Milton M. Gordon

US-amerikanischer Soziologe

Milton Myron Gordon (* 3. Oktober 1918 in Gardiner, Maine) ist ein US-amerikanischer Soziologe. Er lehrte als Professor an der University of Massachusetts in Amherst.[1] Sein Hauptarbeitsgebiet war die Migrationssoziologie. 1947 führte er mit einem Zeitschriftenaufsatz[2] den Begriff Subkultur in die soziologische Fachdiskussion ein.[3]

Gordons Eltern waren jüdische Einwanderer aus Russland. Nach ihrer Scheidung zog er im Alter von 13 Jahren mit seiner Mutter nach Portland (Maine). Nach dem Besuch des Bowdoin College studierte er ab 1939 an der Columbia University. Zu seinen akademischen Lehrern zählten Theodore Abel, Robert MacIver, Robert Staughton Lynd, Ralph Linton und Ruth Benedict. 1940 legte er dort das Master-Examen ab, 1950 wurde er zum Ph.D. promoviert. Nach Lehrtätigkeit als Assistenzprofessor an verschiedenen amerikanischen Hochschulen ging Gordon 1961 als Professor an die University of Massachusetts in Amherst. 1986 wurde er emeritiert.[4]

SchriftenBearbeiten

  • The scope of sociology. Oxford University Press, New York 1988, ISBN 0195053036.
  • Human nature, class, and ethnicity. Oxford University Press, New York 1978, ISBN 019502236X.
  • Assimilation in American life. The role of race, religion, and national origins. Oxford University Press, New York 1964.
  • Social class in American sociology. Duke University Press, Durham (North Carolina) 1958.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Angaben beruhen, wenn nicht anders belegt, auf: Gordon, Milton Myron 1918-, encyclopedia.com.
  2. Milton M. Gordon: The Concept of the Sub-Culture and Its Application. In: Social Forces Vol. 26, No. 1 (Oktober 1947), S. 40–42.
  3. Bodo Mrozek, Subkultur und Cultural Studies. Ein kulturwissenschaflicher Begriff in zeithistorischer Perspektive. In: Ders. und Alexa Geisthövel (Hrsg.), Popgeschichte. Band 1: Konzepte und Methoden, trancript, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-8376-2528-8, S. 101–126, hier S. 104.
  4. Milton Myron Gordon Biography, BookRags.