R. Vaidyanathaswamy

Indischer Mathematiker

Ramaswamy S. Vaidyanathaswamy, meist R. Vaidyanathaswamy zitiert, (* 1894; † 1960) war ein indischer Mathematiker.

Vaidyanathaswamy studierte an der University of Edinburgh bei Edmund Taylor Whittaker und arbeitete an der Universität Cambridge mit H. F. Baker. Nach seiner Rückkehr nach Indien war er Professor an der University of Madras und nach seiner Emeritierung am Indian Statistical Institute in Kalkutta. 1924 wurde er zum Mitglied (Fellow) der Royal Society of Edinburgh gewählt.[1]

Anfangs arbeitete er in algebraischer Geometrie (ebene algebraische Kurven) und Zahlentheorie (multiplikative arithmetische Funktionen).

Er war nach R. Narasimhan[2] vor allem an allgemeinen mathematischen Strukturen interessiert und weniger an speziellen mathematischen Eigenschaften und der erste indische Mathematiker, der sich mit mathematischer Logik, Mengenlehre und Allgemeiner Topologie befasste. Über letzteres Gebiet schrieb er ein Lehrbuch[3].

Er war in Indien sehr einflussreich und zwei Jahrzehnte die treibende Kraft hinter der Indian Mathematical Society.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fellows Directory. Biographical Index: Former RSE Fellows 1783–2002. (PDF-Datei) Royal Society of Edinburgh, abgerufen am 18. April 2020.
  2. Raghavan Narasimhan The coming of age of mathematics in India, in Michael Atiyah u. a. Miscellanea Mathematica, Springer Verlag 1991
  3. Set Topology, zuerst 1947, 2. Auflage 1960, Reprint Chelsea/AMS 1964, Dover 1999