Mokřiny (Aš)

Mokřiny (deutsch Nassengrub) ist ein Ortsteil der Stadt in Tschechien.

Mokřiny
Mokřiny führt kein Wappen
Mokřiny (Aš) (Tschechien)
(50° 12′ 23″ N, 12° 12′ 31″O)
Basisdaten
Staat: TschechienTschechien Tschechien
Region: Karlovarský kraj
Bezirk: Cheb
Gemeinde:
Fläche: 341 ha
Geographische Lage: 50° 12′ N, 12° 13′ OKoordinaten: 50° 12′ 23″ N, 12° 12′ 31″ O
Höhe: 640 m n.m.
Einwohner: 557 (2011[1])
Postleitzahl: 352 01
Kfz-Kennzeichen: K
Verkehr
Straße: Hazlov

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Mokřiny befindet sich drei Kilometer südöstlich des Stadtzentrums von Aš am südlichen Fuße des Skřivánčí vrch (Lerchenberg, 736 m).

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbarorte sind Vernéřov und Dolní Paseky im Nordosten, auf sächsischer Seite, Hohendorf und Sorge im Osten, wieder auf tschechischer Seite Nebesa im Südosten, Nový Žďár im Süden, und, auf bayerischer Seite, Mühlbach und Neuenbrand im Südwesten, Wildenau und Lauterbach im Westen sowie, wieder auf tschechischer Seite, , in welches Mokřiny eingemeindet ist, im Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde 1413 erstmals urkundlich erwähnt, als ihn die Familie von Neuberg der Familie von Zedtwitz verkaufte.

Nach der Schlacht bei Himmelreich am 8. Mai 1759 im Siebenjährigen Krieg wurden in Nassengrub Soldatengräber ausgehoben, die nach dem Winter des nächsten Jahres eine Epidemie auslösten.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Nassengrub ab 1850 einen Ortsteil der Gemeinde Wernersreuth im Gerichtsbezirk Asch bzw. Bezirk Asch. Am 22. März 1874 löste sich Nassengrub los und wurde eine eigene Gemeinde. Danach profitierte die Gemeinde vom industriellen Aufschwung der Stadt Asch und wandelte sich zu einem Vorort von Asch.

1939 zählte Nassengrub 1816 Einwohner. Zwischen 1938 und 1945 war die Gemeinde Teil des Landkreises Asch[2]. 1948 erfolgte die Eingemeindung von Neuenbrand und im selben Jahre die Umbenennung in Mokřiny[3]. Nach der Aufhebung des Okres Aš kam die Gemeinde Ende 1960 zum Okres Cheb. Mit Beginn des Jahres 1976 wurde Mokřiny nach Aš eingemeindet. Beim Zensus von 2001 wurden 155 Wohnhäuser und 530 Einwohner gezählt.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohnerzahl[1]
1869 393
1880 387
1890 402
1900 783
1910 1287
Jahr Einwohnerzahl
1921 1142
1930 1726
1950 676
1961 707
1970 624
Jahr Einwohnerzahl
1980 541
1991 479
2001 530
2011 557

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Katholische Karl-Borromäus-Kirche
  • Evangelische Kirche, erbaut 1913–1914 als Kaiser-Franz-Josef-Jubiläumskirche nach Plänen des Architekten Otto Bartning, seit der Zerstörung der Dreifaltigkeitskirche in Aš durch einen Brand im Jahre 1960 dient sie als evangelische Stadtkirche
  • Katholische Karl-Borromäus-Kirche, errichtet 1912 vom Warnsdorfer Baumeister Anton Möller (1864–1927) im Sezessionsstil
  • Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges vor der evangelischen Kirche, errichtet 1924

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Karl Fritzsch (1903–1945), SS-Hauptsturmführer und Schutzhaftlagerführer im KZ Auschwitz I (Stammlager)

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Mokřiny – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Historický lexikon obcí České republiky - 1869-2015. Český statistický úřad, 18. Dezember 2015, abgerufen am 5. Februar 2016 (tschechisch).
  2. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Asch. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  3. http://www.zakonyprolidi.cz/cs/1949-22