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Nord-Kivu

Provinz der Demokratischen Republik Kongo

Nord-Kivu (deutsch auch Nordkivu) ist eine Provinz der Demokratischen Republik Kongo mit etwa 6,6 Millionen Einwohnern (Stand 2015).[1][2] Ihre Hauptstadt ist Goma.

Nord-Kivu
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Über dieses Bild
Land Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Demokratische Republik Kongo
Provinzhauptstadt Goma
Gouverneur Carly Nzanzu Kasivita
Nationalsprache Kiswahili
Fläche 59.483 km²
Einwohnerzahl 6.655.000 (Berechnung 2015)
Bevölkerungsdichte 111,9
ISO 3166-2 CD-NK

GeographieBearbeiten

 
Landschaft in Nord-Kivu

Die Provinz liegt im Osten des Landes und grenzt im Süden an die Provinz Sud-Kivu, im Südwesten an Maniema, im Nordwesten an Tshopo, im Norden an Ituri und im Osten mit den gemeinsamen Virunga-Vulkanen an die Nachbarländer Ruanda und Uganda. In diesem Berggebiet liegen jeweils Nationalparks – im Kongo der Nationalpark Virunga.

GeschichteBearbeiten

Die Provinz entstand 1988 bei der Aufteilung der ehemaligen Provinz Kivu. Von 2006 bis 2009 wurde in Nord-Kivu der dritte Kongokrieg zwischen den Rebellengruppen unter Laurent Nkunda und den Regierungstruppen ausgetragen.

In der Provinz herrscht Flucht und Vertreibung. Im Juni 2009 waren 300.000 Menschen auf der Flucht. Hilfsorganisationen wie Oxfam kritisierten die geringe internationale Wahrnehmung des Konflikts.[3]

Seit 2018 grassiert im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo eine Ebola-Epidemie. Mit Stand 11. Juni 2019 gab es im Zuge dieser Epidemie in Nord-Kivu über 1800 dokumentierte Krankheits- und 1287 Todesfälle.[4]

Von 2007 bis 2019 war Julien Paluku Kahongya der Gouverneur der Provinz, nach der Wahl am 30. Mai 2019 und der kommissarischen Regierung von Feller Lutayichirwa übernahm am 28. Juni Carly Nzanzu Kasivita die Geschäfte.[5]

TerritorienBearbeiten

Dörfer und Städte in Nord-KivuBearbeiten

 
Nördlicher Kivusee mit der Hauptstadt Goma im Hintergrund

QuellenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Nord-Kivu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien