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Rain (Niederbayern)

Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rain
Rain (Niederbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rain hervorgehoben

Koordinaten: 48° 54′ N, 12° 28′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Verwaltungs­gemeinschaft: Rain (Niederbayern)
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 14,29 km2
Einwohner: 2834 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 198 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94369
Vorwahl: 09429
Kfz-Kennzeichen: SR, BOG, MAL
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 177
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schlossplatz 2
94369 Rain
Website: www.gemeinde-rain.de
Bürgermeisterin: Anita Bogner (ÖDP)
Lage der Gemeinde Rain im Landkreis Straubing-Bogen
Bogen (Stadt)WindbergWiesenfeldenStraßkirchenSteinach (Niederbayern)StallwangSchwarzach (Niederbayern)Sankt EnglmarSalchingRattiszellRattenberg (Niederbayern)Rain (Niederbayern)PerkamPerasdorfParkstettenOberschneidingNiederwinklingNeukirchen (Niederbayern)MitterfelsMariaposchingMallersdorf-PfaffenbergLoitzendorfLeiblfingLaberweintingKonzellKirchrothIrlbachHunderdorfHaselbach (Niederbayern)Haibach (Niederbayern)GeiselhöringFeldkirchen (Niederbayern)FalkenfelsAttingAschaAiterhofenAholfingStraubingLandkreis KelheimRegensburgLandkreis LandshutLandkreis RegenLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis DeggendorfLandkreis ChamLandkreis ChamLandkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Schloss Rain
Die Expositurkirche Zur Verklärung Christi

Rain ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Rain.

GeographieBearbeiten

Rain liegt nur etwa einen Kilometer westlich der Einmündung der Kleinen Laber in die Große Laber.

GemeindegliederungBearbeiten

Rain hat vier Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Perkam und Rain.[3]

GeschichteBearbeiten

Bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

Der Hauptort Rain entwickelte sich aus einer Burg des 13. Jahrhunderts, die von der Familie Rainer zu Rain errichtet wurde. 1560 ging nach dem Aussterben der Rainer die Herrschaft an die Leubelfinger und 1783 an die Grafen von Königsfeld über. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern, bildete aber eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Rain war.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Das einst wohlhabende Schlossgut wurde im 19. Jahrhundert zerteilt.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Dürnhart, die am 1. Oktober 1950 aus Teilen der Gemeinde Perkam neu gebildet wurde, eingegliedert.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Die Gemeinde Rain wächst sehr stark mit Baugebieten für Einfamilienhäuser. Das Wachstum besteht hauptsächlich aus Zuwanderung von anderen Orten, beispielsweise junge Familien aus Straubing.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

1. Bürgermeisterin ist seit dem 1. Mai 2014 Anita Bogner (Freie Wähler/ödp/ÜWG). Sie ist Mitglied der ödp. Anita Bogner ist eine Enkelin des Ehrenbürgers und Altbürgermeisters Xaver Berger. Anita Bogner wurde bei den Kommunalwahlen in Bayern 2014 am 16. März mit 54,96 % der gültigen Stimmen zur 1. Bürgermeisterin gewählt. Ihr Gegenkandidat war Franz Lehner (CSU). Er erhielt 45,04 %.

Die vorherigen Bürgermeister der Gemeinde Rain waren:

  • 1930–1945: Heinrich Schiller
  • 1945–1960: Ludwig Bründl
  • 1960–1990: Xaver Berger
  • 1990–2014: Adolf Berger

GemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahl am 16. März 2014 führte zu folgendem Ergebnis für die Zusammensetzung des Gemeinderats:[5]

  • CSU: 7 Sitze
  • FW/ödp/ÜWG: 7 Sitze

WappenBearbeiten

Das Gemeindewappen wird wie folgt beschrieben: Gespalten; vorne von Rot und Silber dreimal geteilt, hinten in Silber zwei blaue Schrägbalken.

WirtschaftBearbeiten

Neben der Landwirtschaft sind im Gewerbegebiet Handwerks- und Handelsbetriebe angesiedelt. Weiter befindet sich dort ein Teilbetrieb eines Propellerherstellers, die MT Propeller Entwicklung GmbH.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Das ortsprägende Schloss zeigt die Reste der großen mittelalterlichen Burg. Diese wurde 1542 im Renaissancestil erweitert und um 1713 umfassend verändert. Vom Zentralkastell sind noch drei Flügel, ein Eckturm und ein 1561 veränderter hoher Wachturm erhalten. Die Vorburg lässt noch die Position der abgerissenen Ecktürme erkennen, die 1712 erbaute Schlosskapelle war noch lange als Ortskirche in Verwendung. Das Schloss ist als Gemeindeverwaltung und weiteren kommerziellen Nutzungen (Bank/Restaurant) teilweise zugänglich.

Die Expositurkirche Zur Verklärung Christi wurde 1981 eingeweiht. Sie besitzt ornamentale Fenster von Josef Oberberger. In den Nebenorten Wiesendorf und Dürnhart befinden sich einfache gotische bzw. barocke Dorfkirchen.

VereineBearbeiten

In der Gemeinde gibt es eine Freiwillige Feuerwehr, einen Sportverein, mit Fußball, Tennis, Ski und Volleyball, einen Eisstockclub, einen Brieftaubenverein, einen Veteranenverein, einen Burschenverein, einen Fischerverein, einen Billardverein, den Obst- und Gartenbauverein, die Bläserfreunde Rain und die Katholische Landjugendbewegung.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Rain in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. Amtsbezirk. Gemeinden und Gemarkungen. Bayerische Vermessungsverwaltung, archiviert vom Original am 11. April 2013; abgerufen am 31. März 2015.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 577.
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien