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Peterskopf (Haardt)

Berg im Pfälzerwald

Der Peterskopf in der Pfalz ist der 493,5 m ü. NHN[1] hohe Ostsporn des Hochplateaus von Peterskopf und Heidenfels im Pfälzerwald. Er liegt nahe Kallstadt und Bad Dürkheim, der Kreisstadt des rheinland-pfälzischen Landkreises Bad Dürkheim. Auf seinem Gipfel steht der Bismarckturm.

Peterskopf
Blick vom Naturschutzgebiet Felsenberg-Berntal nach Südwesten über Leistadt hinweg zum Peterskopf

Blick vom Naturschutzgebiet Felsenberg-Berntal nach
Südwesten über Leistadt hinweg zum Peterskopf

Höhe 493,5 m ü. NHN [1]
Lage nahe Kallstadt; Landkreis Bad Dürkheim, Rheinland-Pfalz (Deutschland)
Gebirge Pfälzerwald
Koordinaten 49° 28′ 45″ N, 8° 7′ 46″ OKoordinaten: 49° 28′ 45″ N, 8° 7′ 46″ O
Peterskopf (Haardt) (Rheinland-Pfalz)
Peterskopf (Haardt)
Gestein Buntsandstein
Besonderheiten Bismarckturm
BismarckturmPeterskopf.jpg

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Der Peterskopf erhebt sich im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord und Naturpark Pfälzerwald in der Waldgemarkung von Kallstadt. Sein Gipfel liegt 3,7 km westsüdwestlich vom Kernort der Gemeinde Kallstadt, 3,4 km nordwestlich vom Kernort der Kreisstadt Bad Dürkheim und 3,6 km westlich von deren Stadtteil Ungstein; diese Waldgemarkung bildet am Peterskopf eine Exklave, die durch einen Bad Dürkheimer Korridor nördlich und südlich der Landesstraße 518 vom übrigen Gemeindegebiet Kallstadts getrennt ist. Südlich vorbei am Sporn fließt die Isenach, bevor sie durch Bad Dürkheim verläuft.

Auf dem Peterskopf liegen Teile des Vogelschutzgebiets Haardtrand (VSG-Nr. 6514-401; 147,28 km²).[2]

Naturräumliche ZuordnungBearbeiten

Der Peterskopf gehört zum Naturraum Pfälzerwald, der in der Systematik des von Emil Meynen und Josef Schmithüsen herausgegebenen Handbuches der naturräumlichen Gliederung Deutschlands und seinen Nachfolgepublikationen[3] als Großregion 3. Ordnung klassifiziert wird. Betrachtet man die Binnengliederung des Naturraums, so gehört der Peterskopf zum Unteren Pfälzer Wald.[4]

Zusammenfassend folgt die naturräumliche Zuordnung des Peterskopfs damit folgender Systematik:

  1. Großregion 1. Ordnung: Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens
  2. Großregion 2. Ordnung: Pfälzisch-Saarländisches Schichtstufenland
  3. Großregion 3. Ordnung: Pfälzer Wald (170)
  4. Region 4. Ordnung (Haupteinheit): Unterer Pfälzerwald (170.0)
  5. Region 5. Ordnung: Leininger Sporn (170.03)

Die Landschaft des Peterskopfs fällt nach Süden in die Untereinheit Tal-Pfälzer-Wald (170.2) ab, und nach Osten leitet sie zum Nordende der Untereinheit Neustädter Gebirgsrand (= Haardt; 170.1) über.

SpornhöheBearbeiten

Der Peterskopf ist 493,5 m hoch.[1] Sein Gipfel mit dem Bismarckturm liegt im Osten des großflächigen Hochplateaus von Peterskopf und Heidenfels, das sich oberhalb der 450-m-Höhenlinie ausbreitet; auf eine 487,1 m hohe Stelle etwas nordöstlich des Gipfels dürfte sich die in vielen Landkarten ausgewiesene Spornhöhe von etwa 487 m beziehen. Im Mittelteil des Plateaus steht nahe einer 490 m hohen Stelle ein Sendeturm (). Etwa 580 m westnordwestlich davon befindet sich auf dem Plateau der Heidenfels (497,9 m).[1]

UmgebungBearbeiten

In der Umgebung des Peterskopfs gibt es eine Reihe historischer Stätten: Etwa 700 m südöstlich seines Gipfels befindet sich die Ruine des Hofes Weilach, der 1381 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Auf dem südöstlich gelegenen Teufelsstein liegt der gleichnamige Steinblock, der in keltischer Zeit als Kultobjekt diente, und am südöstlichen Teufelsstein-Ausläufer, dem Kästenberg, der gleichfalls keltische Ringwall Heidenmauer und der ehemals römische Steinbruch Kriemhildenstuhl. Jenseits des Isenachtals liegen die mittelalterlichen Ruinen des Klosters Limburg und der Hardenburg.

BismarckturmBearbeiten

Auf dem Gipfelplateau des Peterskopfes bietet der 36 m hohe Bismarckturm eine Rundumsicht über die fast 400 m tiefer gelegene Oberrheinische Tiefebene im Osten, den Pfälzerwald im Westen sowie dessen Ostrand, die Haardt, die sich von Norden nach Süden erstreckt. Im Untergeschoss des Turmes wird eine Gastwirtschaft betrieben.

Am 27. Mai 1925 stürzte die Betondecke der zweiten Aussichtsplattform ein, während eine Schulklasse auf dem Turm unterwegs war. Ein Schüler kam dabei zu Tode, mehrere Kinder wurden verletzt.[5]

SportBearbeiten

Der Peterskopf ist alljährlich im Oktober Ziel des Bad Dürkheimer Berglaufs, der mit 8700 m Streckenlänge und 510 m kumulierter Steigung die längste und steilste Komponente der Pfälzer Berglaufserie darstellt. Der Sporn und seine Umgebung werden auch für Mountainbike-Touren empfohlen.

Verkehr und WandernBearbeiten

Über die Nordflanke des Peterskopfs führt die kurvige Landesstraße 518, die Leistadt im Osten mit Höningen im Westen verbindet. Die Straße führt über die nahe der Gaststätte Forsthaus Lindemannsruhe (470 m) gelegene Kreuzung (468,9 m) mit einem Waldweg; vom dortigen Wandererparkplatz sind es bis zum Sporngipfel etwa 700 m Wegstrecke.

WeblinksBearbeiten

Einzelnachweise und AnmerkungenBearbeiten

  1. a b c d Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)
  2. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  3. Adalbert Pemöller: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 160, Landau i. d. Pfalz. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1969. → Online-Karte (PDF; 4,2 MB).
  4. Helmut Beeger u. a.: Die Landschaften von Rheinhessen-Pfalz − Benennung und räumliche Abgrenzung. In : Berichte zur deutschen Landeskunde, Band 63, Heft 2, Trier 1989, S. 327–359.
  5. Bismarckturm Bad Dürkheim (Kallstadt, Peterskopf), auf bismarcktuerme.de.
  6. Peterskopf-Radtour: Die vom Bad Dürkheimer Berglauf (siehe Abschnitt Sport) stammenden Streckenaufschriften sind irrtümlich als Relikte eines lokalen Rennens (Radrennen) beschrieben.