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LebenBearbeiten

Herkunft und FamilieBearbeiten

Konrad von Goßler wurde als viertes von sechs Kindern der Eheleute Karl Ferdinand Konrad von Goßler, Landrat des Landkreises Gardelegen, und Elisabeth Ernestine Rabe von Pappenheim (* 1853) auf deren Gutsbesitz Gut Zichtau geboren.[1] Er entstammte der Familie Goßler.

Konrad von Goßler war verheiratet und hatte vier Kinder.

Armeeeintritt und Erster WeltkriegBearbeiten

In die preußische Armee trat Konrad von Goßler Ende 1901 im Rang eines Fahnenjunkers ein. Er diente erst im 1. Brandenburgische Dragoner-Regiment Nr. 2 in Schwedt an der Oder, wurde dort 1902 zum Leutnant befördert und diente ab 1908 bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges im neu aufgestellten Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 5 in Mülhausen.[1]

Während des Ersten Weltkriegs diente Konrad von Goßler zuletzt im Dienstgrad eines Rittmeisters in verschiedenen Generalstäben und wurde für seinen Einsatz, auch später, vielfach ausgezeichnet.[2]

Tätigkeiten im ReichsheerBearbeiten

Konrad von Goßler wurde nach dem Ersten Weltkrieg in das Übergangsheer übernommen und im Frühjahr 1920 in den Generalstab der neu aufgestellten 1. Kavallerie-Division[3] in Frankfurt an der Oder versetzt. Mit der Bildung der Reichswehr 1921 wurde er bis Ende 1922 Generalstabsoffiziers im Stab der 3. Kavallerie-Division mit Stationierung in Kassel. Hier diente er unter dem Stabschef Gerd von Rundstedt als I a Offizier.[4] Bis zu seiner Versetzung in den Generalstab der 5. Division nach Stuttgart Mitte 1925 war er in verschiedenen Funktionen im 14. Reiter-Regiment in Ludwigslust tätig. Im Generalstab der 5. Division verblieb er bis zur Versetzung nach Breslau, wo er Ende 1929 unter dem Kommando von Gerd von Rundstedt Stabschef der 2. Kavallerie-Division wurde.[2] Anfang 1931 wurde er Kommandeur des 7. Reiter-Regiments, aber bereits Ende 1932 für zwei Jahre als Chef der Heeresabteilung T1 in das Reichswehrministerium versetzt.

Anfang 1934 wurde er Nachfolger von Oberst Erwin von Witzleben als Infanterieführer VI (Tarnname für den Divisionskommandeur der 6. Infanterie-Division) in Hannover. Es folgte Anfang 1935 die Ernennung zum Artillerieführer VI (Tarnname für den Divisionskommandeur der 19. Infanterie-Division).

Nach der Enttarnung der Verbände wurde er Ende 1935 als Generalmajor offiziell Kommandeur der 19. Infanterie-Division. Im Februar 1938 erfolgte seine Beförderung zum General der Kavallerie. Mit der Übergabe des Kommandos an Günther Schwantes am 1. März 1938 kam er zum Oberkommando des Heeres nach Berlin als Inspekteur der Kavallerie.[5][6] Bereits Ende 1938 gab er diesen Posten ab und wurde am 31. März 1939 aus dem aktiven Dienst entlassen.[6]

Auszeichnungen (Auswahl)Bearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Dermot Bradley, Karl-Friedrich Hildebrand, Markus Rövekamp: Die Generale des Heeres. Band 4: Fleck–Gyldenfeldt. Biblio-Verlag, Osnabrück 1996, ISBN 3-7648-2488-3, S. 366–367.

WeblinksBearbeiten

ReferenzenBearbeiten

  1. a b Gothaisches genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser - Seite - ULB Düsseldorf. S. 271, abgerufen am 28. März 2018.
  2. a b Germany Reichswehrministerium: Rangliste des deutschen Reichsheeres. E. S. Mittler & Sohn., 1930, S. 18 (google.de [abgerufen am 29. März 2018]).
  3. Stellenbesetzung im Reichsheer: Vom 16. Mai 1920, 1. Oktober 1920, 1. Oktober 1921. Biblioverlag, 1968, S. 125 (google.de [abgerufen am 28. März 2018]).
  4. Albert Praun: Albert Praun - ein deutsches (Soldaten-)Leben: 1894-1975. H. Praun, 2004, S. 48 (google.de [abgerufen am 29. März 2018]).
  5. Dietrich Eichholtz: Der Weg in den Krieg: Studien zur Geschichte der Vorkriegsjahre, 1935/36 bis 1939. Pahl-Rugenstein, 1989, ISBN 978-3-7609-1309-4, S. 113 (google.de [abgerufen am 28. März 2018]).
  6. a b Josef Folttmann, Hanns Möller-Witten: Opfergang der Generale: die Verluste der generale und Admirale und der im gleichen Dienstrang stehenden sonstigen Offiziere und Beaten im Zweiten Weltkrieg. Bernard and Graefe, 1959, S. 104 (google.de [abgerufen am 28. März 2018]).