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Macklemore Live (2016)

Macklemore [ˈmæk.ləˌmɔːɹ] (* 19. Juni 1983 in Seattle, Washington; bürgerlich Ben Haggerty) ist ein US-amerikanischer Rapper aus Seattle. Seine Texte sind häufig politisch, in seinen Liedern werden Drogenkonsum, die gleichgeschlechtliche Ehe und sozialkritische Themen behandelt. Bekannt wurde er ab 2011 als eine Hälfte des Duos Macklemore & Ryan Lewis. Später setzte er seine Karriere erfolgreich solo fort.

LebenBearbeiten

Haggerty wuchs in Capitol Hill (einem Stadtteil von Seattle) auf und ging dort zuerst auf die Garfield High School und später auf die Nathan Hale High School. Auf dem Evergreen State College erlangte er seinen Bachelorabschluss, bevor er einen Job in einem Jugendgefängnis annahm. Dort nahm er an einem Programm namens „Gateways“ teil, welches sich auf Rap konzentrierte.[1]

Im Jahr 2000 nahm Haggerty die EP Open Your Eyes als „Professor Macklemore“ auf und veröffentlichte sie im Selbstverlag. 2005 löschte er den Professor aus seinem Namen und veröffentlichte sein erstes Album mit dem Titel The Language of My World.

Er verfiel in der Folgezeit dem Drogenkonsum. Neben Marihuana konsumierte er Purple drank, eine unter Rappern weitverbreitete Partydroge, welche ein Gemisch aus oxycontin- oder codeinhaltigem Hustensaft und Limonade ist. Dies nannte er als Grund für seinen „Mangel an Produktivität“ in diesen Jahren. Nach einer Begegnung mit Ryan Lewis nahm er mit diesem als Produzenten das Unplanned Mixtape auf und brachte es im September 2009 heraus. Songs wie The Town und And We Danced wurden bekannt. Die Zeit und Erfahrungen des Drogenkonsums (sechs seiner Freunde starben an Überdosen) verarbeitete er im Song Otherside; der Titel stammt aus der VS. EP und erhielt insgesamt gute Kritiken.[2]

Die EP war die erste Veröffentlichung von Haggerty und dem Produzenten unter dem gemeinsamen Namen Macklemore & Ryan Lewis. 2011 hatten sie mit dem Nummer-1-Hit Can’t Hold Us ihren gemeinsamen Durchbruch. Kurz darauf kam auch die wiederveröffentlichte Solosingle And We Danced in einigen europäischen Ländern wie Österreich und der Schweiz in die Charts. Bis 2016 waren sie aber vor allem als Duo erfolgreich. Das Soloalbum Love Not War von 2015 fand trotz Beteiligung von Lewis wenig Beachtung, ebenso wie seine Gastbeiträge bei anderen Interpreten.

Im Januar 2013 verlobte Haggerty sich mit seiner Freundin Tricia Davis, mit der er bereits seit sieben Jahren zusammen war. Am 29. Mai 2015 bekamen sie eine Tochter.[3][4] Davis und Haggerty heirateten am 27. Juni 2015.

 
Macklemore auf dem Southside Festival 2014

Anfang Oktober 2016 trat Macklemore in der MTV-Dokumentation Prescription for Change – Ending America’s Opioid Crisis auf, die er zusammen mit Präsident Obama produzierte. In der Dokumentation wird die Opioid-Krise in Amerika thematisiert, der Macklemore selbst fast zum Opfer fiel. Dazu wurde der Song Drug Dealer veröffentlicht, in dem er die Ärzte hart kritisiert und auch seine eigene Sucht thematisiert. Am 27. Oktober wurde auch ein emotionales Musikvideo veröffentlicht, das die harte Realität der Medikamentenabhängigkeit zeigt.

Im Juni 2017 veröffentlichte er die Single Glorious mit Skylar Grey als Gast. Es war das erste Mal seit 2011, dass Macklemore wieder einen Charthit ohne Ryan Lewis hatte. Good Old Days mit Kesha als Sängerin war ein weiterer internationaler Erfolg und die Vorabsingle zum Soloalbum Gemini, das am 22. September 2017 erschien. Das Album knüpfte an die Erfolge mit Lewis an, es erreichte Platz 2 in den US-Charts und Top-10-Platzierungen in Europa. Anfang 2018 war er am Hit These Days von Rudimental beteiligt. Das Lied erreichte Platz 1 in Großbritannien.

Am 16. März 2018 kam seine zweite gemeinsame Tochter mit Ehefrau Davis auf die Welt.[5]

DiskografieBearbeiten

Für Veröffentlichungen zusammen mit Ryan Lewis siehe Macklemore & Ryan Lewis/Diskografie.

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[6] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
2017 Gemini
10
(5 Wo.)
6
(6 Wo.)
3
(6 Wo.)
13
(3 Wo.)
2
 Gold

(39 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. September 2017

Weitere Veröffentlichungen

Jahr Titel Anmerkungen
2000 Open Your Eyes EP, Erstveröffentlichung: 21. Oktober 2000
als „Professor Macklemore“
2005 The Language of My World Album, Erstveröffentlichung: 10. Oktober 2005
2009 The Unplanned Mixtape Mixtape-EP, Erstveröffentlichung: 7. September 2009
2015 Love Not War Mixtape, Erstveröffentlichung: 25. Mai 2015[7]

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[6] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
2011 And We Danced
The Unplanned Mixtape
300! 4
(52 Wo.)
36
 Gold

(26 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: 31. Oktober 2011
feat. Ziggy Stardust
2017 Glorious
Gemini
15
(26 Wo.)
12
(28 Wo.)
17
(36 Wo.)
23
 Gold

(16 Wo.)
49
 Platin

(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Juni 2017
feat. Skylar Grey
Marmalade
Gemini
300! 300! 97
(1 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: 26. Juli 2017
feat. Lil Yachty
Good Old Days
Gemini
50
(1 Wo.)
24
(6 Wo.)
24
(10 Wo.)
79
(9 Wo.)
48
 Platin

(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. September 2017
feat. Kesha
2019 Shadow
300! 300! 74
(1 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: 16. August 2019
feat. Iro
Folgende Lieder erschienen nicht als Single, wurden aber durch das Album zu Download und Streaming bereitgestellt und konnten somit eine Platzierung erlangen:
2017 Ain’t Gonna Die Tonight
Gemini
300! 73
(1 Wo.)
67
(1 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: 22. September 2017
feat. Eric Nally

Weitere Singles

  • 2005: Love Song (feat. Evan Roman)
  • 2009: The Town
  • 2016: Drug Dealer (feat. Ariana DeBoo)
  • 2019: I Don’t Belong in This Club (mit Why Don’t We)

Als GastmusikerBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[6] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
2018 These Days
Toast to Our Differences
3
 Platin

(33 Wo.)
1
 Platin

(34 Wo.)
2
(49 Wo.)
1
 Dreifachplatin

(54 Wo.)
300!
 Platin
Erstveröffentlichung: 19. Januar 2018
Rudimental feat. Jess Glynne, Macklemore & Dan Caplen
2019 Summer Days
24
(18 Wo.)
13
 Gold

(21 Wo.)
22
(23 Wo.)
26
 Silber

(15 Wo.)
100
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. April 2019
Martin Garrix feat. Macklemore & Patrick Stump

Weitere Gastbeiträge

  • 2010: What They Came Here For (Suntonio Bandanaz feat. Macklemore)
  • 2011: Letterhead (Remix) (Sapient feat. Illmaculate & Macklemore)
  • 2015: Gold Rush (Clinton Sparks feat. 2 Chainz, Macklemore & D.A.)
  • 2016: Rio (Remix) (Netsky feat. Macklemore & Digital Farm Animals)
  • 2016: FDT, Pt. 2 (YG feat. G-Eazy & Macklemore)
  • 2017: Free (Torii Wolf feat. Macklemore & DJ Premier)
  • 2019: I Love Myself (Ciara feat. Macklemore)

Auszeichnungen für MusikverkäufeBearbeiten

Für Veröffentlichungen zusammen mit Ryan Lewis siehe Macklemore & Ryan Lewis/Auszeichnungen für Musikverkäufe.

Land/Region   Silber   Gold   Platin   Diamant Ver­käu­fe Quel­len
Australien  Australien (ARIA) 0! S 2 13 0! D 980.000 aria.com.au
Belgien  Belgien (BEA) 0! S 1 2 0! D 80.000 ultratop.be
Danemark  Dänemark (IFPI) 0! S 1 2 0! D 210.000 ifpi.dk
Deutschland  Deutschland (BVMI) 0! S 0! G 1 0! D 400.000 musikindustrie.de
Frankreich  Frankreich (SNEP) 0! S 2 1 1 600.000 infodisc.fr snepmusique.com
Italien  Italien (FIMI) 0! S 3 5 0! D 325.000 fimi.it
Kanada  Kanada (MC) 0! S 1 5 0! D 440.000 musiccanada.com
Mexiko  Mexiko (AMPROFON) 0! S 1 0! P 0! D 30.000 amprofon.com.mx
Neuseeland  Neuseeland (RMNZ) 0! S 1 2 0! D 75.000 nztop40.co.nz
Niederlande  Niederlande (NVPI) 0! S 1 0! P 0! D 20.000 nvpi.nl
Osterreich  Österreich (IFPI) 0! S 1 1 0! D 45.000 ifpi.at
Polen  Polen (ZPAV) 0! S 2 0! P 0! D 20.000 bestsellery.zpav.pl
Spanien  Spanien (Promusicae) 0! S 0! G 1 0! D 40.000 elportaldemusica.es
Schweiz  Schweiz (IFPI) 0! S 1 0! P 0! D 15.000 hitparade.ch
Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten (RIAA) 0! S 1 3 0! D 3.500.000 riaa.com
Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich (BPI) 1 1 3 0! D 2.400.000 bpi.co.uk
Insgesamt 1 19 39 1

WeblinksBearbeiten

  Commons: Macklemore – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

QuellenBearbeiten

  1. Seattle rapper Macklemore ready to take a shot at pop stardom (englisch)
  2. youtube.com
  3. Macklemore: Er ist Papa - und verheiratet. In: GALA. 6. August 2015 (gala.de [abgerufen am 4. Dezember 2018]).
  4. twitter.com
  5. So verlief die Geburt seines zweiten Kindes. In: stern.de. 14. Mai 2018 (stern.de [abgerufen am 4. Dezember 2018]).
  6. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US
  7. Love not war bei fnac, abgerufen am 1. Dezember 2019