Maria Antonia von Portugal

Infantin von Portugal
Maria Antonia de Bragança

Maria Antonia Adelheid von Portugal (portugiesisch Dona Maria Antónia Adelaide Camila Carolina Eulália Leopoldina Sofia Inês Francisca de Assis e de Paula Micaela Rafaela Gabriela Gonzaga Gregória Bernardina Benedita Andreia de Bragança) (* 28. November 1862 in Bronnbach an der Tauber, jetzt: Wertheim; † 14. Mai 1959 in Colmar-Berg, Luxemburg) war eine Infantin von Portugal aus dem Haus Braganza.

LebenBearbeiten

Maria Antonia war die jüngste Tochter von König Michael I. von Portugal und dessen Frau Prinzessin Adelheid von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg.

Sie ehelichte am 15. Oktober 1884 auf Schloss Fischhorn nahe Zell am See den Herzog Robert I. von Parma aus dem Haus Bourbon-Parma, Sohn von Herzog Karl III. von Parma und Louise Marie Thérèse d’Artois, königliche Prinzessin von Frankreich. Aus der Ehe gingen zwölf Kinder hervor. Mit dem am 16. November 1907 erfolgten Tod ihres Gatten wurde Maria Antonia Witwe. Später, während der Zeit im Exil, lebte sie bei ihrer Tochter Zita. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs übersiedelte sie 1940 mit Zita und deren Familie nach Québec, wo sie in bescheidenen Verhältnissen wohnte. Nach dem Kriegsende ließ sie sich auf Schloss Berg, der Residenz ihrer Schwiegertochter Großherzogin Charlotte von Luxemburg, nieder, wo sie 1952 ihren 90. Geburtstag feierte. Dort starb sie auch am 14. Mai 1959 im Alter von 96 Jahren. Ihre letzte Ruhestätte fand sie in der Schlosskirche Puchheim in Attnang-Puchheim (OÖ). 1982 besuchte ihre Tochter Zita, die letzte Kaiserin Europas, im Alter von 90 Jahren die Grabstätte nach jahrzehntelangem Exil.

Drei von Maria Antonias Töchtern – Adelheid, Franziska und Maria Antonia – wurden Nonnen, wobei Adelheid 1907 als Benediktinerin in das Kloster St. Cäcile, auf der englischen Insel Wight eintrat, wo ihre verwitwete Großmutter Adelheid von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg als Priorin wirkte.[1]

NachkommenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Maria Antonia von Portugal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Quelle zu den drei Ordensschwestern unter den Töchtern@1@2Vorlage:Toter Link/www.kvs-schwarzau.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.