1237
Friedrich II. führt den erbeuteten Carroccio nach Cremona, (Darstellung in einer Handschrift aus dem 14. Jahrhundert)
In Norditalien erringt Kaiser Friedrich II. in der Schlacht von Cortenuova einen Sieg über ein Heer des Lombardenbundes.
1237 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 685/686 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1229/30
Buddhistische Zeitrechnung 1780/81 (südlicher Buddhismus); 1779/80 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 65. (66.) Zyklus

Jahr des Feuer-Hahns 丁酉 (am Beginn des Jahres Feuer-Affe 丙申)

Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 599/600 (Jahreswechsel April)
Iranischer Kalender 615/616
Islamischer Kalender 634/635 (Jahreswechsel 23./24. August)
Jüdischer Kalender 4997/98 (20./21. September)
Koptischer Kalender 953/954
Malayalam-Kalender 412/413
Seleukidische Ära Babylon: 1547/48 (Jahreswechsel April)

Syrien: 1548/49 (Jahreswechsel Oktober)

Spanische Ära 1275
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1293/94 (Jahreswechsel April)

EreignisseBearbeiten

Politik und WeltgeschehenBearbeiten

Heiliges Römisches ReichBearbeiten

  • Februar: Nachdem seine Wahl im Jahr 1235 noch gescheitert ist, wird der achtjährige Konrad IV., Sohn von Kaiser Friedrich II., auf einem Hoftag in Wien zum römisch-deutschen König gewählt, jedoch nicht gekrönt. Der Wahlakt beinhaltet nicht nur den Titel des römisch-deutschen Königs, sondern auch die künftige Nachfolge als römisch-deutscher Kaiser. Papst Gregor IX. erkennt die Wahl des Staufers nicht an.
  • August/September: Kaiser Friedrich II. bricht von Augsburg aus zu einem neuerlichen Italienzug gegen den Lombardenbund auf. Sein Sohn Konrad bleibt in Deutschland, um seinen Vater formell zu vertreten. Ihm steht der Mainzer Erzbischof Siegfried III. von Eppstein als Reichsgubernator zur Seite.
  • Mantua tritt vom Lombardenbund auf die Seite des Kaisers über.
  • 27. November: In Norditalien erringt Kaiser Friedrich II. in der Schlacht von Cortenuova einen Sieg über ein Heer des Lombardenbundes unter Mailänder Führung. Mailand verliert dabei seinen Fahnenwagen, Petrus Tiepolo, Sohn des Dogen von Venedig und gleichzeitig Podestà von Mailand, gerät in Gefangenschaft. Die folgenden Friedensverhandlungen scheitern allerdings an Friedrichs Forderung nach bedingungsloser Unterwerfung.

Britische InselnBearbeiten

Iberische Halbinsel/ReconquistaBearbeiten

 
Der Sarkophag des Bernat Guillem d’Entença in der Abtei von El Puig.

Zayyan ibn Mardanish, Herrscher des Taifa-Königreichs Balansiya greift die von Aragón gehaltene strategisch bedeutsame Anhöhe El Puig de Santa María an, als sich nur eine relativ kleine Garnison unter dem Befehl von Bernat Guillem I. d’Entença dort befindet, während sich König Jakob I. von Aragón nach Katalonien zurückgezogen hat. Trotz seiner zahlenmäßigen Unterlegenheit erringt Bernat Guillem ein vollständiger Sieg in der Schlacht von El Puig de Santa María, der im Zuge der Reconquista maßgeblich zur Eroberung von Valencia und zur Gründung des Königreichs Valencia im folgenden Jahr beiträgt. Bernat Guillem selbst erliegt Ende des Jahres den bei der Schlacht erlittenen Verletzungen.

BalkanBearbeiten

Sieben Jahre nach seiner Gefangennahme und Blendung nach der Schlacht von Klokotniza wird Theodoros I. Komnenos Dukas vom bulgarischen Zaren Iwan Assen II. wieder freigelassen, nachdem dieser Theodors Tochter Irene geheiratet hat. Theodoros kehrt mit seinen Söhnen Johannes Komnenos Dukas und Demetrios Komnenos Dukas nach Thessaloniki zurück, setzt seinen Bruder Manuel ab und setzt seinen Sohn Johannes zum Despoten von Thessaloniki ein. Manuel wendet sich an Kaiser Johannes III. von Nikaia um Hilfe. Im Gegenzug verzichtet er diesem gegenüber auf die byzantinische Kaiserkrone.

KreuzfahrerstaatenBearbeiten

AyyubidenreicheBearbeiten

  • 27. August: Al-Aschraf Musa, Sultan der Ayyubiden in Damaskus, stirbt während eines Feldzuges gegen seinen Neffen an-Nasir Yusuf, womit die Unabhängigkeit von dessen Reich um Aleppo vorläufig gewahrt bleibt. Al-Aschrafs Bruder as-Salih Ismail übernimmt die Herrschaft in Damaskus. Daraufhin beginnt al-Kamil, ein weiterer Bruder und Herrscher über Ägypten, einen Feldzug gegen Damaskus.

OsteuropaBearbeiten

 
Ausbreitung des Mongolischen Reichs während des Mongolensturms

AsienBearbeiten

Urkundliche Ersterwähnungen und StadtrechteBearbeiten

KulturBearbeiten

 
La ronde au dieu d’amour
Manuskript des Rosenromans (1420–30)

GesellschaftBearbeiten

ReligionBearbeiten

KirchenhierarchieBearbeiten

Klostergründungen und KirchweihenBearbeiten

GeborenBearbeiten

GestorbenBearbeiten

Todesdatum gesichertBearbeiten

  • 24. Januar: Barthélemy de Roye, französischer Adeliger und Großkämmerer von Frankreich (* um 1170)
  • 13. Februar: Jordan von Sachsen, Ordensmeister der Dominikaner (* um 1185/1190)
  • 23. März: Johann von Brienne, französischer Kreuzritter, König und Regent von Jerusalem, Lateinischer Kaiser (* um 1169/1174)
  • 14. August: Magnús Gissurarson, Bischof von Skálholt im Süden Islands
  • 27. August: al-Aschraf Musa, Sultan von Syrien
  • 31. August: Huijong, 21. König des koreanischen Goryeo-Reiches (* 1181)
  • 7. Dezember: Abraham ben Moses ben Maimon, ägyptisch-jüdischer Theologe, Exeget, Mystiker und Arzt, Anführer der jüdischen Gemeinde Ägyptens (* 1186)

Genaues Todesdatum unbekanntBearbeiten

 
Der Sarkophag von Johanna in der Kirche von Beaumaris

WeblinksBearbeiten

Commons: 1237 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien