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Leben und WirkenBearbeiten

Coulter begann noch während seiner Highschoolzeit seine ersten Berufserfahrungen bei einer kleinen Produktionsfirma zu sammeln, die sich auf die Herstellung von Dokumentarfilmen spezialisiert hat. Mit 17 Jahren startete er seine erste Profitätigkeit beim Film als Editor bei dem 1969 entstandenen Werbestreifen „Learning Space“. Mit 18 erhielt er seine erste Kameraassistenz bei den Dokumentarfilmen „A Line for All Seasons“, „Look to the Sea“ und „Settled Out of Court: Children’s Hearings in Scotland“. Als 20-Jähriger konnte Coulter erstmals als Kameramann arbeiten, zunächst beim Dokumentar- (16 mm) und Werbefilmen (z. B. für das Produkt 'Kleenex').

1979 startete der Schotte seine Spielfilmkarriere als Kameraassistent, zunächst (bis 1981) in Frankreich: „Death Watch - der gekaufte Tod“, „Ferien für eine Woche“, Der Saustall, Der Maulwurf. 1982 kehrte er für die kauzige Komödie Local Hero in die schottische Heimat zurück und drehte 1987 in Irland die James Joyce-Adaption "The Dead", John Hustons Abschiedswerk.

In diesen Jahren konnte Coulter gelegentlich auch als Chefkameramann Arbeit finden, allerdings vorerst nur bei britischen Low-Budget-Filmen. Nach Jahren der Arbeit an unprätentiösen Independent- und Billigproduktionen stieg Coulter zwischen 1993 und 2003 mit drei extrem erfolgreichen Londoner Großstadtkomödien zum Starkameramann auf. Seine Arbeiten an Vier Hochzeiten und ein Todesfall, Notting Hill und Tatsächlich… Liebe – allesamt Komödien mit Hugh Grant in einer Hauptrolle – ließen Coulter zum Spezialisten werden, wenn es galt, die britische Hauptstadt ins optimale (romantische) Licht zu setzen. Darüber hinaus fand in der Fachwelt vor allem seine Bildgestaltung von Ang Lees Jane Austen-Verfilmung Sinn und Sinnlichkeit, eine weitere Topproduktion mit Grant in der männlichen Hauptrolle, größte Anerkennung und brachte ihm mehrere Filmpreisnominierungen (darunter eine für den Oscar) ein.

Michael Coulter hat seit 1974 auch Fernsehfilme fotografiert, darunter Mitte der 70er Jahre die Langzeitdokumentation „The Long Sprint“.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

AnmerkungBearbeiten

  1. zweiter Vorname und präzise Geburtsdaten lt. Filmarchiv Kay Weniger

WeblinksBearbeiten