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Nassig

Ortschaft von Wertheim, Baden-Württemberg, Deutschland

Der Ort Nassig liegt im Nordosten des Bundeslandes Baden-Württemberg und ist seit 1972 ein Teil der Großen Kreisstadt Wertheim. Die Einwohnerzahl beläuft sich auf ca. 1300 Einwohner.

Nassig
Stadt Wertheim
Wappen von Nassig
Koordinaten: 49° 44′ 10″ N, 9° 27′ 8″ O
Höhe: 315 m
Einwohner: 1301 (31. Dez. 2017)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 97877
Vorwahl: 09342

GeographieBearbeiten

f1  Karte mit allen Koordinaten der Wohnplätze auf der Gemarkung von Nassig: OSM

Auf der Gemarkung der ehemaligen Gemeinde Nassig liegen die Dörfer Nassig () und Ödengesäß (), der Wohnplatz Ödengesäßer Hof () sowie die Weiler Im Tal (Im Loch) () und Steingasse (). Die an Nassig angrenzenden Orte sind unter anderem Reicholzheim, Vockenrot, Grünenwört, Sonderriet, Sachsenhausen (alle zu Wertheim gehörend) und Wessental (gehört zu Freudenberg).

GeschichteBearbeiten

Die Ortschaft Nassig wurde im Jahr 1218 das erste Mal urkundlich erwähnt. Allerdings zeigen Waffen und Werkzeugfunde, dass im heutigen Gebiet von Nassig bereits vor Christi Geburt Menschen lebten. Der Name der Ortschaft veränderte sich im Laufe der Ortsgeschichte mehrfach. Ursprünglich trug die Ortschaft den Namen Nazza. Weitere Namensentwicklungen führten über Nazzahe, Netzach, Nassawe und Nassach zum Namen Nassag (im 18. Jahrhundert) der sich später zum heutigen Namen Nassig wandelte.[2]

Die letzten Kriegstage des Zweiten Weltkriegs trafen die Ortschaft sehr. Beim Angriff alliierter Truppen wurden Schule, Kirche sowie 28 Wohnhäuser und 64 Scheunen zerstört. Zahlreiche Soldaten ließen ihr Leben.

Am 1. Januar 1972 wurde Nassig in die Stadt Wertheim eingegliedert.[3]

ReligionBearbeiten

 
Die Auferstehungskirche in Nassig

Mit der Auferstehungskirche gibt es in Nassig eine evangelische Kirchengemeinde mit vier kleinen Diasporadörfer, in denen jedoch keine Gemeindeveranstaltungen stattfinden. Neben einem Gemeindehaus betreibt die Gemeinde auch einen evangelischen Kindergarten.[4][5] Am 14. Februar 2016 übertrug das ZDF aus der Auferstehungskirche live einen Fernsehgottesdienst.[6][7]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Bauwerke und BaudenkmaleBearbeiten

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Eine große Attraktion ist in Nassig das Westernfest in Nassig Forest mit verschiedenen Veranstaltungen. So spielte dort beispielsweise im Jahr 2006 die Band Truck Stop.

VerkehrBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Nassig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Aufgliederung der Einwohnerzahlen der Stadt Wertheim einschließlich Teilorte. (PDF) Stadt Wertheim, abgerufen am 4. September 2018 (über: Zahlen, Daten, Fakten/).
  2. Geschichtliches über den Ort Nassig (abgerufen am 13. Dezember 2009)
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 480.
  4. Kirchenbezirk Wertheim: Evangelische Kirchengemeinde Nassig. Online auf kirchenbez-wertheim.de, abgerufen am 14. Februar 2016.
  5. Evangelische Kirchengemeinde Nassig: Unsere Gemeinde. Online auf kirchengemeinde-nassig.de, abgerufen am 14. Februar 2016.
  6. Rundfunk.Evangelisch.de: Nassig: Großes Herz. ZDF-Gottesdienst. Beginn der Fastenaktion "7 Wochen ohne" (Memento des Originals vom 14. Februar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/rundfunk.evangelisch.de. Online auf rundfunk.evangelisch.de, abgerufen am 14. Februar 2016.
  7. Fränkische Nachrichten: ZDF-Fernsehgottesdienst: Live-Übertragung aus Nassiger Kirche. 13. Februar 2016, online auf fnweb.de, abgerufen am 14. Februar 2016.