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CC 40100 (1964)
CC 72000 (1967)
Panoramawagen SNCF X 4200 (1959)

Paul Arzens (* 1903; † 1990) war ein französischer Designer. Bekannt wurde er für die von ihm entworfenen Lokomotiven und Züge. Es war über Jahrzehnte der bevorzugte Designer und Farbgestalter der französischen Staatsbahn SNCF. Neben seiner Designertätigkeit malte Paul Arzens im klassischen Stil und schuf Skulpturen.

Inhaltsverzeichnis

WerkBearbeiten

SchienenfahrzeugeBearbeiten

Sein Designbüro in der Pariser Rue de Vaugirard gewann ab 1957 Einfluss auf die große Serie Lokomotiven BB 9200, BB 16000 und BB 25200. Arzens entwarf den Aussichtstriebwagen SNCF X 4200 mit Panoramablick und die Aufbauten der Baureihen BB 67000 und A1AA1A 68000.

Das „Nez cassés“ („gebrochene Nasen“) genannte Design der CC 40100, bei der er sich vom Anblick eines Sprinters auf dem Startblock inspirieren ließ, wurde Vorbild einer ganzen Generation von Lokomotiven: CC 72000, CC 6500, CC 21000 bis BB 15000 und schließlich BB 7200 und BB 22200 sowie (allerdings ohne den dynamisch wirkenden mehrfarbigen SNCF-Anstrich) die in Frankreich gebauten niederländischen Baureihen 1600 und 1700, die portugiesische Baureihe 2600 und die marokkanische Baureihe E1300. Mit der Korail-Baureihe 8000 kam das Design auch zu den Südkoreanischen Eisenbahnen Korail.

Neben der SNCF wurde auch das Nahverkehrssystem von Paris, die RATP, für die er mehrere Metrostationen entwarf, sein Kunde.

AutomobileBearbeiten

Großes Aufsehen erregten in der Zeit der aufkommenden Stromlinienfahrzeuge auch seine beiden futuristischen Automobilstudien. Zuerst schuf er 1938 mit La Baleine (der Wal) ein etwa sieben Meter langes Cabrio auf dem Chassis eines Buick von 1928 mit 3500 cm³ Hubraum und 68 PS aus sechs Zylindern. Damit erreichte das Fahrzeug ca. 160 km/h, während der Buick mit Originalkarosserie lediglich 110 km/h erreichte.

1942 folgte das Konzeptfahrzeug L'Œuf électrique (das elektrische Ei), eine Konstruktion aus Aluminium und Plexiglas. Zunächst wurde es elektrisch mit fünf 12 Volt-Batterien mit je 250 Ah betrieben, nach dem Zweiten Weltkrieg mit einem 125-cm³-Einzylindermotor. Das Auto war mit 80 km/h gut im Stadtverkehr einsetzbar.[1]

1951 fertigte Arzens einen Kleinwagen namens Carrosse.[2] Hier sorgte ein Heckmotor mit 125 cm³ Hubraum für den Antrieb. Die Höchstgeschwindigkeit war mit 72 km/h angegeben. Das Fahrzeug blieb ein Prototyp.[2]

Paul Arzens fuhr die beiden ersten Wagen bis zu seinem Tod. Die beiden Autos werden heute im Automuseum Mülhausen gezeigt, der Cité de l’Automobile.

LiteraturBearbeiten

  • George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 1: A–F. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1. (englisch)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.3wheelers.com/arzens.html
  2. a b Georgano: The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile.