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Ortsgemeinschaft Archea Epidavros
Τοπική Κοινότητα Αρχαίας Επιδαύρου
(Αρχαία Επίδαυρος)
Archea Epidavros (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat Griechenland
Region Peloponnes
Regionalbezirk Argolis
Gemeinde Epidavros
Gemeindebezirk Epidavros
Geographische Koordinaten 37° 38′ N, 23° 9′ OKoordinaten: 37° 38′ N, 23° 9′ O
Höhe ü. d. M. 11 m
Fläche 29,404 km²
Einwohner 1932 (2011[1])
Bevölkerungsdichte 65,71 Ew./km²
LAU-1-Code-Nr. 41030201
Ortsgliederung 7
Ansicht von Nordwesten
Ansicht von Nordwesten

Archea Epidavros (griechisch Αρχαία Επίδαυρος (f. sg.) ‚Antikes-Epidauros‘) ist eine kleine Hafenstadt in der griechischen Gemeinde Epidavros und liegt ca. 13 km von der berühmten Asklepios-Heilstätte Epidauros entfernt an der Küste des Saronischen Golfes in der Landschaft Argolis auf der Peloponnes. Palea Epidavros war bis 1992 eine selbständige Landgemeinde (kinotita) und wurde 1992 offiziell in Archea Epidavros umbenannt und zur Stadtgemeinde (dimos) erhoben. 1997 wurde es mit drei Nachbarorten zur Gemeinde Epidavros verschmolzen, in die das benachbarte Asklipiio 2011 eingemeindet wurde.

In der Antike war Palea Epidavros die zur Heilstätte zugehörige Hafenstadt, über die viele Pilger zum Asklepieion reisten. Heute nutzen viele Touristen das idyllische Örtchen, das schier von Zitronen- und Orangenhainen umschlungen zu sein scheint, nicht selten als Übernachtungsort, um von hieraus Epidauros zu besuchen.

Auf der Halbinsel Nisi, welche die Bucht von Palea Epidavros in zwei Hälften teilt, sind noch deutliche Reste des antiken Ortes zu besichtigen. So finden sich oben auf dem Akropolishügel Reste einer imposanten Mauer, die wohl in byzantinischer Zeit zu einem Kastell gehörten, jedoch auf antiken Ursprung zur Ummauerung der Akropolis hinweisen. An der südwestlichen Ecke der Akropolis haben Archäologen die Reste eines kleinen Theaters mit etwa 15 in den Hang hineingeschlagenen Sitzreihen und den Fundamenten eines Bühnenhauses freigelegt, wobei bei den vorderen Sitzen noch die Rückenlehnen erhalten sind. Man vermutet, dass dieses Theater einem Dionysos-Heiligtum beigeordnet war. Ebenso wurden ausgedehnte antike Hausbauten auf dem Areal der Halbinsel aufgedeckt.

Dass der Ort bereits in mykenischer Zeit besiedelt war, beweisen mykenische Gräber, die in der Ortsmitte freigelegt werden konnten.

Reste von antiken Bauten sind am südwestlichen Ende der Halbinsel unter Wasser zu sehen. Etwas weiter südlich findet man in der Nähe des Ufers unter Wasser die Überreste eines römischen Gutshofes. In GoogleEarth sind außerdem sehr gut die von der Spitze dieser Halbinsel im Bogen nach Südosten führenden unter Wasser noch vorhandenen Reste einer großen Kaimauer zu sehen, durch die der südwestliche Teil der Bucht ehemals zu einem Hafen von beträchtlicher Größe ausgebaut war.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten