

Der Standardzustand ist ein Zustand, welcher häufig als (willkürlicher) Referenzzustand benutzt wird.

Für einen gelösten Stoff wird häufig der fiktive Zustand bei der Standardkonzentration 1 mol/l unter Standardbedingungen und unter der fiktiven Bedingung unendlicher Verdünnung als Standardzustand verwendet.[2] In diesem Zustand unendlicher Verdünnung wechselwirken die gelösten Teilchen (fiktiv) nicht miteinander, jedoch wechselwirken die gelösten Teilchen mit dem Lösungsmittel. Fiktiv ist, dass die gelösten Teilchen nicht miteinander wechselwirken und dennoch bei der Standardkonzentration 1 mol/l vorliegen (bei der die gelösten Teilchen eigentlich recht starke Wechselwirkungen zeigen würden).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Referenzzustand. In: Lexikon der Physik. Spektrum.de, abgerufen am 29. März 2021.
  2. Eintrag zu standard state. In: IUPAC Compendium of Chemical Terminology (the “Gold Book”). doi:10.1351/goldbook.S05925 .