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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ostramondra
Ostramondra
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ostramondra hervorgehoben

Koordinaten: 51° 12′ N, 11° 20′ O

Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Sömmerda
Verwaltungs­gemeinschaft: Kölleda
Höhe: 187 m ü. NHN
Fläche: 18,44 km2
Einwohner: 474 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99636
Vorwahl: 036378
Kfz-Kennzeichen: SÖM
Gemeindeschlüssel: 16 0 68 041
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 1
99625 Kölleda
Website: www.ostramondra.de
Bürgermeister: Axel Thomas (parteilos)
Lage der Gemeinde Ostramondra im Landkreis Sömmerda
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Über dieses Bild

Ostramondra ist eine Gemeinde im Landkreis Sömmerda in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Kölleda an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Kölleda hat.

GeografieBearbeiten

Ostramondra liegt am Südrand der Finne zwischen Thüringer Pforte und dem nördlichsten Weinanbaugebiet Freyburg (Unstrut). Zu Ostramondra gehört der Ortsteil Rettgenstedt. Durch Ostramondra verläuft der Bach Schafau, in den der Litterbach von Norden kommend einmündet.

GeschichteBearbeiten

Erstmals wurde Ostramondra im Jahr 876 erwähnt. Der Ort gehörte zur Grafschaft Stolberg in Lehnschaft der Herzöge von Sachsen. Die Grafen von Stolberg belehnten Hans Knauth 1461 mit Rittergut, Ort und Gerichtsbarkeit. Die adlige Familie Knauth hatte Ostramondra bis 1596/1612 im Lehnsbesitz. Es folgten als Besitzer von Schloss und Rittergut die Tangels, ab 1708 Heinrich von Bünau, ab 1770 von Sperling, ab 1829 Schubert und zuletzt von Krosigk.

Im April 1945 besetzte die US-Armee den Ort. Auch das Schloss wurde besetzt und Karl-Dedo von Krosigk und dessen Schwester Elisabeth ausquartiert. Nachdem die Amerikaner Anfang Juli 1945 von der sowjetischen Besatzungsmacht abgelöst worden waren, wurden die Krosigks entschädigungslos enteignet.

Das Wasserschloss stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde nach 1829 ausgebaut. Das Rittergut umfasste 438 ha und besteht aus sehr großen und soliden Wirtschaftsgebäuden. Zur Zeit der DDR beherbergte es eine große Schafzucht. 2010 standen die Gebäude weitgehend leer. Das Schloss ist restauriert und befindet sich mit Park in Privatbesitz.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten 245 Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer aus der Russland, Polen, der Ukraine, Frankreich und Italien Zwangsarbeit verrichten: auf dem Rittergut und bei Bauern.[2]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Entwicklung der Einwohnerzahl:

  • 1994 – 632
  • 1995 – 627
  • 1996 – 623
  • 1997 – 616
  • 1998 – 614
  • 1999 – 615
  • 2000 – 613
  • 2001 – 610
  • 2002 – 608
  • 2003 – 594
  • 2004 – 591
  • 2005 – 574
  • 2006 – 581
  • 2007 – 588
  • 2008 – 575
  • 2009 – 582
  • 2010 – 581
  • 2011 – 533
  • 2012 – 528
  • 2013 – 503
  • 2014 – 497
  • 2015 – 478
  • 2016 – 463
  • 2017 – 471

Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat aus Ostramondra setzt sich aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

  • HV 1 Sitz
  • FFW 2 Sitze
  • Schützen 1 Sitz
  • Tanzgruppe 1 Sitz
  • Sportverein 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 26. Mai 2019)

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Grün schräg gekreuzt ein gestürztes goldenes Schwert und ein goldener Palmzweig, darüber eine silberne Lilie, darunter eine silberne Flachsblüte.“

VerkehrBearbeiten

Die Bundesstraße 176 führt durch den Ort. Die nördlich vorbeiführende Finnebahn Laucha–Kölleda, die an der Ostramondra einen Haltepunkt besaß, ist nicht mehr in Betrieb. Auf der stillgelegten Strecke verläuft heute der Finne-Wanderweg.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

MuseumBearbeiten

  • Heimatstube

DenkmälerBearbeiten

  • Grabmal des Gutsherrn und preußischen Generalmajors Dedo von Krosigk (1856–1924) unter einer Baumgruppe östlich des Gutsparks

PersönlichkeitenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 272.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ostramondra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien