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Madeleine Bochatay

französische Skirennläuferin
Madeleine Bochatay Ski Alpin
Nation FrankreichFrankreich Frankreich
Geburtstag 2. Januar 1944 (75 Jahre)
Geburtsort Saint-Gervais-les-Bains, Frankreich
Größe 169 cm
Gewicht 60 kg
Karriere
Disziplin Abfahrt, Riesenslalom,
Slalom, Kombination
Status zurückgetreten
 

Madeleine Bochatay (verheiratete Bochatay-Montessuit, * 2. Januar 1944 in Saint-Gervais-les-Bains) ist eine ehemalige französische Skirennläuferin. Sie erreichte in den 1960er-Jahren zahlreiche Siege und Podestplätze bei internationalen Rennen und drei Top-10-Platzierungen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.

KarriereBearbeiten

Die damals 17-jährige Bochatay stieg im Winter 1961 zur Weltspitze in der Abfahrt auf. Neben ihrem Sieg bei den französischen Meisterschaften erreichte sie in jenem Jahr unter anderem einen Sieg in der Abfahrt von Chamonix und einen zweiten Platz in ihrem Heimatort Saint-Gervais.[1][2] Bei den Arlberg-Kandahar-Rennen in Mürren wurde sie 1961 Sechste in der Abfahrt und Zehnte in der Kombination.[3] Vor Beginn der Weltmeisterschaft 1962 lag Bochatay in der Abfahrt an zweiter Stelle in der FIS-Weltrangliste, hinter der Österreicherin Traudl Hecher.[4] Auch im Riesenslalom erzielte Bochatay gute Ergebnisse, im Winter 1962 unter anderem mit einem Sieg in Saint-Gervais und einem dritten Platz in Courchevel.[5][6] Bei der Weltmeisterschaft 1962 in Chamonix fuhr sie auf Platz sieben in der Abfahrt und Rang zehn im Riesenslalom.[7]

Im Winter 1963 belegte Bochatay unter anderem zwei zweite Plätze im Riesenslalom der SDS-Rennen in Grindelwald und in der Abfahrt der Coppa Femina in Abetone.[8] Bei den Arlberg-Kandahar-Rennen, diesmal in Chamonix ausgetragen, wurde sie wie zwei Jahre zuvor Sechste in der Abfahrt.[3] Die nächsten beiden Jahre verliefen insgesamt weniger erfolgreich, doch bei den Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck erreichte die mit Nummer eins gestartete Bochatay immerhin den sechsten Platz in der Abfahrt. Im olympischen Riesenslalom schied sie jedoch aus. Bei den Arlberg-Kandahar-Rennen desselben Jahres wurde sie Siebte im Riesenslalom.[3] Ab der Saison 1965 erzielte Bochatay neben Abfahrt und Riesenslalom auch im Slalom gute Resultate. So gelangen ihr 1965 neben zwei vierten Plätzen in den Abfahrten des Goldschlüsselrennens in Schruns und der SDS-Rennen in Grindelwald auch zweite fünfte Platze in Slalom und Riesenslalom in Grindelwald.[9]

Im Winter 1965/66 feierte Bochatay unter anderem zwei Siege in der Kombination des Kriterium des ersten Schnees in Val-d’Isère und im Riesenslalom des Staufenpokals in Oberstaufen, wo sie zudem Dritte in Slalom und Kombination wurde.[10][11][12] In der Abfahrt der Silberkrugrennen von Bad Gastein wurde sie ebenfalls Dritte.[13] Bei ihrem letzten Großereignis, der Weltmeisterschaft 1966 im chilenischen Portillo, belegte sie Rang 14 in der Abfahrt.[14]

ErfolgeBearbeiten

Olympische WinterspieleBearbeiten

(zählten zugleich als Weltmeisterschaften)

WeltmeisterschaftenBearbeiten

Podestplätze in FIS-Rennen (Auswahl)Bearbeiten

  • 1961: Sieg in der Abfahrt von Chamonix
  • 1961: 2. Platz in der Abfahrt von Saint-Gervais
  • 1962: Sieg im Riesenslalom von Saint-Gervais
  • 1962: 3. Platz im Riesenslalom von Courchevel
  • 1963: 2. Platz im Riesenslalom der SDS-Rennen in Grindelwald
  • 1963: 2. Platz in der Abfahrt der Coppa Femina in Abetone
  • 1966: Sieg in der Kombination des Kriterium des ersten Schnees in Val-d’Isère
  • 1966: Sieg im Riesenslalom und dritter Platz in Slalom und Kombination des Staufenpokals in Oberstaufen
  • 1966: 3. Platz in der Abfahrt der Silberkrugrennen in Bad Gastein

Französische MeisterschaftenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Österreichischer Skiverband (Hrsg.): Austria-Ski-Sport. Heft 2/1961, S. 12 und Heft 3/1962, S. 33.
  2. Hermann Nußbaumer: Sieg auf weißen Pisten. Bilanz des alpinen Skisports. 9. erweiterte Auflage, Trauner Verlag, Linz 1977, ISBN 3-85320-176-8, S. 227.
  3. a b c Top-10-Platzierungen der AK-Rennen 1956 bis 1966. (Memento des Originals vom 1. März 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kandahar.org.uk Website des Kandahar Ski Club, abgerufen am 10. April 2012 (PDF, 43 kB).
  4. Österreichischer Skiverband (Hrsg.): Austria-Ski-Sport. Heft 2/1962, S. 15.
  5. Hermann Nußbaumer: Sieg auf weißen Pisten. Bilanz des alpinen Skisports. 9. erweiterte Auflage, Trauner Verlag, Linz 1977, ISBN 3-85320-176-8, S. 237 und 239.
  6. Österreichischer Skiverband (Hrsg.): Austria-Ski-Sport. Heft 3/1962, S. 19.
  7. Österreichischer Skiverband (Hrsg.): Austria-Ski-Sport. Heft 3/1962, S. 7 und 33.
  8. Hermann Nußbaumer: Sieg auf weißen Pisten. Bilanz des alpinen Skisports. 9. erweiterte Auflage, Trauner Verlag, Linz 1977, ISBN 3-85320-176-8, S. 256, 269 und Faltblatt 6 (ohne Seitenangabe).
  9. Hermann Nußbaumer: Sieg auf weißen Pisten. Bilanz des alpinen Skisports. 9. erweiterte Auflage, Trauner Verlag, Linz 1977, ISBN 3-85320-176-8, Faltblätter 6 und 8 (ohne Seitenangabe).
  10. Hermann Nußbaumer: Sieg auf weißen Pisten. Bilanz des alpinen Skisports. 9. erweiterte Auflage, Trauner Verlag, Linz 1977, ISBN 3-85320-176-8, S. 309.
  11. Drei Französinnen vor Traudl Hecher. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 8. Jänner 1966, S. 10 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  12. Nur Grete Digruber hielt mit. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 9. Jänner 1966, S. 16 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  13. Hermann Nußbaumer: Sieg auf weißen Pisten. Bilanz des alpinen Skisports. 9. erweiterte Auflage, Trauner Verlag, Linz 1977, ISBN 3-85320-176-8, Faltblatt 8 (ohne Seitenangabe).
  14. http://www.alpineskiing-worldchampionships.com/1966.htm, abgerufen am 10. November 2010 (Website nicht mehr erreichbar).