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Marbach
Daten
Gewässerkennzahl DE: 23826
Lage Schwäbisches Keuper-Lias-Land

Baden-Württemberg

Flusssystem Rhein
Abfluss über Fils → Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle am Hetzenhof von Lorch
48° 46′ 49″ N, 9° 41′ 9″ O
Quellhöhe ca. 433 m ü. NN[1]
Mündung im Stadtteil Faurndau von Göppingen von rechts in die untere FilsKoordinaten: 48° 42′ 35″ N, 9° 37′ 16″ O
48° 42′ 35″ N, 9° 37′ 16″ O
Mündungshöhe ca. 303 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 130 m
Sohlgefälle ca. 9,9 ‰
Länge 13,2 km[2]
Einzugsgebiet 58,573 km²[3]

Der Marbach ist ein 13 km langer Bach im mittleren Baden-Württemberg im Ostalbkreis und dann vor allem im Landkreis Göppingen, der nach einem zwischen westsüdwestlicher und südlicher Richtung wechselndem Lauf im Stadtteil Faurndau der Kreisstadt Göppingen von rechts in die Fils mündet.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

VerlaufBearbeiten

Der Marbach entspringt im westlichen Ostalbkreis auf der linken Randhöhe des Remstales auf etwa 433 m ü. NN am Hetzenhof der Kleinstadt Lorch neben der B 297 im Bereich eines Golfplatzes und zieht zunächst westsüdwestlich. Schon nach gut einem halben Kilometer tritt er in den Talwald ein und erfährt nach knapp zwei Kilometern auf nur mehr 385,6 m ü. NN seinen ersten bedeutenderen Zulauf an der Gemeinde- und Kreisgrenze zu Wäschenbeuren im Landkreis Göppingen. In bis über kilometerbreiter, völlig unbesiedelter Talmulde reicht dann nach etwa viereinhalb Kilometern die Gemeindegemarkung von Börtlingen ans rechte Ufer, wonach der Bach immer südlicher läuft und schließlich durchs Gebiet von Börtlingen fließt.

Etwa sechs Kilometer nach der Quelle wechselt er in die offene Flur und durchquert gleich den Weiler Zell. Unterhalb des Ortes fließt dann vom nur wenig östlich in dessen Untertal liegenden Dorf Birenbach her mit dem Krettenbach der erste, mit gut vier Kilometern Länge etwas ansehnlichere Nebenfluss zu, begleitet von der B 297. Diese läuft ab hier im Marbachtal, das sich nun auf Südwestkurs zwischen Waldhängen ins Gemeindegebiet von Rechberghausen zieht, sich dort aber bald wieder nach Süden wendet. An der Siedlungsgrenze des Dorfes Rechberghausen mündet der aus dem Nordwesten kommende Herrenbach, der zusammen mit seinem längeren Oberlauf mit einer Gesamtlänge von etwa 9,5 km den hier einen Kilometer kürzeren Marbach-Oberlauf sogar übertrifft und nach Fläche einen dessen Teileinzugsgebiet fast gleichkommenden Teil des Schurwaldes entwässert. Er entsteht im Herrenbachstausee aus seinen zwei Oberläufen.

Ab Rechberghausen ist das Tal des nun noch etwa viereinhalb Kilometer langen Marbachs fast waldfrei und stark besiedelt. Gleich unterhalb der Siedlungsgrenze des Dorfes tritt er aufs Gebiet der Kreisstadt Göppingen über, die Bundesstraße verlässt das Tal und von Ostnordosten läuft der etwa 6,5 km lange Meerbach zu, der am Südfuß des Hohenstaufen (684,1 m ü. NN) entsteht. Südwestlich fließt er nun noch zweieinhalb Kilometer weiter, zieht durch den Stadtteil Faurndau und mündet darin auf etwa 303 m ü. NN von rechts in die untere Fils.

Der Marbach ist 13,2 km lang und hat bei einem Gesamtgefälle von etwa 130 Höhenmetern ein mittleres Sohlgefälle von 10 ‰.

EinzugsgebietBearbeiten

Der Marbach hat ein Einzugsgebiet von 58,6 km² Größe, das ungefähr Vierecksgestalt hat. Im Norden reicht es durchweg bis an die linke obere Hangkante des westwärts laufenden Tales der Rems, die nur 1,5–3 km entfernt fließt, vom Schorndorfer Ortsteil Oberberken an der Nordwestspitze bis etwa zum Lorcher Weiler Oberkirneck am Nordosteck. Die sich von dort an südsüdöstlich bis zum Hohenstaufen fortsetzende Wasserscheide trennt danach vom Einzugsgebiet des linken Remszuflusses Beutenbach. Im Bereich des Hohenstaufen biegt sie vor der Krumm nach Westsüdwesten um und läuft anschließend vor kürzeren rechten Zuflüssen der Fils nach Westsüdwesten über den Kamm von Hörnle und Spitalwald, durch den Oberwald und das nördliche Göppingen bis zur Mündung in Faurndau. Von dort zieht die vierte Seite des Einzugsgebiets im Wesentlichen nordwestlich zurück nach Oberberken, anfangs vor dem im Uhingen in die Fils unterhalb mündenden Blaubach, dann vor dem Bachsystem der Nassach, die der Fils weiter abwärts zwischen Uhingen und Ebersbach zumündet.

Der am Mittellauf in den Marbach mündende rechte Zufluss Herrenbach mit seinem zum Marbach-Oberlauf fast gleich großen Einzugsgebiet ebenso wie der am Unterlauf von links zufließende, lange Meerbach weiten die Einzugsgebietskontur des Marbachs so stark aus, dass es sich am längsten quer erstreckt, nämlich über 13 km weit vom Hohenstaufen (684,1 m ü. NN[4]) im Quellbereich des Meerbachs bis zu seiner Nordwestspitze im Quellbereich des Herrenbach-Oberlaufs Schliffbach (bis 513,2 m ü. NN[4]). Im Nahbereich des Hohenstaufens liegen die anderen höchsten Erhebungen im Einzugsgebiet (548,4 m ü. NN[4] westlich auf der Heide, 537,2 m ü. NN[4] südwestlich auf dem Hörnle), dessen Wasserscheide sonst größtenteils zwischen 400 und 500 m ü. NN liegt. Vom Nordosteck über der Marbachquelle bis zur Mündung sind es in Luftlinie nur etwa 10 km.

Naturräumlich verteilt sich das Einzugsgebiet auf drei Teilgebiete der Haupteinheitengruppe Nr. 10, Schwäbisches Keuper-Lias-Land. Der Osten mit dem obersten Lauf des Marbachs, fast dem gesamten Krettenbachtal und dem Meerbach bis etwa zur Hälfte śeiner Fließstrecke gehört der Haupteinheit Nr. 102 Vorland der östlichen Schwäbischen Alb an, der größere nordwestliche Teil mit dem Marbach-Mittellauf und dem Bachsystem des Herrenbachs liegt im östlichen Schurwald, der zur Haupteinheit Nr. 107 Schurwald und Welzheimer Wald zählt, der kleinere südwestliche um Rechberghausen und die Mündung zum Vorland der mittleren Schwäbischen Alb, Haupteinheit Nr. 101. Im Schurwald und beidseits des oberen Meerbachtales dominiert der Waldanteil, sonst die Flur, vor allem im städtischen Bereich nahe der Mündung.[5]

Gebiete von neun Städten und Gemeinden liegen im Einzugsgebiet, im Uhrzeigersinn sind es:

  • ein Zipfel der Stadt Schorndorf im Nordwesten (Rems-Murr-Kreis)
  • fast die ganze Gemeinde Adelberg im Nordwesten (Landkreis Göppingen)
  • fast die ganze Gemeinde Börtlingen im Norden (Landkreis Göppingen)
  • ein Zipfel der Stadt Lorch im Nordosten (Ostalbkreis)
  • der größere Teil der Gemeinde Wäschenbeuren im nördlichen Osten (Landkreis Göppingen)
  • ein langer Streifen der Kreisstadt Göppingen von Osten bis Süden (Landkreis Göppingen)
  • fast die halbe Gemeinde Wangen im Südsüdwesten (Landkreis Göppingen)

Zentral im Inneren liegen:

Zuflüsse und SeenBearbeiten

Hierarchische Liste der Zuflüsse und   Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge[2], Seefläche[6] und Einzugsgebiet[7] und Höhe[1] nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Ursprung des Marbachs auf etwa 433 m ü. NN am Hetzenhof von Lorch. Der Marbach läuft anfangs in seiner Oberlaufklinge südwestlich.

  • Oberer Marbach, von links und Ostsüdosten auf 385,6 m ü. NN[8] im Talwald nordnordwestlich von Wäschenbeuren, 1,3 km und ca. 1,6 km².[9] Entsteht auf etwa 425 m ü. NN am Beginn einer Klinge westlich der B 297 Lorch–Wächenbeuren unter der Fahrhalde. An diesem Zufluss läuft der Bach schon kurze Zeit westsüdwestlich und ist im Wald Grenze zwischen der Kleinstadt Lorch im Ostalbkreis am rechten und der Gemeinde Wäschenbeuren im Landkreis Göppingen am linken Ufer,
    • Bodenwiesenbach, von links und Südsüdosten auf etwa 399 m ü. NN am Hals eines östlichen Talwaldvorsprungs, 0,7 km und ca. 0,3 km².[9] Entsteht auf etwa 436 m ü. NN nordöstlich des Wäschenbeurer Galgenbergs (450,7 m ü. NN[4]).
  • (Waldbach durch die Eichenklinge), von links und Südosten auf etwa 376 m ü. NN gegenüber dem östlichen Sägrain, 1,0 km und ca. 0,6 km².[9] Entsteht auf etwa 437 m ü. NN nördlich des Galgenbergs.
  • Neuwiesenbach, von rechts und Nordwesten auf etwa 363 m ü. NN kurz vor der Bachquerung eines Waldwegs, 0,6 km und ca. 0,4 km².[9] Entsteht auf etwa 405 m ü. NN südöstlich des Börtlinger Schweizerhofs auf der rechten Randhöhe.
    •   Durchfließt auf etwa 390 m ü. NN einen Weiher am zur Brücke absteigenden Waldweg, unter 0,1 ha.
  • Taubenbach, von rechts und Nordwesten auf etwa 357 m ü. NN kurz vor dem Beginn der Talgrundlichtung, 2,0 km und ca. 1,6 km².[9] Nach diesem Zulauf fließt der Marbach fast südlich. Entsteht auf etwa 464 m ü. NN am Ortsrand des Börtlinger Weilers Breech.
    •   Passiert einen Teich auf etwa 370 m ü. NN rechts am Rand des Talgrundes, der aus einigen nur zeitweise wasserführenden Seitenklingen gespeist wird, 0,1 ha.
  • (Bach aus der Kastenklinge), von rechts und Westen auf etwa 352 m ü. NN an der Mündung einer Nebenklingensteige in den Talwirtschaftsweg, 0,7 km und ca. 0,6 km².[9] Entsteht auf etwa 420 m ü. NN unter dem Sportplatz an der Nordspitze von Börtlingen.
    • (Bach aus der Tannklinge), von links und Norden auf etwa 377 m ü. NN an der Klingenserpentine des ins Marbachtal absteigenden Wirtschaftswegs, 0,3 km und unter 0,1 km².[9] Entsteht auf etwa 420 m ü. NN in der längsten nördlichen Nebenklinge.
    •   Durchfließt einen Weiher wenige Schritte vor der Mündung, 0,2 ha.
  • Krettenbach, von links und Nordosten auf unter 340 m ü. NN gleich nach Unterquerung der B 297 südlich von Zell und westlich von Birenbach, 4,7 km und 9,4 km². Läuft dann zunächst westlich. Entsteht auf etwa 427 m ü. NN am Ostrand von Wäschenbeuren nahe der Straße Im Gewerbegebiet und ist in Wäschenbeuren meist unterirdisch verdolt.
    • (Anderer Oberlaufast), von rechts und Nordwesten auf etwa 393 m ü. NN am Südwestrand von Wäschenbeuren, 0,8 km und 0,8 km².[9] Entsteht auf etwa 422 m ü. NN.
    • Irrenbach, von rechts und Nordwesten auf etwa 380 m ü. NN, 0,6 km und 0,5 km².[9] Entsteht auf etwa 429 m ü. NN.
    • Sonderbach, von links und Osten auf etwa 327,1 m ü. NN[8] beim Schützenhof von Wäschenbeuren, 2,1 km und 2,3 km².[9] Entsteht auf etwa 424 m ü. NN südlich des Altenbergs (442,1 m ü. NN[4]).***   Teich im oberen Mündungswinkel des folgenden, 0,1 ha.
      • Esgerbach, von links und Süden auf etwa 401 m ü. NN etwas südlich der Ortsgrenze von Wäschenbeuren, 1,1 km.[9] und 0,6 km².[9]> Entsteht auf etwa 472 m ü. NN im Hangwald Esger.
      • Scheufelwiesenbach, von links und Südsüdwesten auf etwa 400 m ü. NN gleich nach dem vorigen, 0,8 km. Entsteht auf etwa 461 m ü. NN am Waldrand. Graben neben einem Weg auf dem Hangkamm.
    • Kohlhaugraben, von links und Südosten auf etwa 358 m ü. NN beim Krettenhof von Göppingen, 1,0 km und ca. 0,7 km².[9] Entsteht auf etwa 440 m ü. NN an einem Dreiweg im Wald Gehren.
      • Löchlenswiesengraben, von rechts und Osten auf unter 370 m ü. NN beim Krettenhof, 0,8 km und ca. 0,2 km².[9] Entsteht auf etwa 435 m ü. NN am Flurrand des Gehren.
    • Birenbach, von rechts und Norden auf etwa 352 m ü. NN am Südrand von Birenbach, 1,2 km und ca. 0,9 km².[9] Entsteht auf etwa 435 m ü. NN am Nordrand des Eichhölzles.
    • Riedhaldenbach, von links und Südsüdosten auf etwa 351 m ü. NN am Randwegsteg auf der alten Trasse der Hohenstaufenbahn, 0,6 km und ca. 0,4 km².[9] Entsteht auf etwa 384 m ü. NN im Gewann Lachen.
    • Grenzbach, von rechts und Norden auf unter 345 m ü. NN am Westrand von Birenbach, 0,3 km und ca. 0,1 km².[9] Entsteht auf etwa 375 m ü. NN nahe der Straße nach Zell.
  • Herrenbach, von rechts und Nordwesten auf unter 330 m ü. NN am Ortsanfang von Rechberghausen mit zuletzt gut einem halben Kilometer Parallellaufs im Marbachtal, 6,1 km auf dem Namenslauf und 9,5 km mit dem Oberlauf Schliffbach sowie 19,3 km².[10] (Der Marbach selbst ist hier erst 8,5 km lang, hat allerdings ein Einzugsgebiet von 22,2 km².[10]) Entsteht auf unter 390 m ü. NN im Herrenbachstausee an der Stadt- und Kreisgrenze von Schorndorf im Rems-Murr-Kreis zu Adelberg aus dem Schliffbach und dem Zulauf aus der Häuslesklinge.
    • Schliffbach, linker und nordwestlicher Hauptstrang-Oberlauf des Herrenbachs, 3,4 km und 4,6 km².[10] Entsteht auf etwa 491 m ü. NN beim Haus Im Stiffen Hof Nr. 2 am Rand von Oberberken.
      • (Bach aus der Dachsbühlklinge), von links und Norden auf unter 428,5 m ü. NN[4] an einem Wasserhäuschen im Talwald Barrain, 0,5 km und ca. 0,4 km².[9] Entsteht auf etwa 490 m ü. NN östlich von Obervberken noch oberhalb seiner Waldschlucht.
      • Rothaldenbach, von links und Norden auf 401,7 m ü. NN[8] im Wald, 0,8 km und ca. 0,5 km².[9] Entsteht auf etwa 482 m ü. NN nahe dem Kirchenweg im Oberen Hau.
      • (Zufluss), von rechts und Westen auf etwa 391 m ü. NN am Waldweg um den Herrenbachstausee, 0,5 km und ca. 0,3 km².[9] Entsteht auf etwa 450 m ü. NN am Hang wenig östlich von Unterberken.
      •   Durchfließt auf unter 390 m ü. NN die Vorsperre und dann den Hauptteil des Herrenbachstausee westlich von Adelberg, zusammen 16,7 ha.
      • Einsiedelbach, von links und Norden in der Vorsperre des Herrenbachstausees, 1,4 km und 1,3 km². Entsteht auf etwa 475 m ü. NN nordwestlich von Adelberg an der Einmündung des Kirchenwegs in die L 1147.
    • (Bach aus der Häuslesklinge), rechter und westnordwestlicher Oberlauf des Herrenbachs, in den mittleren Teil des Stausees, 1,4 km und 1,4 km². Entsteht auf etwa 451 m ü. NN südlich von Unterberken am Feldweg in den Lachenhau.
      • Tannbach, von rechts und Westen auf 392,2 m ü. NN[8] schon innerhalb des Wegrings um den See, 0,9 km und ca. 0,6 km².[9] Entsteht auf etwa 474 m ü. NN im westlichen Fetzentöbele.
    •   Passiert auf unter 380 m ü. NN einen Teich an der Herrenmühle von Adelberg, 0,2 ha.!--LUBW-SG: 0.2034-->
    •   Passiert auf etwa 355 m ü. NN den Mittelmühleweiher an der Mittelmühle von Adelberg, 0,5 ha.
    • Heimbach, von rechts und Westsüdwesten auf etwa 355 m ü. NN bei der Mittelmühle, 1,0 km auf dem Namenslauf und 2,2 km mit dem längeren linken Oberlauf aus der Buwiesenklinge sowie 2,1 km². Entsteht auf unter 385,1 m ü. NN[4] in einer kleinen Dreieckslichtung aus dem Zusammenfluss seiner zwei Oberläufe.
      • (Bach aus der Buwiesenklinge), vielleicht Füllesbach?[11], linker und nordwestlicher Hauptstrang-Oberlauf des Heimbachs, 1,2 km und ca. 0,8 km².[9] Entspringt auf etwa 459 m ü. NN.
      • (Bach aus der Kammerklinge), rechter und westlicher Oberlauf des Heimbachs, 0,8 km und ca. 0,7 km².[9] Entsteht auf etwa 440 m ü. NN am Abzweig der Klingensteige von der K 1451 Unterberken–Wangen.
    •   Passiert eine Teichgruppe links am Lauf unmittelbar vor der Zachsersmühle, zusammen 1,0 ha.
    • Kohlbach, von links und Nordwesten auf etwa 346 m ü. NN bei der Zachersmühle von Adelberg, 3,8 km und 5,9 km². Entsteht auf etwa 452 m ü. NN nördlich von Adelberg und durchläuft zunächst das Lausbachtal.
      • (Bach aus der Tobelklinge), von rechts und Osten auf unter 380 m ü. NN östlich von Adelberg, 0,7 km und ca. 0,3 km².[9] Entsteht auf etwa 485 m ü. NN am Ostrand von Adelberg.
      •   Passiert den Wolfgangsee östlich von Adelberg in einer ehemaligen Sandgrube auf etwa 380 m ü. NN am rechten Talrand, 0,5 ha.
      • Dobelbach, von rechts und Westnordwesten auf etwa 360 m ü. NN an der Börtlinger Sägmühle, 1,6 km und ca. 1,0 km².[9]
        •   Entfließt auf etwa 459 m ü. NN einem Teich am Südrand von Adelberg zum Kloster Adelberg hin, 0,1 ha.
      • Spitzbach, von links und Nordnordosten auf etwa 352 m ü. NN wenig vor der Lichtung an der Zachsersmühle, 1,2 km und ca. 1,2 km².[9] Entsteht auf über 450 m ü. NN in einem Klingenriß am Ödweiler Hof.
        • (Bach aus der Salzklinge), von links und Ostsüdosten auf etwa 355 m ü. NN an einer Waldwegbrücke schon im Kohlbachtal, 0,7 km und ca. 0,4 km².[9] Entsteht auf etwa 405 m ü. NN am Westrand der Südspitze von Börtlingen.
    • Brühlbach, von rechts und Südwesten auf etwa 340 m ü. NN an einer Wegbrücke neben der L 1147 Adelbach–Rechberghausen, 0,7 km und ca. 0,5 km².[9] Entsteht auf etwa 412 m ü. NN am Ortsrand nahe der Kirche von Oberwälden.
    • Tobelbach, von rechts und Westen auf unter 335 m ü. NN, 1,7 km und ca. 0,7 km².[9] Entsteht auf etwa 418 m ü. NN an der Südwestspitze von Oberwäden.
      •   Noch über dem Ursprung liegt auf etwa 431 m ü. NN ein Hangteich im Einzugsgebiet westlich von Oberwäden, 0,2 ha.
    • Ödachbach, von links und Nordnordosten im Untertaltrichter zum Marbachtal an einem Pumpenhäuschen, 0,6 km und ca. 0,2 km².[9] Entspringt auf etwa 395 m ü. NN im Hangwald Ödach des linken Herrenbach-Mündungssporns.
  • Schinderbach, von links und Ostnordosten auf etwa 328 m ü. NN in Rechberghausen in eine Ostschlinge des Marbachs, 1,3 km und ca. 0,7 km².[9] Entspringt auf etwa 380 m ü. NN östlich des Umspannwerks.
    • Staufenwiesengraben, von links und Süden auf etwa 363 m ü. NN am Umspannwerk, 0,2 km und unter 0,1 km².[9] Weggraben, der auf etwa 380 m ü. NN entsteht.
    • Abtbach, von rechts und Ostnordosten auf etwa 355 m ü. NN westlich des Umspannwerks, 0,1 km und unter 0,1 km².[9] Entsteht auf etwa 365 m ü. NN.
  • Hungerbollbach, von links und Ostsüdosten wenige Schritte nach dem vorigen, 0,5 km und ca. 0,2 km².[9] Entsteht auf etwa 360 m ü. NN beim Hangwasserbehälter.
  • Meerbach, von links und Ostnordosten auf unter 320 m ü. NN etwas nördlich des Siedlungsrandes von Göppingen, 6,5 km und 10,1 km². Entsteht auf etwa 443 m ü. NN beim Gotthardshof von Göppingen am Südfuß des Hohenstaufen (684 m ü. NN).
    Der zuletzt südwärts fließende Marbach schwenkt hier in die Zuflussrichtung des Meerbachs.
    • (Bach aus der Gotthardsklinge), von links und Südosten auf etwa 407 m ü. NN wenig unterhalb des Gotthardshofs, 0,3 km und ca. 0,2 km².[9] Entsteht auf etwa 435 m ü. NN südlich über dem Hof im Wald.
    • Hagenäckergraben, von rechts und Nordosten auf etwa 405 m ü. NN wenig nach dem vorigen, 0,3 km und ca. 0,2 km².[9] Entsteht auf etwa 455 m ü. NN unter dem Naturschutzgebiet Spielburg.
    • Kitzbach, von rechts und Nordnordosten auf etwa 489 m ü. NN am Südrand von Hohrein, 0,5 km und ca. 0,4 km².[9] Entsteht auf etwa 435 m ü. NN an einem Wasserreservoir nordöstlich von Hohrein.
      • (Zweiter Quellarm des Kitzbachs), von recht und Norden auf etwa 415 m ü. NN im Weichbild von Hohrein, 0,3 km und ca. 0,2 km².[9] Entsteht auf etwa 451 m ü. NN am Hang unterm Heidewald.
    • Hohreiner Bach, von links und Südosten auf etwa 383 m ü. NN gegenüber von Hohrein, 0,9 km und ca. 0,4 km².[9] Entsteht auf etwa 440 m ü. NN im Tannenschöpfle.
    • Lerchenberggraben, von rechts und Nordwesten auf etwa 367 m ü. NN neben der Talstraße K 1409 HohenstaufenBartenbach, 1,0 km und ca. 0,9 km².[9] Entsteht auf etwa 435 m ü. NN im Hangwald Hohrain.
      • Flachsäckergraben, von links und Nordosten auf etwa 368 m ü. NN kurz vor der Mündung des Lerchenberggrabens, 1,1 km und ca. 0,3 km².[9] Entsteht auf etwa 498 m ü. NN wenig südlich des Heidewalds. Meist Weg- und Straßengraben.
    • Linsenholzbach, von links und Ostsüdosten auf etwa 364 m ü. NN etwas vor Lerchenberg, 0,9 km und ca. 0,6 km².[9]
    •   Entfließt auf etwa 390 m ü. NN einem Ssauteich im Wald Linsenholz, 0,6 ha.
    • Wasenholzbach, von links und Südosten auf etwa 354 m ü. NN gegenüber von Lerchenberg in einen Seitenarm des Meerbachs, 1,0 km und ca. 0,4 km².[9] Entsteht auf etwa 400 m ü. NN im Wasenholz.
    • Langenbühlgraben, von rechts und Nordnordosten auf etwa 353 m ü. NN am Westrand vom Lerchenberg, 1,0 km und ca. 0,3 km².[9] Entsteht auf etwa 420 m ü. NN im Wald nördlich von Lerchenberg.
    • Lenglingbach, von links und Südosten auf etwa 348 m ü. NN in den Banäckern, 1,1 km und ca. 0,6 km².[9] Entsteht auf etwa 392 m ü. NN im Wald Langer Wasen.
    • Hohlenbach, von rechts und Nordnordosten auf etwa 340 m ü. NN neben einer Feldwegbrücke oberhalb von Bartenbach, 2,0 km und ca. 1,2 km².[9] Entsteht auf etwa 423 m ü. NN im Wald Hohrain.
      • Lauchhaldengraben, von rechts und Nordwesten auf etwa 367 m ü. NN wenig nach dem Waldaustritt des Hohlenbachs, 0,3 km und ca. 0,3 km².[9] Entsteht auf etwa 386 m ü. NN.
      • Aspachgraben, von rechts und Nordwesten auf etwa 348 m ü. NN in den Unterlauf des Hohlenbachs, 0,5 km und ca. 0,2 km².[9] Entsteht auf etwa 388 m ü. NN am östlichen Tannenberg.
    • Viehweidenbach, von links und Südosten auf etwa 337 m ü. NN gegenüber den Tennisplätzen vor Bartenbach, 0,8 km und ca. 0,4 km².[9] Entsteht auf etwa 387 m ü. NN am Waldrand.
    • Vornetbach, von links und Süden auf etwa 335 m ü. NN gegenüber einer Gärtnerei am Ostende von Bartenbach, 0,6 km und ca. 0,3 km².[9] Entsteht auf etwa 373 m ü. NN an einem Feldweg durch die Stöckäcker.
    • Tannenberggraben, von rechts und Nordosten auf etwa 334 m ü. NN nach den ersten Häusern von Bartenbach, 1,0 km und ca. 0,3 km².[9] Entsteht auf etwa 395 m ü. NN auf dem Tannenberg.
    • Hofhaldenbach, von links und Südosten auf etwa 332 m ü. NN neben der Meerbachquerung der Straße Hofhalde in Bartenbach, 0,5 km und ca. 0,2 km².[9] Entspringt auf etwa 370 m ü. NN neben der Riedlingsteige zum Oberholz.
  • Desenbach, von rechts und Nordnordwesten auf 311,6 m ü. NN[8] gegenüber einem Pumpenhäuschen und einer Gärtnerei, 2,1 km und ca. 2,0 km².[9] Entsteht auf etwa 367 m ü. NN zwischen Wangen und dem kleinen Riedwäldle.
    • Binsenbach, von links und Nordnordosten auf etwa 351 m ü. NN am Westrand von Rechberghausen, 0,4 km und ca. 0,1 km².[9] Entsteht auf etwa 366 m ü. NN am Ortsausgang der K 1410 nach Wangen beim Friedhof.
      • Dornunggraben, von rechts und Nordwesten auf etwa 359 m ü. NN an der Straße zum Dornunghof, 0,3 km und unter 0,1 km².[9] Entsteht auf etwa 366 m ü. NN wenig nördlich des Dornunghofes.
    • Riedwiesengraben, von rechts und Westen auf etwa 347 m ü. NN am Westrand von Rechberghausen, 0,5 km und ca. 0,3 km².[9] Entsteht auf etwa 362 m ü. NN am Südwesteck des Riedwäldles.
    • (Bach aus dem Gewann Kesselbrunnen), von rechts und Westen auf knapp 330 m ü. NN gegenüber dem Stadion im Süden von Rechberghausen, 0,5 km und ca. 0,2 km².[9] Entsteht auf etwa 360 m ü. NN am Südrang des kleinen Waldes Reichenhart.
  • Kesseltobelbach, von rechts und Nordwesten auf etwa 306 m ü. NN in Faurndau am Steg in Fortsetzung des Iltiswegs, 1,1 km und ca. 0,9 km².[9] Entsteht auf etwa 359 m ü. NN an der K 1451 von Faurndau nach Wangen.
    • (Anderer Quellast des Kesseltobelbachs), von links und Nordnordwesten auf etwa 333 m ü. NN nahe am Ende der Faurndauer Tobelbachstraße, 0,1 km und ca. 0,1 km².[9] Entspringt auf etwa 344 m ü. NN einer Hangquelle.

Mündung des Marbachs von rechts und etwa 303 m ü. NN im Stadtteil Faurndau von Göppingen in die untere Fils. Der Bach ist hier 13,2 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 58,6 km².[3]

OrtschaftenBearbeiten

am Lauf mit ihren Zugehörigkeiten. Nur die Namen tiefster Schachtelungsstufe bezeichnen Siedlungsanrainer.

GeologieBearbeiten

Im Einzugsgebiet des Marbachs ist die höchste geologische Schicht meist der Unterjura. Die großen Oberläufe des Bachsystems oberhalb von Rechberghausen – der Marbach selbst, der Herrenbach mit Schliffbach, der Kohlbach – haben in ihren weiten Tälern diese Schicht ganz abgetragen, so dass an ihren Einschnitten der Ober- und Mittelkeuper bis allenfalls hinab zum Kieselsandstein (Hassberge-Formation) ausstreicht. An der äußeren Wasserscheide und auf den trennenden Bergrücken zwischen diesen Tälern liegt jedoch noch Schwarzjura, oft überdeckt von teils großen Inseln aus Lösssediment. Im südlichen Teil dagegen ist der Unterjura durchgehend auch in den Tälern erhalten.

Im nahen Umkreis des Hohenstaufen, eines Zeugenberges der Schwäbischen Alb, setzt sich die Schichtenfolge aufwärts fort im Mitteljura über die Opalinuston-Formation und die Eisensandstein-Formation sowie einen steilen Umring von der Wedelsandstein- bis zur Ornatenton-Formation, die Bergkuppe reicht darüber noch bis zur Wohlgeschichteten-Kalk-Formation des Oberjura.

Der Marbach ab etwa dem Krettenbach-Zufluss, der Herrenbach etwa ab dem Kohlbachzulauf und der Meerbach schon vor der Ortschaft Lerchenberg laufen in Auensedimentbändern.

In Fortsetzung ihrer westsüdwestlichen Richtung am Fuß der Ostalb tritt die langziehende Störungsstruktur des Schwäbische Lineaments am Hohenstaufen ins Einzugsgebiet. Sie spaltet sich dort auf; eine Störung läuft in alter Richtung weiter auf Uhingen an die Fils zu, eine andere zweigt westnordwestlich ab in Richtung Oberberken und versetzt anfangs Keuper im Norden gegen Unterjura im Süden. Beide Störungen laufen hier deutlich vor dem Albtrauf, der bei Göppingen durch die Erosion der Fils und ihrer Zuflüsse schon weit nach Süden zurückgewichen ist.[12]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte des Online-Kartenservers der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW). Siehe bei den → Weblinks.
  2. a b Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN) des Online-Kartenservers der LUBW.
  3. a b Einzugsgebiet nach dem Layer Aggregierte Gebiete Agg04 des Online-Kartenservers der LUBW.
  4. a b c d e f g h Höhe nach schwarzer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte des Online-Kartenservers der LUBW.
  5. Hansjörg Dongus: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 171 Göppingen. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1961. → Online-Karte (PDF; 4,3 MB)
  6. Seefläche nach dem Layer Stehende Gewässer des Online-Kartenservers der LUBW.
  7. Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN) des Online-Kartenservers der LUBW.
  8. a b c d e Höhe nach blauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte des Online-Kartenservers der LUBW.
  9. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf bg Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte des Online-Kartenservers der LUBW.
  10. a b c Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN) des Online-Kartenservers der LUBW.
  11. Das Waldgewann am linken Hang heißt Füllesbach.
  12. Geologie nach dem Online-Kartenserver des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB). Siehe bei den → Weblinks.

LiteraturBearbeiten

  • Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt Nr. 7223 Göppingen und Nr. 7224 Schwäbisch Gmünd Süd

WeblinksBearbeiten