Múte B. Egede

grönländischer Politiker (Inuit Ataqatigiit)

Múte Inequnaaluk Bourup Egede [ˈmut͡sːi inɜquˈnaːluk ˈbou̯ʁɔb ˈeːəðə] (* 11. März 1987 in Nuuk)[1] ist ein grönländischer Politiker (Inuit Ataqatigiit).

Leben und KarriereBearbeiten

Múte B. Egede wurde in Nuuk geboren und wuchs in Narsaq auf.[2] Er ist der Sohn von Otto Egede (* 1955) und Ellen Bang Bourup. Er stammt aus der Schäferfamilie Egede. Über seinen Vater ist er ein Enkel von Erik Egede (1923–1967), ein Neffe von Kaj Egede (1951–2013) und ein Ururenkel von John Møller (1867–1935). Mit seiner Lebensgefährtin Tina Chemnitz hat Múte zwei Kinder.[1]

Múte B. Egede begann 2007 ein Studium der Kultur- und Gesellschaftsgeschichtswissenschaften an der Universität von Grönland, beendete dieses jedoch nicht, da er 2013 sein Familienunternehmen übernahm.

2007 saß er im Jugendparlament. Von 2011 bis 2012 war er Vizevorsitzender der Studentenvereinigung KISAQ. Von 2013 bis 2015 war er Vorsitzender der Inuusuttut Ataqatigiit, der Jugendorganisation der Inuit Ataqatigiit. Im selben Jahr wurde er zudem Mitglied des Parteivorstands und 2015 Parteivizevorsitzender.[1]

Bei der Wahl 2014 erreichte er den ersten Nachrückerplatz seiner Partei. Er kandidierte zudem bei der Folketingswahl 2015, musste sich jedoch Aaja Chemnitz Larsen geschlagen geben,[3] deren Sitz im Inatsisartut er anschließend übernahm.[4] Im Oktober 2016 wurde er zum Rohstoffminister im Kabinett Kielsen II ernannt. Von Januar bis April 2017 übernahm er zudem interimsweise das Ministerium für Kommunen, Dörfer, Infrastruktur und Wohnungswesen.[1]

Bei der Wahl 2018 wurde Múte erstmals direkt ins Inatsisartut gewählt.[3] Am 1. Dezember 2018 wurde er als Nachfolger der im Oktober 2018 zurückgetretenen Sara Olsvig zum Parteivorsitzenden der Inuit Ataqatigiit gewählt.[2] Unter seiner Führung konnte die Partei aus der Wahl 2021 als stärkste Kraft hervorgehen, wobei er die meisten Stimmen erhielt.[5] Am 16. April präsentierte er die Koalitionsregierung aus Inuit Ataqatigiit und Naleraq sowie das Kabinett Egede, das am 23. April offiziell gewählt werden wird.[6]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d CV auf der Seite des Naalakkersuisut (archiviert)
  2. a b Thomas Munk Veirum: Múte B. Egede er ny IA-formand bei knr.gl (1. Dezember 2018)
  3. a b Wahlergebnisse in Grönland bei valg.gl
  4. Nauja Møller: Inuit Ataqatigiit får ny gruppeformand i Inatsisartut bei knr.gl (28. August 2015)
  5. Jørgen Schultz-Nielsen: Inatsisartut: IA blev den store vinder in der Sermitsiaq (7. April 2021)
  6. Merete Lindstrøm: IA og Naleraq skal lede landet in der Sermitsiaq (16. April 2021)