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Leo Weber (Historiker)

deutscher Kirchen- und Kunsthistoriker

LebenBearbeiten

Leo Weber wurde nach einer Lehre zum Maler zum Kriegsdienst verpflichtet. Nach Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft trat er in das Spätberufenenseminar der Salesianer Don Boscos im schwäbischen Kloster Buxheim. Am 29. Juni 1961 empfing er in der Päpstlichen Basilika St. Benedikt in Benediktbeuern die Priesterweihe. Er war anschließend in der Jugendseelsorge tätig.

1969 wurde er bei Georg Schwaiger an der katholisch-theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München mit einer kirchengeschichtlichen Arbeit über Veit Adam von Gepeckh, Fürstbischof von Freising, zum Dr. theol. promoviert. 1983 wurde er mit der Arbeit über die Erneuerung des Domes zu Freising in den Jahren 1621 bis 1630 bei Norbert Lieb in Kunstgeschichte zum Dr. phil. promoviert. Er war ab 1970 zunächst Dozent, ab 1981 Professor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern. 2000 wurde er emeritiert; Nachfolger wurde Norbert Wolff.

WirkenBearbeiten

Forschungsschwerpunkt von Leo Weber ist neben den Salesianern Don Boscos die christlich-barocke Kunst. Er gilt als profunder Kenner des Klosters Benediktbeuern. Er ist Ehrenmitglied des Bundes Bayerischer Gebirgsschützen.

Leo Weber hat zahlreiche kirchen- und kunsthistorische Arbeiten veröffentlicht.

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • Veit Adam von Gepeckh. Fürstbischof von Freising, 1618 bis 1651. Seitz & Höfling, München 1972.
  • Die Erneuerung des Domes zu Freising 1621–1630 mit Untersuchungen der Goldenen-Schnitt-Konstruktionen Hans Krumppers und zum Hochaltarbild des Peter Paul Rubens. Don Bosco, München 1985, ISBN 3-7698-0541-0.
  • (Hrsg.) Vestigia Burana: Spuren und Zeugnisse des Kulturzentrums Kloster Benediktbeuern. Don Bosco, München 1995, ISBN 3-7698-0790-1.
  • Kloster Benediktbeuern. Kloster und päpstliche Basilika St. Benedikt. Schnell und Steiner, Regensburg 1974; 11. Auflage: Kloster Benediktbeuern. Mit päpstlicher Basilika und Anastasiakapelle. Schnell und Steiner, Regensburg 2001, ISBN 3-7954-4095-5.
  • Kloster Benediktbeuern: Hoheits-, Wirtschafts- und Kulturzentrum seit dem frühen 8. Jahrhundert im Pfaffenwinkel. Schnell und Steiner, Regensburg 2003, ISBN 3-7954-1412-1.
  • Filialkirche St. Georg Bichl. Schnell und Steiner, Regensburg 2006, ISBN 3-7954-6628-8.

WeblinksBearbeiten