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Vito
Citan

Mercedes-Benz Vans ist das Geschäftsfeld der Daimler AG für die Vans der Marke Mercedes-Benz. Im Daimler-Vorstand ist Personalvorstand Wilfried Porth für das Geschäftsfeld verantwortlich. Die Produktpalette umfasst den Hochdachkombi Citan, die Kleintransporter Vito und Sprinter, die Großraumlimousine V-Klasse sowie den Pickup X-Klasse. Am 6. Februar 2019 wurde auf der Jahrespressekonferenz der Daimler AG für das Jahr 2018 eine Zahl von 421.401 verkauften Fahrzeugen angegeben.[1]

WerkeBearbeiten

Mercedes-Benz Werk DüsseldorfBearbeiten

Das Werk in Düsseldorf-Derendorf produziert Transporter der Daimler-Marken Mercedes-Benz und Freightliner. 1958/59 übernahm die damalige Daimler-Benz AG die Auto Union, zu der auch das Werk Düsseldorf gehörte. Anfang der 1950er Jahre konnte das ehemalige Werk II von Rheinmetall aus den 1890er Jahren, nach dem Zweiten Weltkrieg als Rüstungsbetrieb zur Demontage vorgesehen[2], von der Auto Union zunächst mit einem Pachtvertrag genutzt und später ganz übernommen werden. 1964 verkaufte Daimler-Benz die Auto Union an Volkswagen, wobei die Werke Düsseldorf und Vitoria bei Daimler-Benz verblieben. Das Werk prägte den inoffiziellen Namen „Düsseldorfer Transporter“ oder auch DüDo für den dort gefertigten Mercedes-Benz T2.

Jahr
(31.12.)
Mitarbeiter
2016[3] 6.469
2017[4] 6.638

Zurzeit werden in Düsseldorf die Fahrzeuge Mercedes-Benz Sprinter und Freightliner Sprinter gebaut. Die offenen Baumuster des Sprinters – Pritschenwagen mit Einfach- oder Doppelkabine und Fahrgestelle für Aufbauhersteller – werden bei der Mercedes-Benz Ludwigsfelde GmbH gebaut.

Zum Ende des Jahres 2017 betrug der Personalstand im Düsseldorfer Werk 6.638 Mitarbeiter, davon sind 6.596 für den Bereich Mercedes-Benz Vans tätig.[4]

Mercedes-Benz Werk LudwigsfeldeBearbeiten

siehe Hauptartikel Automobilwerke Ludwigsfelde

1936 baute das Tochterunternehmen Daimler-Benz Motoren GmbH in Genshagen(rund 9 Kilometer südlich von Berlin) (seit 1997 Ortsteil von Ludwigsfelde) ein Werk für Flugmotoren (DB 601/DB 605). Während des Krieges arbeiteten 11.000 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in dem damaligen „Nationalsozialistischen Musterbetrieb“. 1943/44 existierte in der sogenannten „Deutschlandhalle“ ein Außenlager des Konzentrationslagers Ravensbrück, 1.100 weibliche KZ-Häftlinge wurden zur Zwangsarbeit eingesetzt. Das Flugmotorenwerk wurde am 6. August 1944 bei einem Luftangriff zu großen Teilen zerstört. Die Reste wurden nach dem Zweiten Weltkrieg demontiert.

Ab dem 17. Juli 1965 wurden in Ludwigsfelde LKW vom Typ W50 gefertigt, ab 1987 kam der L60 zum Fertigungsprogramm hinzu, der eigentlich den W50 ablösen sollte.

Bis 1990 wurden 592.078 LKW gefertigt, dann wurde die Produktion auf Grund der geänderten politischen Situation und damit einhergehendem Nachfragerückgang eingestellt.

Am 27. Juni 1990 wurde das VEB-IFA Kombinat Nutzfahrzeuge Ludwigsfelde von der Treuhandanstalt aufgelöst und in eine GmbH umgewandelt, die am 1. Februar 1991 produktionsseitig in der „Nutzfahrzeuge Ludwigsfelde GmbH“ und am 1. März 1991 entwicklungsseitig in der „Entwicklungsgesellschaft Ludwigsfelde“ aufging.

Jahr
(31.12.)
Mitarbeiter
2016[3] 1.901
2017[4] 1.957

Das Werk wurde 1994 als Nutzfahrzeuge Ludwigsfelde GmbH zu 100 % von der Daimler-Benz AG übernommen und gehört heute als „Mercedes-Benz Ludwigsfelde GmbH“ zum Daimler-Konzern Sparte CV (CompactVans). Hier werden folgende Modelle produziert:

Zum Ende des Jahres 2017 betrug der Personalstand im Werkes Ludwigsfelde 1.957 Mitarbeiter.[4]

Mercedes-Benz Werk Vitoria (Spanien)Bearbeiten

Jahr
(31.12.)
Mitarbeiter
2016[3] 4.982
2017[4] 5.307

Die Auto Union baute in Vitoria Anfang der 1950er Jahre das neue Werk der Tochtergesellschaft Industrias del Motor S.A. (IMOSA) und produzierte dort ab 1954 zunächst den DKW-Schnellaster F 89 L. Daimler-Benz übernahm 1958 die Auto Union mit allen Standorten. Als eigene Konstruktion brachte IMOSA 1963 den DKW-IMOSA F 1000 L auf den Markt, der als F 1000 D ab 1964 auch mit einem Mercedes-Dieselmotor angeboten wurde. Beim Verkauf der Auto Union an das Volkswagenwerk behielt Daimler-Benz das spanische Werk, wo u. a. von 1988 bis 1995 der MB 100, von 1996 bis 2003 die Baureihe W638 (Vito und V-Klasse) und von 2003 bis 2014 die Baureihe 639 (Vito und Viano) produziert wurde. Seit 2014 kommen die Modelle der Baureihe 447 (Vito und V-Klasse) aus Vitoria. Ende 2017 waren dort 5.307 Mitarbeiter tätig.[4]

Mercedes-Benz Vans LLC, CharlestonBearbeiten

Jahr
(31.12.)
Mitarbeiter
2017[5] 397

Das Werk in North Charleston (South Carolina) produziert seit 2006 Mercedes-Benz, Dodge und Freightliner Sprinter sowie unter der Bezeichnung Metris den Viano für den amerikanischen Markt.[6] Die Fahrzeuge wurden in den ersten Jahren komplett in Düsseldorf gefertigt, danach wieder zerlegt und in die USA geliefert, wo sie remontiert wurden (SKD). Hintergrund ist unter anderem der hohe Zoll, den die USA auf Nutzfahrzeug-Importe erheben. Nach Erweiterung des Werks gibt es seit September 2018 neben der SKD- auch eine Komplettfertigung.[7] Die Sprinter werden künftig komplett gefertigt, Metris-Vans bis auf Weiteres noch SKD-remontiert.[8]

StrukturdatenBearbeiten

Abgesetzte Fahrzeuge[4]
Land 2017 2016
Deutschland 105.800 96.100
Großbritannien 41.000 36.700
USA 34.200 33.700
China 23.800 13.600
Frankreich 22.100 22.200
Spanien 14.300 12.900
Niederlande 13.500 13.000
Italien 11.300 10.100
Belgien/Luxemburg 10.500 9.200
Türkei 9.300 8.100
Finanzdaten[4]
Jahr Umsatz EBIT
2016 12,835 Mrd. € 1,170 Mrd. €
2017 13,164 Mrd. € 1,181 Mrd. €
2018[1] 13,626 Mrd. € 0,312 Mrd. €

WeblinksBearbeiten

  Commons: White Mercedes-Benz vans – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten