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GeografieBearbeiten

Montluçon liegt im Zentrum Frankreichs an einer Flussbiegung des oberen Cher und ist Endpunkt des aufgelassenen Canal de Berry (Südabschnitt).

Nördlich von Montluçon liegt der 106 km² große Staatsforst Forêt de Tronçais.

 
Ortszentrum mit dem Bourbonen-Schloss
 
Fachwerkbau in der Altstadt

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016
Einwohner 55.184 57.871 56.468 49.912 44.248 41.350 39.889 36.147

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Montluçon

  • Altstadt
  • Kirche St-Pierre: 12./13. Jahrhundert, romanisch, einschiffig, von vier Rundsäulen getragener Vierungsturm; Taufbecken und Statue der Maria Magdalena aus dem 15. Jahrhundert, die Kirche liegt im Norden der Altstadt
  • Kirche Notre-Dame: romanisch-gotisch
  • Château des Ducs de Bourbon (Schloss der Bourbonen-Herzöge): auf dem Mont Luçon, einem Granithügel über der Stadt, ab Mitte des 13. Jahrhunderts im Fachwerkstil errichtet
  • Musée des Musiques Poulaires et de la Résistance (im Schloss) mit über 700 historischen und modernen Instrumenten und – ein Stockwerk höher – der Darstellung der Résistance allgemein und in der Region.
  • Musée/Château de la Louvière: ab 1926 im Stil des Ancien Régime, inmitten eines größeren Parks in italienisch-englischem Stil errichtet
  • Circuit des Mégalithes im Nordosten von Montluçon

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

Die Stadt ist die Wirtschaftsmetropole des Bourbonnais mit zahlreichen Industriebetrieben.

Der Aufschwung von einer mittelalterlich geprägten zu einer Stadt der Erzeugung von Industriegütern begann mit der Fertigstellung des Canal de/du Berry im Jahr 1841, mit dem die Eisenerzvorkommen des Berry mit den Kohlelagerstätten bei Commentry verbunden wurden.

Nach einer Krise zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als sich die Vorkommen erschöpften, dominieren heute in der Stadt Maschinenbau, Chemie, Elektrotechnik und Möbelherstellung.

Der Flugplatz Aéroport de Montluçon - Guéret liegt ungefähr 30 km entfernt.

GeschichteBearbeiten

Montluçon lag nach dem Waffenstillstand von Compiègne während des Zweiten Weltkrieges in der vom Vichy-Regime kontrollierten Südzone Frankreichs. In Montluçon gab es eine Gestapo-Zentrale. Diese wurde von der Résistance gesprengt; daran war die britische Agentin Nancy Wake maßgeblich beteiligt.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Personen mit Beziehung zur StadtBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes de l’Allier. Flohic Editions, Band 2, Paris 1999, ISBN 2-84234-053-1, S. 731–765.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Montluçon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien