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Knut Korschewsky

deutscher Politiker (Die Linke), MdL
Knut Korschewsky, Mai 2011

Knut Korschewsky (* 21. Dezember 1960 in Seehausen (Altmark)[1]) ist ein deutscher Politiker der Partei Die Linke. Er ist seit 2009 Abgeordneter im Thüringer Landtag und war von 2006 bis 2013 Landesvorsitzender seiner Partei in Thüringen.

WerdegangBearbeiten

Korschewsky wurde 1979 Mitglied der SED. Er ist Feinwerktechniker und arbeitete zunächst als Dreher, dann bis 1985 als Schleifer im Feinmessgerätewerk Suhl, einem Außenstandort von Carl Zeiss, und wurde dann dort wissenschaftlicher Mitarbeiter des Betriebsdirektors. 1988/89 besuchte er die Bezirksparteischule in Schleusingen und war dann bis 1990 in der FDJ-Kreisleitung in Suhl tätig.

Nach der deutschen Wiedervereinigung arbeitete er 1990/91 kurzzeitig für den PDS-Stadtvorstand in Suhl; 1992 wurde er Mitarbeiter im PDS-Landesvorstand und schließlich im November 2002 PDS-Landesgeschäftsführer. Am 4. März 2006 wurde er zum Landesvorsitzenden der Linkspartei.PDS gewählt, nachdem der langjährige Vorsitzende Dieter Hausold nicht mehr angetreten war. Korschewsky erhielt 68 Prozent der Delegiertenstimmen; es gab keinen Gegenkandidaten.[2]

Im Juli 2007 wurde Korschewsky beim Vereinigungsparteitag mit der WASG in Gotha mit 78 Prozent als Landesvorsitzender von Die Linke gewählt. Nach der Landtagswahl in Thüringen 2009 erhielt er Ende November bei der Wiederwahl zum Landesvorsitzenden auf dem Landesparteitag in Schleiz 55,8 Prozent der Delegiertenstimmen. Sein überraschend angetretener Gegenkandidat Stanislav Sedlacik erhielt 34,9 Prozent.[3]

In einem Interview am 27. Februar 2009 mit der Thüringischen Landeszeitung sagte er: „Einen Unrechtsstaat DDR hat es für mich nicht gegeben.“[4]

Bei der Landtagswahl in Thüringen 2009 kandidierte er auf Platz 4 der Landesliste seiner Partei und wurde somit erstmals selbst in den Thüringer Landtag gewählt. Er ist sport- und tourismuspolitischer Sprecher seiner Fraktion und vertritt den Wahlkreis Sonneberg.

Zur Bundestagswahl 2013 tritt er im Bundestagswahlkreis Sonneberg – Saalfeld-Rudolstadt – Saale-Orla-Kreis als Direktkandidat an, wo er 26,4 % der Stimmen erhielt. Beim Landesparteitag seiner Partei im November 2013 kandidierte er nicht mehr als Landesvorsitzender; seine Nachfolgerin wurde Susanne Hennig.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. WirtschaftsWoche@1@2Vorlage:Toter Link/www.wiwo.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Knut Korschewsky neuer Chef der Thüringer Linkspartei-PDS@1@2Vorlage:Toter Link/linkszeitung.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Die Linkszeitung, 4. März 2006
  3. Korschewsky bleibt trotz Dämpfer Landeschef der Linken (Memento des Originals vom 2. Januar 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.freies-wort.de, Freies Wort, 28. November 2009
  4. DER MÜNCHHAUSEN-TEST. In: Der Spiegel. Nr. 10, 2009 (online2. März 2009).