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Memmendorf

Ortsteil der Stadt Oederan in Sachsen

Memmendorf ist ein Gemeindeteil der sächsischen Stadt Oederan im Landkreis Mittelsachsen.

Memmendorf
Stadt Oederan
Koordinaten: 50° 53′ 11″ N, 13° 11′ 22″ O
Höhe: 426 m
Fläche: 6,47 km²
Einwohner: 408 (30. Jun. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1994
Eingemeindet nach: Frankenstein
Postleitzahl: 09569
Vorwahl: 037292
Memmendorf (Sachsen)
Memmendorf

Lage von Memmendorf in Sachsen

GeografieBearbeiten

Memmendorf liegt nordöstlich von Oederan. Der durch den Ort fließende Memmendorfer Bach entwässert über den Kemnitzbach in die Große Striegis. Nachbarorte von Memmendorf sind Hartha und Frankenstein im Norden, Kirchbach im Südwesten, Oederan im Südosten und Schönerstadt im Westen.

GeschichteBearbeiten

Memmendorf wurde 1403 erstmals als „Emmerndorf“ erwähnt. Spätere Ortsnamen sind Emerdorff (1456), Memmerndorff (1482) und Memmendorff (1493). Die heutige Schreibweise ist für das Jahr 1708 belegt. Im Jahre 1480 erwarben die Herren von Schönberg zu Börnichen den Ort Memmendorf. Seitdem gehörte der Ort zur Grundherrschaft des hiesigen Ritterguts im Amt Schellenberg bzw. Amt Augustusburg. Die „Schönberg’sche Herrschaft“ samt richterlicher Gewaltbefugnis endete erst 1856, als die Gerichtsbarkeit des Ortes dem Königlichen Gericht Oederan übertragen wurde. Von Mitte des 16. Jahrhunderts bis Ende des 19. Jahrhunderts ist in Memmendorf Bergbau nachgewiesen. Die größte Grube war der „Hilfe Gottes Erbstolln“ westlich des Orts. Weitere belegte Gruben sind der „Segen Gottes Spat Schacht“, der „Segen Gottes Stollenmund“, „Hilfe Gottes“, der „Neuer Segen Stollenmund“ und „Künstgezeug“.

Seit 1875 gehörte Memmendorf zur Amtshauptmannschaft Flöha, deren Nachfolger 1952 der Kreis Flöha wurde. Am 1. Januar 1994 schlossen sich Frankenstein und Memmendorf zur neuen Gemeinde Frankenstein zusammen, die wiederum zum 1. Januar 2012 ins benachbarte Oederan eingemeindet wurde. Memmendorf gehörte seit 1994 zum Landkreis Freiberg, welcher 2008 im Landkreis Mittelsachsen aufging.

Entwicklung der EinwohnerzahlBearbeiten

Jahr Einwohnerzahl[2]
1551 24 besessene Mann, 29 Inwohner
1764 11 besessene Mann, 6 Gärtner, 23 Häusler, 19 ½ Hufen je 8 Scheffel
1834 404
1871 504
1890 399
Jahr Einwohnerzahl
1910 375
1925 420
1939 369
1946 532
1950 499
Jahr Einwohnerzahl
1964 456
1990 396
2013 408

ReligionBearbeiten

Memmendorf gehört zur Evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Frankenstein.[3]

VerkehrBearbeiten

Memmendorf liegt an der Straße Chemnitz–Oederan–Freiberg–Dresden. An dieser wurde 1801 eine Fuhrwerksausspanne mit dem Namen „Goldener Stern“ eröffnet.[4] Die Bundesstraße 173 führt heute südlich am Ort vorbei. 2002 wurde in Memmendorf der erste Kreisverkehr im Landkreis Freiberg errichtet.

Durch das Ortsgebiet von Memmendorf verläuft die Strecke der Bahnstrecke Dresden–Werdau (Teil der Sachsen-Franken-Magistrale). Die nächstgelegenen Haltepunkte sind die Bahnhöfe Oederan in Oederan und Frankenstein (Sachs) in der Oberschönaer Gemarkung Wegefarth. Bevor 1869 die Bahnlinie zwischen Chemnitz und Dresden in Betrieb ging, stellte die Gemeinde Memmendorf einen erfolglosen Antrag auf eine Haltestelle.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches auf oederan.de, abgerufen am 31. Mai 2014
  2. Historisches Ortsverzeichnis Sachsen
  3. Geschichte der Kirche in Frankenstein (Memento des Originals vom 31. Mai 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kirche-oederan.de
  4. Homepage des Hotels Goldener Stern