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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Birenbach
Birenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Birenbach hervorgehoben

Koordinaten: 48° 45′ N, 9° 40′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 375 m ü. NHN
Fläche: 2,5 km2
Einwohner: 1920 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 768 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 73102, 73116
Vorwahl: 07161
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
73102 Birenbach
Website: www.birenbach.de
Bürgermeister: Frank Ansorge
Lage der Gemeinde Birenbach im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-KreisLandkreis EsslingenLandkreis HeidenheimLandkreis ReutlingenRems-Murr-KreisOstalbkreisOstalbkreisAdelbergAichelberg (Landkreis Göppingen)AlbershausenBad BollBad DitzenbachBad ÜberkingenBirenbachBöhmenkirchBörtlingenDeggingenDonzdorfDrackensteinDürnau (Landkreis Göppingen)Eislingen/FilsHeiningen (Landkreis Göppingen)Ebersbach an der FilsEschenbach (Württemberg)Eschenbach (Württemberg)GammelshausenGeislingen an der SteigeGingen an der FilsGöppingenGruibingenHattenhofen (Württemberg)Heiningen (Landkreis Göppingen)HohenstadtKuchen (Gemeinde)LautersteinMühlhausen im TäleOttenbach (Württemberg)RechberghausenSalachSchlatSchlierbach (Württemberg)SüßenUhingenWäschenbeurenWangen (bei Göppingen)WiesensteigZell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild
Birenbach 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch
Rathaus

Birenbach ist eine Gemeinde im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg, sechs Kilometer von der Kreisstadt Göppingen entfernt. Sie gehört zur Region Stuttgart (bis 1992 Region Mittlerer Neckar) und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart.

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Birenbach liegt im nördlichen Teil des Landkreises Göppingen vor dem Westausläufer des Berges Hohenstaufen im Tal und überwiegend auf dem rechten Hang des Krettenbachs. Durchs Dorf fließt ihm der Birenbach zu, wenig abwärts mündet er in den Marbach. Der überwiegende Teil der unbesiedelten Flur ist waldfrei.

GemeindegliederungBearbeiten

Zu Birenbach gehören das Dorf Birenbach und der Weiler Schützenhof (auch zu Wäschenbeuren) sowie die abgegangene Ortschaft Bremenhöfe.[2]

FlächenaufteilungBearbeiten

 

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

GeschichteBearbeiten

Frühe GeschichteBearbeiten

Birenbach wurde erstmals 1414 urkundlich erwähnt. Der Ort war seinerzeit unter drei Grundherren (Württemberger, Habsburger und das Göppinger Chorherrenstift) aufgeteilt. Diese Teilung führte dazu, dass bei Einführung der Reformation in Württemberg 1535 Birenbach nur teilweise evangelisch wurde. Die habsburgischen Teile (die als Lehen an die Herren von Rechberg gegeben waren) des Ortes blieben römisch-katholisch.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg für die Daten ab 1970

Datum Einwohner
1837 0247
1907 0269
17. Mai 1939 0339
13. September 1950 0496
27. Mai 1970 1076
31. Dezember 1983 1612
25. Mai 1987 1627
31. Dezember 1991 1798
31. Dezember 1995 1876
31. Dezember 2000 1915
31. Dezember 2005 1897
31. Dezember 2010 1864
31. Dezember 2015 1908

PolitikBearbeiten

VerwaltungsverbandBearbeiten

Birenbach gehört mit Adelberg, Börtlingen und Rechberghausen dem Gemeindeverwaltungsverband „Östlicher Schurwald“ an, der seinen Sitz in Rechberghausen hat.

BürgermeisterBearbeiten

Bei der Bürgermeisterwahl am 13. Juni 2010 wurde Frank Ansorge im 1. Wahlgang mit 52,01 % der abgegebenen Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Er trat damit die Nachfolge von Bürgermeister Heininger an, welcher seinerseits nach seiner Wahl am 1. Juni 2010 das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Eislingen antrat.

Am 17. Juni 2018 haben die Bürger von Birenbach (Landkreis Göppingen) den Amtsinhaber Frank Ansorge (parteilos) im ersten Wahlgang mit 78,5 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Mit diesem deutlichen Ergebnis seiner Wiederwahl trat Bürgermeister Ansorge im Juli 2018 seine zweite Amtszeit an. Der einzige Mitbewerber bei dieser Wahl, Andreas Krupop (parteilos), erhielt 14,3 Prozent der abgegebenen Stimmen.

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Birenbach hat 10 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis[4]. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
Kommunalwahl 2019
Wahlbeteiligung: 64,9 %
 %
50
40
30
20
10
0
49,23 %
26,63 %
24,14 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+11,63 %p
-9,77 %p
-1,86 %p
FWV Unabhängige Wählervereinigung Birenbach 49,23 5 37,6 4
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 26,63 3 36,4 3
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 24,14 2 26,0 3
gesamt 100,0 10 100,0 10
Wahlbeteiligung 64,9 % 53,25 %

WappenBearbeiten

Die Blasonierung des Gemeindewappens von Birenbach lautet: In Gold über einem erniedrigten blauen Wellenbalken ein schreitender rotbezungter schwarzer Löwe.

Der schwarze Löwe des teilredenden Wappens in gelb steht für die staufischen Herzöge von Schwaben und erinnert an die einstige Beziehung des Orts zur Herrschaft Büren-Hohenstaufen. Der Wellenbalken steht für den Bach im Ortsnamen Birenbach. Das Wappen wurde im Jahre 1958 festgelegt und zusammen mit der blau-gelben Flagge am 18. August 1959 vom Innenministerium verliehen.

PartnerschaftenBearbeiten

Die Gemeinde Birenbach ist seit 1972 Mitglied des Gemeindeverwaltungsverbandes (GVV) "Östlicher Schurwald", dem auch die Verbandsgemeinden Adelberg, Börtlingen und Rechberghausen angehören. Sitz des Verbandes ist Rechberghausen. Mit den Gemeinden Wäschenbeuren, Börtlingen und Adelberg bildet die Gemeinde Birenbach zudem den "Abwasserzweckverband Marbach-Krettenbachtal". Gemeinsam wird die Verbandskläranlage betrieben. Die Gemeinde Birenbach gehört als Gesellschafter auch der 2013 gegründeten "Stromnetzgesellschaft Östlicher Schurwald" an, zu der auch die Gemeinden Adelberg, Börtlingen, Rechberghausen und Wäschenbeuren gehören. Die Stromnetze zur örtlichen Versorgung sind somit mehrheitlich im Eigentum der Gesellschaft und damit der Gemeinden. Weiterer Gesellschafter ist die EnBW. Darüber hinaus ist die Gemeinde Birenbach Mitglied des Landschaftserhaltungsverbandes (LEV) des Landkreises Göppingen und gehört der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wif) des Landkreises Göppingen an.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Bahnhof Birenbach der ehemaligen Hohenstaufenbahn

VerkehrBearbeiten

Birenbach ist durch die Bundesstraße 297 an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Früher bestand auch ein Anschluss an die nunmehr stillgelegte Hohenstaufenbahn (Schwäbisch GmündGöppingen). Der ehemalige Bahnhof ist erhalten und dient heute als Bürgerhaus.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Mit den Firmen mobitec, Fent sowie A. Wezel sind in Birenbach vor allem kleinere, aber spezialisierte Unternehmen aus dem Bereich Maschinenbau sowie der Metallver- und -bearbeitung tätig. Weitere Unternehmen wie die Firmen Höchst-wohnen und kochen, Hocke Engineering, TS-Veranstaltungstechnik, Rainer Schmatzer Industrieservice, Späth-Mediendesign und Elektromotoren Oswald sind in Birenbach angesiedelt.

InfrastrukturBearbeiten

Birenbach verfügt über einen Supermarkt, eine Allgemeinmedizinerin, eine Filiale der Kreissparkasse Göppingen, eine Bäckerfiliale, eine Poststelle, einen Frisör, einen Blumenladen sowie das Ratscafe am Marktplatz. Mit der neuen "Grüne Mitte" wurde 2015 in der Ortsmitte unterhalb der Wallfahrtskirche eine Grünzone mit hoher Aufenthaltsqualität für alle Generationen geschaffen. Ein umfangreiches Spielgeräteangebot, eine Boulebahn und schöne Aufenthaltsbereiche runden die Maßnahme ab. Ein Rundweg ist barrierefrei zu begehen.

BildungBearbeiten

In Birenbach besteht mit der Friedrich-von-Büren-Schule eine reine Grundschule. Außerdem seit 2013 ein Kinderhaus, in welchem alle gängigen Betreuungsformen ab dem 2. Lebensmonat angeboten werden.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Wallfahrtskirche, Zeichnung von Margret Hofheinz-Döring, 1976

Sehenswert ist die Ende des 17. Jahrhunderts erbaute Wallfahrtskirche zur Schmerzhaften Mutter Gottes, eines der wenigen erhaltenen Beispiele des sog. "schwäbischen Bauernbarocks".

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Rainer Bader (* 1965), Arzt, Professor für Biomechanik und Implantattechnologie an der Universität Rostock

WeblinksBearbeiten

  Commons: Birenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 339
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Birenbach.
  4. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart