Raidar Müller-Elmau

deutscher Schauspieler

Raidar Müller-Elmau (* 3. Dezember 1933 in Gera; † 14. Februar 2003 in München; auch Raidar Müller oder Reidar Müller[1]) war ein deutscher Schauspieler.

Leben und WirkenBearbeiten

Raidar Müller-Elmau entstammte einer Theaterdynastie; er war der Sohn des bekannten Theaterschauspielers Eberhard Müller-Elmau und der Opernsängerin Gerda Kuntzsch. Sein jüngerer Bruder Markwart ist noch heute als Theaterschauspieler und -regisseur tätig. Tochter Katharina ergriff ebenfalls den Schauspielberuf, während sein älterer Sohn Alexander als Bühnenbildner, Autor und Regisseur arbeitet und sein jüngerer Sohn Simon als Filmproduzent in Erscheinung trat. Seine Nichte Natalie Müller-Elmau ist 3sat-Koordinatorin im ZDF.

Raidar Müller-Elmau debütierte 1951 am Stadttheater in Mainz.[2] Von 1953 bis 1957 gehörte er dem Ensemble des Landestheaters in Darmstadt an und von 1957 bis 1958 hatte er ein Engagement bei den Städtischen Bühnen in Münster.

Neben seiner Bühnentätigkeit nahm er auch immer wieder Filmangebote an. Nachdem er bereits 1954 in dem Heimatfilm Schloß Hubertus aufgetreten war, wurde der dunkelhaarige Darsteller mit den beiden Immenhof-Produktionen Hochzeit auf Immenhof (1956) und Ferien auf Immenhof (1957) an der Seite von Heidi Brühl und Angelika Meissner recht populär. Danach folgten Auftritte in Filmen wie Kriegsgericht von Kurt Meisel und Kirmes von Wolfgang Staudte. Zunächst trat er noch als „Raidar Müller“ auf; erst später verwendete er den Doppelnamen Müller-Elmau. Der zweite Namensbestandteil geht auf Schloss Elmau zurück, das sein Großvater Johannes Müller 1916 hatte bauen lassen und nach dem sich seine Nachkommen in der Regel benannten.

Im Laufe der Zeit konzentrierte sich Müller-Elmau wieder auf seine Theaterlaufbahn. Er war in festem Engagement unter anderem in Heidelberg, Göttingen, Braunschweig, von 1980 bis 1988 am Schauspielhaus Düsseldorf und anschließend (bis 1994) am Bayerischen Staatsschauspiel, danach arbeitete er frei am Theater und für das Fernsehen. Schon 1959 hatte er in Die gute Sieben sein Fernsehfilm-Debüt gegeben. Es kamen weitere Rollen in Krimiserien wie SOKO 5113, Ein Fall für zwei und in der Daily Soap Marienhof hinzu. Müller-Elmau zählte jedoch nie zu den großen TV-Stars. Nach langer Kinoabstinenz war er erst 1992 wieder in einem Spielfilm (Kleine Haie) zu sehen. Es sollte sein letzter Leinwandauftritt bleiben.

Raidar Müller-Elmau, der auch als Schauspiellehrer tätig war, starb 2003 im Alter von 69 Jahren an Krebs.[3]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

Bühnenauftritte (Auswahl)Bearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, DNB 451560744, S. 1171.

WeblinksBearbeiten

Einzelnachweise und AnmerkungenBearbeiten

  1. Schreibweise im Vorspann des Filmes Kirmes
  2. Siehe: Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, DNB 451560744, S. 1171.
  3. Beate Strobel: Er entschied sich, mir zu vertrauen. In: Focus Magazin vom 12. Januar 2019