Hauptmenü öffnen

Militärflugplatz Volkel

Flughafen in Niederlande

Die Vliegbasis Volkel ist ein Militärflugplatz der niederländischen Luftstreitkräfte. Die Basis liegt in der Provinz Nordbrabant auf dem Gebiet der Gemeinde Volkel östlich der Stadt Uden. Sie dient den niederländischen Streitkräften (KLu) insbesondere als einer von zwei Kampfflugzeugstützpunkten.

Vliegbasis Volkel
F16-Hangar.jpg
Kenndaten
ICAO-Code EHVK
Koordinaten

51° 39′ 26″ N, 5° 41′ 27″ OKoordinaten: 51° 39′ 26″ N, 5° 41′ 27″ O

22 m (72 ft) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 5 km östlich von Uden
Straße 6 km zur A 50
Basisdaten
Eröffnung 1943
Betreiber niederländische Luftstreitkräfte
Start- und Landebahnen
06L/24R 3024 m × 45 m Asphalt
06R/24L 3027 m × 23 m Asphalt

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Nach der Besetzung der Niederlande durch die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 begann die Luftwaffe mit dem Bau eines Ausweichplatzes für Jagdflugzeuge. Im weiteren Verlauf des Zweiten Weltkrieges erweiterte die Luftwaffe 1943 den Flugplatz in einen vollwertigen Fliegerhorst. Volkel war unter anderem Basis der V. Zerstörergruppe mit Ju 88 und der III. Gruppe des Jagdgeschwaders 1 (III./JG 1) mit Bf-109G (Winter 1943/44). Der Platz wurde nach der alliierten Invasion in der Normandie im Sommer 1944 vermehrt von den Alliierten bombardiert. Ende August 1944 kam für einige Tage auch die Ar 234 V7, der Prototyp eines jetgetriebenen Bombers, zum Einsatz und V1-Marschflugkörper wurden ebenfalls von Volkel gestartet. Anfang September nutzten dann noch Ju 188E der I. Gruppe des Kampfgeschwaders 6 (I./KG 6) sowie Me 262A der I. Gruppe des Kampfgeschwaders 51 (I./KG 51) den Fliegerhorst Volkel. Heftige Luftangriffe im Zusammenhang mit der Operation Market Garden beendeten die Nutzung durch die Luftwaffe.

Nach Befreiung der Gegend durch die Westalliierten nutzte die britische Royal Air Force (RAF) Airfield B.80, so die alliierte Codebezeichnung Volkels, zwischen Herbst 1944 und Frühjahr 1945 insbesondere als Basis von Jagdbombergeschwadern der Typen Typhoon 1B (121. Wing) und Tempest V (122. Wing). Kommodore des 122. Geschwader war Pierre Clostermann. Die Basis, genauer gesagt der zirka 12 km weiter südlich östlich Gemerts im Juni 1944 durch die Luftwaffe angelegte Außenlandeplatz "Rips" (Airfield B.84) wurde im Oktober 1944 auch von kanadischen Spitfires des 126. Wing genutzt. Zwischen April und November 1945 lagen hier Mosquitos des 136. Wing, eine der beiden Staffeln war ebenfalls eine der Kanadier.

Die Basis wurde ab 1949 von den niederländischen Marinefliegern genutzt, die die Einrichtung aber bereits im folgenden Jahre an die Koninklijke Luchtmacht übergab. Infolge des begonnenen Kalten Krieges wurde die Basis zu einer vollwertigen Kampfflugzeugbasis ausgebaut. Das erste stationierte Einsatzmuster war Anfang der 1950er Jahre die britische Gloster Meteor.

Anschließend kamen ausschließlich amerikanische Flugzeugtypen zum Einsatz, dies waren zunächst vier Staffeln F-84E/G/F Thunderjet/Thunderstreak (1951 bis 1965) und später drei Staffeln der überschallschnellen F/RF/TF-104G Starfighter (1962 bis 1984). Hinzu kamen T/RT-33A von 1952 bis 1972.

Wie auf anderen NATO-Basen auch wurden in den 1970er Jahren 32 Hardened Aircraft Shelter (HAS) errichtet. Der Zulauf des heute noch geflogenen und zwischenzeitlich modernisierten Einsatzmusters Lockheed Martin F-16A/B erfolgte zwischen 1982 und 1984.

NutzungBearbeiten

Die Basis wird zurzeit (2014) von folgenden fliegenden Staffeln genutzt:

  • 312. und 316. Squadron, ausgerüstet mit Mehrzweckkampfflugzeugen Lockheed Martin F-16A/B MLU (ab 1982, damals bei der inzwischen aufgelösten 311. Squadron).

Hinzu kommen weitere nichtfliegende Verbände.

Volkel soll nach Leeuwarden die zweite Basis für die niederländischen F-35A werden.

Die USA lagern dort taktische Atombomben vom Typ B61.[1][2]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Volkel Air Base – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.bbc.com/news/world-europe-22840880
  2. Ben Riley-Smith: European sites where US nuclear weapons held inadvertently revealed in Nato-linked document. In: The Telegraph. 16. Juli 2019, ISSN 0307-1235 (telegraph.co.uk [abgerufen am 17. Juli 2019]).