Markakol

See in Kasachstan

Der Markakol (kasachisch Маркаколь көлі; russisch озеро Маркаколь) ist ein See im Gebiet Ostkasachstan in Kasachstan.

Markakol
Markakol
Geographische Lage Ostkasachstan (Kasachstan)
Abfluss QalschyrIrtysch
Daten
Koordinaten 49° N, 86° OKoordinaten: 49° N, 86° O
Markakol (Ostkasachstan)
Höhe über Meeresspiegel 1449 m
Fläche 449 km²[1]
Länge 38 km[1]
Breite 19 km
Umfang 100 km
Maximale Tiefe 30 m[1]
Mittlere Tiefe 14 m

Der See befindet sich im Osten des Landes unweit der Grenze zu China. Markakol liegt auf einer Höhe von 1449 m über dem Meeresspiegel.[1] Das Gewässer befindet sich in einem intramontanen Becken zwischen dem Kürschim-Kamm im Norden und im Süden den Zügen des Azutau-Gebirges (Khrebet Azutau) im südwestlichen Altai. Der See ist 449 Quadratkilometer groß und die maximale Tiefe beträgt 30 Meter.[1] Der Qalschyr entwässert den See an dessen Westufer und fließt nach Südwesten zum Irtysch.

Eine 57 km lange Straße verbindet den Ort Urunchaika am Ostufer des Sees über den Altaiski-Pass und den Burchat-Pass (2142 m) mit dem Ort Tschingistai im Norden. Sie wurde 1916/17 von österreichischen Kriegsgefangenen gebaut. Diese waren im Rahmen der Brussilow-Offensive im Ersten Weltkrieg im Juni 1916 gefangen genommen und nach Kasachstan (damals: das Generalgouvernement Turkestan) gebracht worden waren. Sie wird Österreicherstraße genannt und ist kaum noch befahrbar.[2][3]

WeblinksBearbeiten

Commons: Markakol – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e Artikel Markakol in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D073791~2a%3D~2b%3DMarkakol
  2. Edda Schlager: Kasachstan: Die Straße der österreichischen Gefangenen. In: Die Presse. 22. August 2014.
  3. Lana Berndl: Die Straße der Österreicher am Ende der Welt. In: Der Standard. 8. Februar 2015, S. 11.