Hauptmenü öffnen

Otto Auerswald

Chefinspekteur der Transportpolizei und Generalmajor der Volkspolizei in der DDR

LebenBearbeiten

Otto Auerswald wurde im Erzgebirge als Sohn eines Heimarbeiters geboren. Er besuchte die Volksschule und nahm dann eine Lehre zum Schlosser auf. Anschließend arbeitete er zunächst als Fabrikarbeiter, eher er 1918 zum Militärdienst eingezogen wurde. 1920 trat er der KPD bei. Auerswald war 1920 am Kapp-Putsch beteiligt und wurde hierfür zu drei Monaten Haft verurteilt, welche jedoch amnestiert wurde. 1921 war er Teilnehmer am Mitteldeutschen Aufstand. Danach war er als Heimarbeiter, Korbmacher, Bauarbeiter und Tagelöhner tätig. 1924 wurde er politischer und Abwehr-Leiter des KPD-Unterbezirks Aue-Schwarzenberg. 1932 wurde er Verwalter des Sportheims des Zentralvereins für Arbeitersport. 1933 wurde er erneut inhaftiert und wegen Hochverrats und Sprengstoffverbrechen zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt, die er im Zuchthaus Waldheim absaß. 1941 wurde er zum zweiten Mal verhaftet und wegen Begünstigung von Kriegsgefangenen zu sechs Monaten Haft mit anschließender Schutzhaft (bis Anfang 1942) verurteilt. 1944 wurde er erneut verhaftet und kam in das KZ Sachsenhausen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war er ab Juni 1945 beim Aufbau der Polizei in Schwarzenberg/Erzgeb. beteiligt und wurde wenig später an das Landeskriminalamt nach Dresden beordert. Ab Ende 1945 war er Instrukteur der KPD-Bezirksleitung. 1946 wurde Auerswald Sekretär der SED-Kreisleitung in Zwickau und im folgenden Jahr Polizeipräsident in Zwickau im Rang eines VP-Inspekteurs. Von 1950 bis 1956 war er Leiter der Hauptabteilung Transportpolizei im Ministerium des Innern, ab 1954 als Chefinspekteur der VP, zuletzt als Generalmajor. Diese gehörte organisatorisch abwechselnd zum Ministerium für Staatssicherheit bzw. zum Ministerium des Innern der DDR. Mit 57 Jahren trat er 1957 in den Ruhestand, lebte zuletzt als Generalmajor a. D. in Berlin.[1] Seine Urne wurde in der Grabanlage Pergolenweg der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Berliner Zentralfriedhof Friedrichsfelde beigesetzt.[2]

Auszeichnungen und EhrungenBearbeiten

Vaterländischer Verdienstorden in Silber (1960)[3]

Von 1982 bis 1990 trug die Kampfgruppeneinheit des Bahnbetriebswerks Aue den Ehrennamen Otto Auerswald. Ferner trugen das Fußballstadion und eine Tanzgaststätte in Lauter seinen Namen. Ihm zu Ehren gab es zwei Jahrzehnte lang den Otto-Auerswald-Gedenklauf in der Erzgebirgsstadt Lauter.[4]

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Neues Deutschland vom 7. Oktober 1960
  2. http://sozialistenfriedhof.de/67.html?&L=0%20&type=1
  3. Neues Deutschland vom 7. Oktober 1960
  4. Die Volkspolizei (Zeitschrift) Nr. 4/1988