Philipp III. (Baden-Rodemachern)

Markgraf von Baden-Rodemachern (1556–1575)

Philipp III. von Baden-Rodemachern (* 15. August 1567 in Rodemachern; † 6. November 1620 auf der Hochburg) war Markgraf der Markgrafschaft Baden-Rodemachern.

LebenBearbeiten

Philipp III. war der zweite Sohn von Christoph II. von Baden-Rodemachern und der Cäcilie Wasa.

1592 erschlug Philipp den badischen Amtmann von Rodemachern, Mang Volz. Die zuständigen luxemburgischen Behörden kamen jedoch seinem Gnadengesuch nach.[1] Nach dem Tode seines Bruders Eduard Fortunat lebte er auf Schloss Ettlingen. 1605 warb Philipp Soldaten an um die Markgrafschaft Baden-Baden[2], dem Durlacher Vetter Georg Friedrich abzunehmen. Der Versuch misslang und Georg Friedrich setzte Philipp zunächst in Durlach und dann auf der Hochburg gefangen, wo er 1620 verstarb ohne Nachkommen zu hinterlassen. Philipp wurde im Chor der Kirche von Emmendingen beigesetzt.[3]

LiteraturBearbeiten

  • Johann Christian Sachs: Einleitung in die Geschichte der Marggravschaft und des marggrävlichen altfürstlichen Hauses Baden. Dritter Theil. Lotter, Carlsruhe 1769, S. 279–280 (Volltext in der Google-Buchsuche).

Anmerkungen/EinzelnachweiseBearbeiten

  1. siehe Fridolin Weber-Krebs: Die Markgrafen von Baden im Herzogtum Luxemburg (1487-1797), Trier 2007, S. 294
  2. diese war seit 1594 von der Linie Baden-Durlach besetzt; s. Oberbadische Okkupation
  3. Siehe Christian Philipp Herbst: Die Burg Hachberg im Breisgau, hauptsächlich vom sechszehnten Jahrhundert an, Karlsruhe 1851, S. 60 (Fußnote) (Digitalisat bei Google Books)


VorgängerAmtNachfolger
Eduard FortunatMarkgraf von Baden-Rodemachern
15881620
Hermann Fortunat