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Niederes Gesenke

Bergland im Osten der Tschechischen Republik

Das Niedere Gesenke (auch Mährisches Gesenke sowie Niederes Gesenk, tschechisch Nízký Jeseník) ist ein Bergland im Osten der Tschechischen Republik. Es bildet den südöstlichen Ausläufer der Sudeten.

Niederes Gesenke
Typische Landschaft des Niederen Gesenke bei Mährisch-Kotzendorf vom Uhlířský vrch

Typische Landschaft des Niederen Gesenke bei Mährisch-Kotzendorf vom Uhlířský vrch

Höchster Gipfel Slunečná (Sonnenberg) (800 m n.m.)
Lage Tschechische Republik
Teil der Ostsudeten
Niederes Gesenke (Tschechien)
Niederes Gesenke
Koordinaten 49° 45′ N, 17° 35′ OKoordinaten: 49° 45′ N, 17° 35′ O

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

 
Das Niedere Gesenke innerhalb der Geomorphologischen Einteilung Tschechiens

Das Bergland befindet sich im Norden Mährens und im Süden Mährisch-Schlesiens. Es schließt sich an den östlichen Teil des auch als Hohes Gesenke bezeichneten Altvatergebirges an und erstreckt sich zwischen dem nördlich gelegenen Schlesischen Tiefland und der Obermährischen Talsenke im Süden. Gegen Nordosten erstreckt sich das Zuckmanteler Bergland. Im Osten geht es in die Mährische Pforte und das Ostrauer Becken über. Es wird in etwa begrenzt durch die Linien zwischen den Städten Olomouc, Ostrava, Krnov und Uničov.

Das Niedere Gesenke erstreckt sich in Mähren und in Mährisch-Schlesien, im Moravskoslezský kraj und im Olomoucký kraj (in den Bezirken Okres Bruntál, Okres Nový Jičín, Okres Olomouc, Okres Opava, Okres Ostrava-město sowie Okres Přerov).

HöheBearbeiten

Die Meereshöhe des Berglands beträgt zwischen 400 und 600 m. Der höchste Gipfel Slunečná (Sonnenberg) im Westen erreicht 800 m Nach Osten nimmt die Höhe bis auf ca. 350 m ab. Weitere Gipfel sind: Fidlův kopec (Friedlhübl, 680 m), Strážná (641 m), Vrchy (540 m), Hůrka (530 m).

GeologieBearbeiten

 
Detailaufnahmen einer karbonischen Grauwacke-Tonschiefer-Wechselfolge im auflässigen alten Steinbruch von Výkleky im äußersten Süden des Niederen Gesenkes

Das Niedere Gesenke ist ein Bergland mit Relikten vulkanischer Tätigkeit. Der überweigende Teil der dort ausbeißenden Gesteine sind Sedimentgesteine des Kulm, die hervorgegangen sind aus älteren Vorgängersedimenten und Vulkaniten, die durch intensiven Vulkanismus am devonischen Meer entstanden. Im Tertiär wurde aufgrund der orogenen Prozesse das Niedere Gesenke herausgehoben, während das Obermährische Becken und der Glatzer Kessel abgesenkt wurden. Die entstehenden Bruchlinien der Erdkruste ermöglichten vulkanische Aktivität und so bildeten sich die kleinsten Vulkane Tschechiens:

Die letzteren zwei Vulkane waren noch im frühen Quartär aktiv.

Das Gebiet war bekannt für den Erzbergbau von Bunt- und Edelmetallen.

Landschaftliche GliederungBearbeiten

Das Niedere Gesenke gliedert sich in die geomorphologischen Einheiten Brantická vrchovina, Bruntálská vrchovina, Domašovská vrchovina, Oderské vrchy (Oderbergland), Slunečná vrchovina (Sonneberger Hügelland), Stěbořická pahorkatina (Stiebrowitzer Hügelland), Vítkovská vrchovina (Wigstadtler Berge) und Tršická pahorkatina ( Trschitzer Hügelland).

GewässerBearbeiten

Das Niedere Gesenke wird von der Oder (Nebenflüsse: Moravice, Oppa) und der March (Nebenflüsse: Oskava (Oskawa), Sitka, Bystřice (Feistritz))entwässert und bildet damit einen Teil der Europäischen Wasserscheide. Ferner existieren zudem zwei Trinkwasser-Talsperren Slezská Harta und Kružberk.

LiteraturBearbeiten

  • Jaroslav Vlach. Nízký Jeseník a přilehlé oblasti. STN, Praha 1958.
  • Jaroslav Vlach. Nízký Jeseník a Oderské vrchy. Olympia, Praha 1968.
  • Martin Janoška. Nízký Jeseník očima geologa. Univerzita Palackého, Olomouc 2002.
  • Do nitra Askiburgionu. Bruntálský slovník naučný: encyklopedie Nízkého Jeseníku. Bruntál : Moravská expedice, 2004.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Niederes Gesenke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien