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Paulskirche (Kirchheimbolanden)

Kirchengebäude in Kirchheimbolanden
Paulskirche Kirchheimbolanden

Die lutherische Paulskirche in Kirchheimbolanden ist eine Schlosskirche und nach dem Schloss das bedeutendste Bauwerk der Stadt. Nach außen wirkt sie eher unscheinbar.

Inhaltsverzeichnis

KirchenbauBearbeiten

Mit dem Bau wurde im Jahr 1739 begonnen, also ein Jahr nach Einleitung des Schlossneubaus. 1744 war die Kirche in der Bauform einer Querkirche[1] fertiggestellt.

Eine bauliche Doublette der Paulskirche wurde vom selben Hofarchitekten, Landesbaumeister Julius Ludwig Rothweil, als Hof- und Schlosskirche von 1707 bis 1713 in Weilburg gebaut. Eine Besonderheit weist die Paulskirche in Kirchheimbolanden insofern auf, als sie keinen Kirchturm und keine Glocken besitzt. Für das Glockenspiel ist eine andere Kirche in der Nähe zuständig, die Peterskirche. Während die Paulskirche äußerlich eher schlicht erscheint, wurde sie innen jedoch aufwändiger ausgestattet.

AusstattungBearbeiten

 
Mozartorgel

In der Neupfarrkirche befindet sich eine der wenigen in Rheinland-Pfalz erhaltenen Kanzeluhren.[2]

OrgelBearbeiten

Die sogenannte Mozartorgel, eine der letzten originalen Barockorgeln von Johann Michael Stumm mit 45 Registern, drei Manualen sowie Pedal mit 2830 Pfeifen, auf der der Namensgeber 1778 selbst spielte, ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

I Unterwerk C–g3
1. Gedackt 8′
2. Flaut travers D 8′
3. Principal 4′
4. Rohrflöt 4′
5. Octave 2′
6. Solicinal II 2′+4′
7. Quint 113
8. Mixtur III 1′
9. Krummhorn 8′
10. Vox humana 8′
Tremulant
II Hauptwerk C–g3
11. Großgedackt 16′
12. Principal 8′
13. Viol di Gamba 8′
14. Quintatön 8′
15. Groß Hohlpfeiff 8′
16. Octav 4′
17. Solicinal 4′
18. Groß Flöte 4′
19. Quint 3′
20. Superoctav 2′
21. Terz 135
22. Cornett IV D 4′
23. Mixtur IV
24. Cymbel V
25. Trompet 8′
Tremulant
III Echowerk C–g3
26. Hohlpfeiff 8′
27. Solicinal D 8′
28. Rohrflöt 4′
29. Octav 2′
30. Solicinal II 4′+2′
31. Quint 112
32. Cymbel IV
33. Krummhorn B 8′
34. Trompet D 8′
35. Vox humana 8′
Tremulant
Glockenspiel
Pedal C–f1
36. Untersatz 32′
37. Principal 16′
38. Subbass 16′
39. Principal 8′
40. Octav 8′
41. Quint 6′
42. Octav 4′
43. Mixtur IV 2′
44. Posaune 16′
45. Trompet 8′
46. Clairon 4′
47. Vox angelica 2′
Tremulant
  • Koppeln: I/II, III/II, I/P, II/P, III/P
  • Spielhilfen: drei freie Kombinationen, eine freie Pedalkombination, drei feste Kombinationen

FußnotenBearbeiten

  1. Kathrin Ellwardt: Kirchenbau zwischen evangelischen Idealen und absolutistischer Herrschaft. Die Querkirchen im hessischen Raum vom Reformationsjahrhundert bis zum Siebenjährigen Krieg. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2004, ISBN 3-937251-34-0
  2. Peter Wasem: „… bis zwei Stunden auf der Kanzel bleiben“. Die Sanduhr in der Kirchheimbolander Paulskirche. In: Donnersberg-Jahrbuch, Jg. 31 (2008), S. 113–115.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Paulskirche (Kirchheimbolanden) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 49° 39′ 59″ N, 8° 0′ 37″ O