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Nakajima Atsushi

japanischer Schriftsteller
Nakajima Atsushi.

Nakajima Atsushi (jap. 中島 敦; * 5. Mai 1909 in Yotsuya; † 4. Dezember 1942) war ein japanischer Schriftsteller.

LebenBearbeiten

Nakajima studierte nach dem Besuch der Oberschule von 1930 bis 1934 japanische Literatur an der Universität Tokio. Danach unterrichtete er bis 1941 an der Women's High School in Yokohama. In dieser Zeit debütierte er als Schriftsteller mit der Erzählung Toragari, die er 1934 zu einem Wettbewerb für junge Autoren der Zeitschrift Chūō Kōron einreichte.

Ab 1941 lebte Nakajima auf den Palauinseln und unterrichtete dort die Kinder der Angehörigen der japanischen Okkupationsverwaltung. Hier vollendete er die Novelle Tsushitara no shi über das Leben von Robert Louis Stevenson. Seine Erzählung Hikari to kaze to yume wurde für den Akutagawa-Preis nominiert.

Im März 1942 kehrte Nakajima, der zeitlebens an Asthma litt, aus gesundheitlichen Gründen nach Japan zurück, um sich dort ganz dem Schreiben zu widmen. Er starb jedoch im gleichen Jahr an den Folgen seiner Krankheit. Er hinterließ nur ein schmales schriftstellerisches Werk, das aus einigen Kurzgeschichten und Erzählungen sowie einer biographischen Schrift über das Leben Stevensons auf Samoa (Riryō, erschienen 1943) besteht.

Als einer der ersten japanischen Schriftsteller rezipierte Nakajima das Werk Franz Kafkas, wie seine von dessen Die Verwandlung beeinflusste Erzählung Rōshitsuki (erschienen 1942) belegt. Die Ausgabe seiner Gesamtwerke Nakajima Atsuji zenshū wurde 1949 mit dem Mainichi-Kulturpreis ausgezeichnet.

LiteraturBearbeiten

QuellenBearbeiten

  Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Nakajima der Familienname, Atsushi der Vorname.