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Luttach gegen den Hauptkamm der Zillertaler Alpen

Luttach (im lokalen Dialekt Luchta, italienisch Lutago genannt) ist eine Fraktion der Gemeinde Ahrntal im Nordosten Südtirols (Italien).

AllgemeinesBearbeiten

Luttach ist das zweitgrößte Dorf der Gemeinde Ahrntal mit 1134 Einwohnern (31. Dezember 2017). Der Ort, eines der wichtigsten touristischen Zentren im Ahrntal, liegt auf einer Höhe von 956 m s.l.m. Rund um Luttach befinden sich 14 Dreitausender.

GeschichteBearbeiten

Der Ortsname ist 1237 und 1257 als Luchdach und 1348 als Luttach bezeugt und hat mutmaßlich keltische Wurzeln, da er auf das Patronym "Lucotos" zurückgehen könnte.[1][2] Kein Zusammenhang besteht hingegen mit dem Dialektwort Lochn, wie bisweilen mit Blick auf die früheren Überschwemmungen des Ortes in Vorschlag gebracht wurde. Luttach gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zum Gerichtsbezirk Taufers und war Teil des Bezirks Bruneck. Der italienische Ortsname wurde erst mit der Angliederung Südtirols an Italien nach 1919 eingeführt.

KircheBearbeiten

 
Pfarrkirche

Die Schutzheiligen der Luttacher Kirche sind der Hl. Sebastian und der Hl. Rochus. Die Pfarrkirche wurde 1445 erbaut und 1895 neugotisch eingerichtet. Die architektonisch anspruchsvolle Friedhofserweiterung von 2007 hat überregionale Anerkennung gefunden.

SonstigesBearbeiten

  • Krippenmuseum „Maranatha“
  • Luttach ist der Heimatort der Profitennisspielerin Karin Knapp.
  • Der Roman Stille (englisch Cleaver) von Tim Parks spielt in Luttach.

LiteraturBearbeiten

  • Vinzenz Oberhollenzer, Joseph Hopfgartner: Luttach an der Ahr: 300 Jahre selbständige Seelsorge. St. Johann i. A.: Ahrntal-Druck 1987.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Luttach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Egon Kühebacher: Die Ortsnamen Südtirols und ihre Geschichte, Bd. 1, Bozen, Athesia 1995, S. 227. ISBN 88-7014-634-0
  2. Siehe die Sagengestalt "Luchta" (Luchtar) der keltischen Mythologie.


Koordinaten: 46° 57′ N, 11° 55′ O