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GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Ormesheim liegt im nördlichen Bliesgau im Saarpfalz-Kreis. Die Anbindung erfolgt über die L237 und die L107. Die Gemarkung, stark hügelig, trägt landwirtschaftlichen Charakter. Insgesamt verfügt Ormesheim über eine Gemarkungsfläche von 1.145 ha. Sie schlüsselt sich auf in 320 ha Forstwirtschaftsfläche, 722 ha landwirtschaftliche Nutzfläche. Der Rest entfällt auf die Ortslage, Wege, Gewässer usw. Der Anteil der Grenzertragsböden an der landwirtschaftlichen Nutzfläche beträgt 8,6 % oder 62 ha, so dass rund 660 ha landwirtschaftlich voll nutzbar sind.

KlimaBearbeiten

Das Klima ist atlantisch beeinflusst. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt 786 mm, die regenärmste Zeit liegt in den Frühjahrsmonaten. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 9° C. Das langjährige Temperaturmittel sinkt selbst im Januar nicht unter 0 °C. Die vorherrschende Windrichtung ist West bis Südwest. Das Bioklima ist reizmild bis reizschonend.

GeschichteBearbeiten

Am 1. Januar 1974 wurde Ormesheim in die neue Gemeinde Mandelbachtal eingegliedert.[1]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1939 1946 1951 1961 1970 1973 1985 1987 1989 1991 1992 1995 2000 2005 2011 2015
Einwohner 1437 1491 1631 2108 2342 2415 2553 2600 2614 2690 2750 2780 2843 2911 2832 2711

ReligionBearbeiten

Ormesheim ist größtenteils katholisch. Die Katholiken gehören zur Pfarrei Heiliger Jakobus Mandelbachtal, die dem Pfarrverband Blieskastel im Dekanat Saarpfalz zugeordnet ist, das wiederum Teil des Bistums Speyer ist.[2]

Die evangelischen Christen gehören zur protestantischen Kirchengemeinde Ensheim, die auch über eine Kirche in Ormesheim verfügt, in welcher mindestens einmal im Monat Gottesdienste stattfinden. Die evangelische Kirchengemeinde Ensheim gehört zum Kirchenbezirk Zweibrücken, das wiederum Teil der evangelischen Kirchengemeinde der Pfalz ist.

PolitikBearbeiten

OrtsvorsteherBearbeiten

  • 1974–1979: Alfred Mayer (CDU)
  • 1979–1989: Leo Wahrheit (CDU)
  • 1989–1998: Rainer Barth (SPD)
  • 1998–1999: Wolfgang Feix (SPD)
  • 1999–2009: Gerhard Niederländer (CDU)
  • 2009–2018: Rainer Barth (SPD)[3]
  • seit 2018 : Maria Vemeulen (SPD)

OrtsratBearbeiten

Von elf Sitzen im Ortsrat entfielen:[4]

  • 1974–1979: 7 CDU, 3 SPD, 1 FDP, 1 FWG
  • 1979–1984: 6 CDU, 3 SPD, 1 FDP, 1 FWG
  • 1984–1989: 5 CDU, 4 SPD, 1 FWG, 1 FDP
  • 1989–1994: 5 CDU, 5 SPD, 1 FWG
  • 1994–1999: 5 CDU, 5 SPD, 1 FWG
  • 1999–2004: 6 CDU, 4 SPD, 1 FWG
  • 2004–2009: 7 CDU, 3 SPD, 1 Bündnis 90/Die Grünen
  • 2009–2014: 5 CDU, 4 SPD, 1 FWG, 1 Bündnis 90/Die Grünen
  • seit 2014: 4 CDU, 6 SPD, 1 Bündnis 90/Die Grünen

Bürgermeister und Beigeordnete der Gemeinde Mandelbachtal aus OrmesheimBearbeiten

  • 1974–1984: Bürgermeister Theo Carlen (CDU)
  • 1984–1994: Bürgermeister Karlhans Rimlinger (Parteilos)
  • 1984–1989: Erster Beigeordneter Leo Wahrheit (CDU)
  • 1989–1994: Beigeordneter Franz Schnabel (Bündnis 90/Die Grünen)
  • 1994–1999: Beigeordneter Christoph Braunberger (Bündnis 90/Die Grünen)
  • 2004–2009: Beigeordneter Manfred Pfeiffer (CDU)
  • 2009–2014: Erster Beigeordneter Manfred Pfeiffer (CDU)

Bundes- und Landespolitiker aus OrmesheimBearbeiten

  • Albrecht Feibel (CDU) (1940–2011), von 1990 bis 1999 Mitglied des Landtages des Saarlandes und von 1999 bis 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Stephan Toscani (CDU), seit 1999 Mitglied des Landtages des Saarlandes, war von 2009 bis 2012 Minister für Inneres und Europaangelegenheiten, von 2012 bis 2018 Minister für Finanzen und Europaangelegenheiten und ist seit 2018 Präsident des Saarländischen Landtages.
  • Peter Hauptmann (FDP), von 2009 bis 2012 Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Strudelpeterkapelle

BauwerkeBearbeiten

Kurz vor dem Ort, aus Richtung Saarbrücken kommend, an der Abzweigung nach Ensheim, steht auf Ensheimer Gemarkung die Gassenmühle. Die Gassenmühle ist eine alte Bannmühle des Klosters Wadgassen. Zwischen 300 und 400 Jahre alt hatte sie einst den Zweck, den Ensheimer Bürgern als Mühle zu dienen. In Ormesheim selbst finden sich einige schöne alte Häuser und verschiedene Wegekreuze aus dem 18. Jahrhundert, zum Beispiel an der kleinen Marienkapelle, der sogenannte „Strudelpeter-Kapelle“ (1730), zu der man in den Ort einbiegen muss und dann nach Süden in die Höhe, Richtung Bliesmengen-Bolchen fährt. In der Denkmalliste des Saarlandes ist die Kapelle als Einzeldenkmal aufgeführt[5].

In der Ortsmitte steht die denkmalgeschützte[5] katholische Pfarrkirche St. Mauritius, die 1932 nach Plänen von Professor Albert Boßlet (1880–1957) im neoromanischen Stil erbaut wurde. Das Kirchengebäude ist über den Fundamenten eines Vorgängerbaues aus dem 14. Jahrhundert errichtet[6].

Ebenfalls sehenswert: Die Neumühle mit dem sogenannten „Sulgerhof“ (1563), dem ehemaligen Amtssitz des kurtrierischen Amtmanns Sulger. Reste aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts sind erhalten. Ebenfalls von Interesse ist der Ponsheimer Hof aus dem 19. Jahrhundert. Früher lag an gleicher Stelle der inzwischen untergegangene Ort Ponsheim (Grabfunde aus dem 7. Jahrhundert).

Weitere Sehenswürdigkeiten: Der Heidenkopfturm, ein 12 m[7] hoher Aussichtsturm am Heidenkopf im Kirchenwald, das Naturfreundehaus am Koppelwald, das Kulturlandschaftszentrum Lochfeld (auf der Gemarkung Wittersheim), der Optische Telegraf (auf der Gemarkung Bebelsheim) und die Naturbühne Gräfinthal (auf der Gemarkung Bliesmengen-Bolchen).

SportBearbeiten

Fußballplatz, Tennisplätze, Bogensportclub, Schützenhaus, Hundeschule, Trimmpfad, Nordic-Walking-Park, Sporthalle, vier Reiterhöfe (Ponsheimer Hof, Hunacker Hof, Felsenhof und Hof Niederländer), NaturaTrail, Kneipp-Rundweg, Bundeskegelbahn

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Saarland Trofeo: Die Gemeinde Mandelbachtal ist regelmäßig einer der Durchfahrtsorte des jährlich stattfindenden Junioren-Weltcup-Radrennens.
  • Mandelbachtaler Wochenmarkt (jeden Dienstag auf dem Theo-Carlen-Platz)
  • Ormesheimer Sommergartenfest (im Juli)
  • Ormesheimer Kerb: Der Kirmessonntag liegt in der Zeit vom 6. bis zum 12. November.

Biosphärenfest 2015Bearbeiten

Am Sonntag, 6. September 2015, war Ormesheim Gastgeber des Biosphärenfestes 2015 des UNESCO-Biosphärenreservates Bliesgau, das turnusmäßig jedes Jahr in einem anderen Bliesgauort stattfindet und das mit rund 10.000 Besuchern das größte Fest war, das jemals in dem kleinen Ort gefeiert worden ist.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Ormesheim ist eine ausgesprochene Wohn- und Pendlergemeinde. Die meisten Berufstätigen arbeiten als Auspendler im Raum Saarbrücken.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Rathaus, Freiwillige Ganztagsgrundschule „Theo-Carlen-Schule“, Kindertagesstätte, Festhalle „Niederländer“, Dorfgemeinschaftshaus, Volkshochschule, Friedhof, Einsegnungshalle, Festplatz, Katholische Kirche, Evangelisches Gemeindehaus, Jugendclub(seit Januar 2006 wieder neu eröffnet), Polizei, DRK-Heim, Feuerwehrhaus, Sportheim, Katholisches Jugendheim, Musikschule, Webradio Ormesheim.

LiteraturBearbeiten

  • Verein für Heimatkunde Ormesheim e.V. (Hrsg.): Ormesheim seine Einwohner ab dem 17. Jahrhundert. B. Faber, Mandelbachtal 2008.
  • Verkehrsverein Mandelbachtal e.V. (Hrsg.): Trutzig und stolz: Die Kath. Kirche St. Mauritius Ormesheim. B. Faber Mandelbachtal-Ormesheim 2009.
  • Verkehrsverein Mandelbachtal e.V. (Hrsg.): Zentrum des Glaubens: Die Protestantische Kreuzkirche in Ormesheim. B. Faber Mandelbachtal-Ormesheim 2009.
  • Verkehrsverein Mandelbachtal e.V. (Hrsg.): Mandelbachtaler Legenden 3: Die Legende vom Strudelpeter. B. Faber 2010.
  • Verkehrsverein Mandelbachtal e.V. (Hrsg.): Drei-Wälder-Tour: Kneipprundwanderweg Ormesheim B. Faber 2014.
  • Verkehrsverein Mandelbachtal e.V. (Hrsg.): Mandelbachtaler Legenden 6: Die Mühle auf dem Berg B. Faber 2015.
  • Verkehrsverein Mandelbachtal e.V. (Hrsg.): Von Natur aus schön: Mandelbachtal – Die Gemeinde mit Weitblick B. Faber 2015

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 809.
  2. Die Pfarrei Ormesheim im Portal des Bistums Speyer (Memento des Originals vom 8. Februar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/cms.bistum-speyer.de
  3. Ortsvorsteher Gemeinde Mandelbachtal (Memento des Originals vom 18. Dezember 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mbt-neu.saar-new-media.com (PDF; 176 kB), Auf: www.mandelbachtal.de, abgerufen am 27. Juni 2012
  4. Ortsräte Mandelbachtal (PDF; 263 kB), Auf: www.mandelbachtal.de, abgerufen am 27. Juni 2012
  5. a b Denkmalliste des Saarlandes, Teildenkmalliste Saarpfalz-Kreis (PDF; 1,2 MB), abgerufen am 27. Juni 2012
  6. http://www.mbt-neu.alpha361.server4you.de/upload/Kirche_St%20%20Mauritius_Ormesheim.pdf (Link nicht abrufbar)
  7. Heidenkopfturm auf saarpfalz-touristik.de