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Partido Socialista Unido de Venezuela

venezolanische Partei
Partido Socialista Unido de Venezuela (PSUV)
Logo
Maduro in 2015.jpg
Partei­vorsitzender Nicolás Maduro, amtierender Präsident von Venezuela (seit 2013)
Stell­vertretender Vorsitzender Diosdado Cabello
Ehren­vorsitzender Hugo Chavez (†) – ehemaliger Staatspräsident Venezuelas, Vorsitzender und Gründer der Sozialistischen Partei Venezuelas
Gründung 24. März 2007
Haupt­sitz Caracas
Aus­richtung Sozialismus
Antikapitalismus
Christliche Linke
Linkspopulismus
Sozialdemokratie
Farbe(n) rot
Mitglieder­zahl ca. 7 Millionen
Website www.psuv.org.ve

Die Partido Socialista Unido de Venezuela (PSUV; deutsch Vereinigte Sozialistische Partei Venezuelas) ist eine politische Partei in Venezuela, die sich aus linkspolitischen Bündnissen und Unterstützern der Bolivarischen Revolution bildete. Parteivorsitzender ist seit 2013 Nicolás Maduro, der seit 2013 auch das Amt des venezolanischer Staatspräsidenten innehat.

Die Partei ist die größte Partei in Venezuela, außerdem die größte linke Partei Südamerikas. Geschätzt wird die Mitgliederanzahl auf 7 Millionen. Seit 1999 regiert sie mit ihren Vorsitzenden Hugo Chávez und Nicolás Maduro.

Zahlreiche westliche Staaten erkennen seit der letzten Präsidentschaftswahl in Venezuela 2018 Maduro nicht als legitimen Präsidenten an, da sie behaupten, die Wahl sei nicht demokratisch, frei und fair abgelaufen. Am 3. Februar 2019 – nach einem gescheiterten Ultimatum der USA, Kanada, Australien und einiger europäischer Staaten (die EU-Kommission, Frankreich, Deutschland, Spanien, die Niederlande, Österreich, Großbritannien) Maduro, sofort Präsidentschaftswahlen auszurufen – erkannten sie den Parlamentspräsidenten und Oppositionsführer Juan Guaidó als Interimspräsidenten an und ordneten Neuwahlen an. Russland und zahlreiche linke bzw. sozialistische Staaten (China, Nordkorea, Kuba, Mexiko, Nicaragua) hielten hingegen weiter zu Maduro.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Nachdem Hugo Chávez die Wahlen in Venezuela 2006 abermals gewonnen hatte, war er der Ansicht, die Parteien, die die Bolivarische Revolution unterstützt haben, sollten zusammengeführt werden, darunter Parteien wie der Movimiento Quinta República (MVR), Movimento Electoral del Pueblo (MEP), die Unión Popular Venezuela (UPV) und die Sozialistische Liga. Der Gründungskongress fand zwischen dem 12. Januar[1] und dem 9. März 2008 statt, als der vorläufige Vorstand der neuen Partei gewählt wurde.[2]

Bei den Kommunal- und Regionalwahlen am 23. November 2008 errangen die Kandidaten der Vereinigten Sozialistischen Partei Venezuelas 81 % der Bürgermeisterposten in den Rathäusern und 77 % der Gouverneursposten in den Provinzregierungen.[3]

Bei den Parlamentswahlen am 26. September 2010 erreichte die Vereinigte Sozialistische Partei Venezuelas 60 % der Mandante.[4]

Die Enthüllungen von Swiss-Leaks offenbarten, dass die Führung der PSUV, in Venezuela im Volksmund oft als „Boliburguesía“ (Bourgeoisie der bolivarischen Revolution) bezeichnet,[5] hohe Summen auf Konten der HSBC Private Banking Holdings (Suisse) SA transferiert hatte.[6]

Anfang Mai 2015 spaltete sich die Bewegung Marea Socialista („Sozialistische Flut“) von der PSUV ab. Hervorgegangen aus linken Gewerkschaftskreisen, hatte diese ursprünglich trotzkistische Strömung den Kurs von Chávez-Nachfolger Nicolás Maduro seit längerem kritisiert. Sie wirft ihm vor, den Sozialismus zu verraten.[7][8]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Presidente Chávez encabeza la instalación del Congreso Fundacional del PSUV, Aporrea, 12. Januar 2008
  2. Eligen directiva del Partido Socialista Unido de Venezuela (Memento des Originals vom 13. April 2008 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.telesurtv.net, Telesur, 9. März 2008
  3. United Socialist Party of Venezuela Wins 81 % of Mayoral Offices in Elections (Memento des Originals vom 15. April 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zmag.org, Venezuelanalysis.com, 25. November 2008.
  4. Wahlen in Venezuela (Memento des Originals vom 1. September 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/redblog.twoday.net, 28. September 2010
  5. Yolanda Valery: Boliburguesía: nueva clase venezolana. In: BBC Mundo. 2. Dezember 2009, abgerufen am 8. Februar 2018 (spanisch).
  6. Boris Herrmann: Kampfzone Caracas. In Venezuela sind die Gefängnisse voll, die Supermärkte leer. In: Süddeutsche Zeitung vom 13. Mai 2015, S. 3.
  7. Tobias Lambert: »Sozialistische Flut« will Chávez-Erbe bewahren, Neues Deutschland vom 6. Mai 2015, abgerufen am 8. Mai 2015
  8. Jan Kühn: Venezuelas Linke geht getrennt zu den Wahlurnen, amerika21 vom 8. Mai 2015, abgerufen am 11. Mai 2015