Kirchen in Ludwigshafen

Kirchengebäude in Ludwigshafen am Rhein
Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt ist die bekannteste Kirche Ludwigshafens.

Diese Liste nennt und erläutert die Kirchen in der Stadt Ludwigshafen am Rhein in alphabetischer Reihenfolge.

Da auf Grund des demografischen Wandels in den kommenden Jahrzehnten einige dieser Kirchen nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion genutzt werden, ist diese Liste auch eine Bestandsaufnahme zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

St. AlbertBearbeiten

 
St. Albert

St. Albert ist die jüngste katholische Pfarrei in Ludwigshafen. Sie wurde im Neubaugebiet Pfingstweide 1969 zuerst als Kuratie der Pfarrei Maria Königin errichtet und 1970 zur selbständigen Pfarrei erhoben. Die Kirche wurde im Jahr 1974 eingeweiht.

Name Albert
Bauzeit 1972–1974
Zerstörung -
Architekt Wolfgang Rauch aus Neustadt
Baustil moderne Bauauffassung der 1960er bis 1980er Jahre
Turmhöhe ≈13 m
Glocken keine
Orgel Firma Kuhn, Esthal/Pfalz, II/16
Fläche 240 m²
Sitzplätze 100
(+ 200 durch Einbeziehung des Saals)
Adresse Madrider Weg 15 in 67069 Ludwigshafen-Pfingstweide
Website www.st-albert-lu.de

ApostelkircheBearbeiten

 
Apostelkirche

Die Apostelkirche entstand als Tochtergemeinde der protestantischen Pfarre I (spätere Lutherkirche), die 1895 von dieser abgetrennt und unter der Leitung des bisherigen Pfarrers von Oggersheim, Johann Georg Bickes, als eigene Pfarrstelle für die nördlich der Bahnlinie Ludwigshafen-Neustadt gelegenen Stadtteile verselbständigt wurde.

Der Kirchenbau wurde in den Jahren 1892 bis 1894 im frühgotischen Stil errichtet. Die Bauausführung erfolgte durch die Firma Gebrüder Hoffmann aus Ludwigshafen.

Die Apostelkirche ist heute in Ludwigshafen der am besten erhaltene protestantische Kirchenbau aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.

Name Apostel
Bauzeit 1892–1894
Zerstörung geringe Beschädigung im Zweiten Weltkrieg
Architekt Johannes Otzen, Berlin
Baustil neugotischer Blankziegelbau
Turmhöhe 68 m
Glocken des1–f1–as1–b1; 1.620 kg, 913 kg, 558 kg, 398 kg, (Glocken- und Kunstgießerei Rincker)
Orgel 1951/52 Steinmayer, III/41 (46)
Fläche 623 m²
Sitzplätze 632
Adresse Rohrlachstraße 70
Website www.apostelkirche-ludwigshafen.de

AuferstehungskircheBearbeiten

 
Auferstehungskirche

Die erste evangelische Auferstehungskirche in Oppau wurde im Jahr 1830 gebaut. Bei der Explosion des Oppauer Stickstoffwerkes am 21. September 1921 und im Zweiten Weltkrieg wurde sie schwer beschädigt. Der Wiederaufbau fand zuerst im Jahr 1923 und nach dem Krieg im Jahr 1951 statt.

Name Auferstehung
Bauzeit 1830–1840, 1923, 1952
Zerstörungen 1707, 1784, 1824, 1921, 1943
Architekten Jakob Pfarr, Oppau (1830)
Wolfgang Schrade, Mannheim (1922)
Walter Blessing, Neckargemünd (1952)
Baustil neoklassizistische Bauanlage
Turmhöhe 42 m
Glocken d1–f1–g1–a1; 1.276 kg, 771 kg, 737 kg, 527 kg
Orgel 1952–57 Steinmeyer Oettingen, II/24 elektrisch
Fläche 440 m²
Sitzplätze 582
Adresse Kirchenstraße 1 in Ludwigshafen-Oppau
Website www.evkircheoppau.de

St. BonifazBearbeiten

 
St. Bonifaz
 
Innenraum

Die katholische St.-Bonifaz-Kirche wurde innerhalb der niedrigen Siedlungsarchitektur der Gartenstadt 1929/1930 von Albert Boßlet unter Mitwirkung von Karl Lochner als städtebauliche Dominante entworfen. Die Kriegsschäden wurden 1949/1950 beseitigt. Es handelt sich um eine nach Süden gerichtete basilikale Anlage mit hoch aufragendem Fassadenflankenturm.

Es handelt sich dabei um einen charakteristischen Vertreter der in den 1920/1930er Jahren im Stil des Funktionalismus erbauten Kirchen.

Die Pfarrgemeinden St. Bonifaz, St. Hedwig und St. Hildegard bilden eine Pfarreiengemeinschaft.

Name Bonifatius
Bauzeit 1929/30
Zerstörung -
Architekten Albert Boßlet und Karl Lochner
Baustil moderne Basilika
Turmhöhe ≈28 m
Glocken des1–f1–as1–b1; 1.626 kg, 811 kg, 608 kg, 416 kg
Orgel 1980 Walcker, II/26
Fläche 3.560 m²
Grundfläche
Sitzplätze 425
Adresse Deidesheimer Straße 2
Website www.bonifaz-hedwig-hildegard.de

Christ KönigBearbeiten

 
Christ König
 
Innenraum

Im Heiligen Jahr 1925 führte Papst Pius XI. das Christkönigsfest ein, das am Sonntag vor dem ersten Advent gefeiert wird. Deshalb wurde der Name Christkönig als Name für eine weitere katholische Pfarrei in Oggersheim gewählt, und Architekt Boßlet plante bereits eine Kirchenanlage. Doch gebaut wurde im Jahr 1928 nur ein Kindergarten.

1964 wurde Oggersheim in zwei Pfarreien aufgeteilt. 4.500 Katholiken verblieben in der Mutterpfarrei Maria Himmelfahrt, 3.100 Katholiken gehörten jetzt zu Christkönig. Gleichzeitig begannen die Bauarbeiten für die Kirche, die im Jahr 1966 eingeweiht wurde. Es wurde eine Kirche aus Beton, im Stil ihrer Zeit.

Name Christkönigsfest
Bauzeit 1966
Zerstörung -
Architekt Adolf Knoll
Baustil moderne Stahlbeton-Konzeption
Turmhöhe ≈36 m
Glocken Philippus (1.250 kg, es1), Petrus (1.020 kg, f1), Jakobus (750 kg, g1), Maria (500 kg, b1)
Orgel Mayer 1989, II/23 mechanisch
Fläche nicht bekannt
Sitzplätze 450
Adresse Raiffeisenstraße in Ludwigshafen-Oggersheim
Website www.christkoenig-lu.de

ChristuskircheBearbeiten

 
Christuskirche

Im Jahr 1801 gingen die Protestanten Mundenheims nach Rheingönheim zum Gottesdienst, und die Kinder besuchten die dortige protestantische Schule.

Infolge der Industrialisierung wuchs Mundenheim stark an. 1892 ließ sich die Firma Dr. Friedrich Raschig nieder, 1895 siedelte sich die Firma Gebr. Giulini in Mundenheim an. Als die Zahl der Protestanten weiter angewachsen war, wurde seitens der Kirchenbehörde bei der Staatsregierung die Gründung eines Vikariats angeregt. Unter Hinweis auf das unverminderte Anwachsen der Gemeinde genehmigte der Prinzregent 1903 persönlich die Erhebung der Vikariatsgemeinde zu einer selbständigen Pfarrei.

1897 schenkte Major von Heyl der Gemeinde einen Bauplatz mit der Auflage, dass mit dem Bau innerhalb von vier Jahren begonnen werde. Die Christuskirche wurde in den Jahren 1901 bis 1903 nach Plänen von Franz Schöberl erbaut. Die Kirche wurde damals folgendermaßen beschrieben: „Dieselbe ist außerordentlich schön nach Aufriss und Ausführung. Sie enthält zwischen 900 und 1.000 Sitzplätze, ist mit einer dreiseitigen Empore versehen und hat eine gute Akustik.“[1]

An der Fassade steht ein einbezogener Mittelturm mit hohem Spitzhelm, in dessen Erdgeschoss ist eine Vorhalle mit drei rundbogigen Eingängen eingerichtet.

Im Zweiten Weltkrieg brannte die Kirche 1943 völlig aus und wurde in den Jahren 1952 bis 1954 wieder aufgebaut.

Name Christus
Bauzeit 1901–1902, 1953–1954
Zerstörung 1943
Architekt Franz Schöberl, Speyer
Karl Otterstätter, Ludwigshafen
Baustil romantisierende Bauform im Übergangsstil
Turmhöhe 39,5 m
Glocken des1–f1–as1–b1; 1.770 kg, 927 kg, 625 kg, 483 kg
Orgel 1962 Steinmeyer, Oettingen; II/27 mechanisch
Fläche 420 m²
Sitzplätze 720
Adresse Kirchplatz 5 in 67065 Ludwigshafen-Mundenheim
Website www.christuskirche-mundenheim.de

ComeniuskircheBearbeiten

 
Comeniuskirche

Die protestantische Comeniuskirche wurde im Jahr 1968 gebaut. Planung und Bau des Evangelischen Gemeindemittelpunkts der Comeniusgemeinde lag in der Hand des Mannheimer Architekten Helmut Striffler.

Name Johann Amos Comenius, tschechischer Theologe
Bauzeit 1968
Zerstörung -
Architekt Helmut Striffler
Baustil moderne Mischbauweise in Mauerwerk
Turmhöhe -
Glocken keine
Orgel elektrisch
Fläche 400 m²
Sitzplätze 300
Adresse Comeniusstraße 10 in 67071 Ludwigshafen-Oggersheim
Website

St. CyriakusBearbeiten

 
St. Cyriakus
 
Innenraum

An der Stelle, an der die Cyriakus geweihte Kirche steht, soll ein germanischer Opferaltar gestanden haben, der von Kanonikern des Stiftes Neuhausen in einen christlichen Altar umgewandelt wurde, über dem dann später eine kleine Kirche errichtet wurde.

Die heutige katholische St. Cyriakus-Kirche wurde im Jahr 1772 als spätbarocke Saalkirche gebaut. Nach der Reformation gehörte die Kirche den Reformierten, doch 1705 wurde sie wieder Eigentum der Katholiken. Seit 1993 gehört sie als Filialgemeinde zur Oggersheimer Pfarrei Christ König.

Name Cyriakus ist ein Heiliger der katholischen Kirche und Märtyrer aus der Zeit der Christenverfolgung in Rom.
Bauzeit 1772
Zerstörung 1772 (Abbruch der alten Kirche)
Architekt Hochstift Worms
Baustil Spätbarock
Turmhöhe 16,5 m
Glocken c2–es2
Orgel 18. Jahrhundert vom Orgelbaumeister Johann Georg Geib aus Frankenthal, nach seinem Tode von seinem Sohn Georg fertig gestellt
Fläche nicht bekannt
Sitzplätze 120
Adresse Pfalzgartenstraße 11 in Ludwigshafen-Ruchheim
Website

St. DreifaltigkeitBearbeiten

 
St. Dreifaltigkeit

1891 wurde die Errichtung einer zweiten katholischen Pfarrei in Ludwigshafen genehmigt und im Jahr 1899 wurde nach Plänen des Architekten Wilhelm Schulte I mit dem Bau der Dreifaltigkeitskirche begonnen, einer dreischiffigen neugotischen Hallenkirche im Stil des 13. Jahrhunderts. Die Einweihung fand 1901 statt. Der frei stehende, helle Sandsteinquaderbau unter einem Satteldach mit fünf Jochen wird durch einen Flankenturm mit hohem Spitzhelm charakterisiert. Beiderseits der Südfassade befinden sich polygonale Treppentürme. Im Tympanon des Hauptportals verweist ein Relief der Heiligen Dreifaltigkeit auf die Namensgebung der Kirche.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche 1945 durch einen Fliegerangriff schwer beschädigt. In den Jahren 1952/53 wurde sie wieder aufgebaut. Dabei wurde das zerstörte Kreuzrippengewölbe durch eine Faltdachkonstruktion ersetzt. Die völlig zerstörte östliche Seitenwand wurde unter Vereinfachung der Einzelheiten neu errichtet. Die bunte Verglasungen der Chorfenster und der Rosette wurden von der Franz Mayerschen Hofkunstanstalt in München gefertigt. Die Orgelempore über dem Haupteingang blieb in ihrer ursprünglichen Form erhalten.

Die Pfarrei St. Dreifaltigkeit wurde 2002 neu errichtet. Sie umfasst das Gebiet der ehemals selbständigen Pfarreien St. Dreifaltigkeit, St. Maria und Heilig Kreuz in der Nördlichen Innenstadt.

Name Dreifaltigkeit
Bauzeit 1899–1901, 1952/53
Zerstörung 1945
Architekt Wilhelm Schulte, Neustadt und Heinrich Hebgen, Ludwigshafen
Baustil neugotische dreischiffige Hallenkirche
Turmhöhe ≈72 m
Glocken b0–c1–es1–f1–g1; 2.770 kg, 1.760 kg, 1.010 kg, 880 kg, 639 kg; 1959; Glockengießerei Hamm
Orgel 1955 Walcker, III/31 mechanisch, 1962 Scherpf, Übertrag aus dem Dom zu Speyer
Fläche 1.500 m²
(Grundfläche)
Sitzplätze 650
Adresse Goethestraße 4
Website

ErlöserkircheBearbeiten

 
Erlöserkirche

Die 1930/1931 nach einem Wettbewerbsentwurf erbaute protestantische Erlöserkirche bildete zusammen mit dem bereits 1928 fertiggestellten Gebäudekomplex von Kinderschule und Altenheim eine geschlossene Einheit. Die Architekten orientierten sich an führenden internationalen Konzepten. Es ging darum, ob Materialien wie Stahl, Glas und Beton zum Bauen von Kirchen brauchbar seien.

Der frei stehende, offene Glockenturm ist durch Schwibbögen mit der Kirche verbunden. Im Inneren finden sich Fresken von Adolf Kessler, die Geburt, Wirken, Kreuzestod und Auferstehung Jesu darstellen.

Name Erlöser
Bauzeit 1930–1931
Zerstörung -
Architekten Karl Latteyer und Otto Schittenhelm, Ludwigshafen
Baustil hoher weiträumiger Saalbau
Turmhöhe 34 m
Glocken es1–ges1–b1–des2; 1.323 kg, 853 kg, 502 kg, 306 kg
Orgel 1931 Walcker, II/26 (30) elektronisch /pneumatisch
Fläche 500 m²
Sitzplätze 600
Adresse Herxheimer Straße 53 in Ludwigshafen-Gartenstadt
Website http://www.erloeserkirche-ludwigshafen.de/

Hl. FamilieBearbeiten

 
Hl. Familie

Die katholische Kirche im damaligen Neubaugebiet Notwende wurde im Jahr 1973 fertiggestellt. Sie ist eine Filialkirche der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt in Oggersheim.

Seit Bestehen der Siedlung wurden die Katholiken der Notwende von der Pfarrei Maria Himmelfahrt mit betreut. Als Anfang der 1960er Jahre das Wohngebiet stark erweitert wurde stieg jedoch die Zahl der Katholiken von 300 auf 1.100. Von 1968 bis 1974 wurden die Gottesdienste in den Filmsaal der Karl-Kreuter-Schule abgehalten. Im Jahr 1968 wurde ein Grundstückes von der Stadt Ludwigshafen angekauft. 1972 war Baubeginn, am 3. November 1974 Einweihung des Neubaus. Die anfänglich spartanische Ausstattung der Kirche wurde im Lauf der Zeit durch Zuschüsse und Spenden vervollständigt.

Name Als Heilige Familie werden Jesus, seine Mutter Maria und sein Ziehvater, der Zimmermann Josef von Nazaret, bezeichnet.
Bauzeit 1973/74
Zerstörung -
Architekt Bischöfliches Bauamt, Speyer
Baustil moderne Stahlbetonkonzeption
Turmhöhe ≈10 m
Glocken keine (zwei vorgesehen)
Orgel 1982 Firma Mayer, Heußweiler/Saar; II/11 mechanisch
Fläche 300 m²
Sitzplätze 200
Adresse Am Weidenschlag in 67071 Ludwigshafen-Notwende
Website www.wallfahrtskirche-maria-himmelfahrt-oggersheim.de

FriedenskircheBearbeiten

 
Friedenskirche

Die protestantische Friedenskirche ist das Ergebnis eines Wettbewerbs der Jahre 1925 und 1926. Sie wurde von Karl Latteyer und Hans Schneider entworfen und 1931 bis 1932 ausgeführt. Der Zentralbau mit einer Stahlbetonkonstruktion über einen kreisrundem Grundriss entstand wohl unter dem Eindruck der Essener Auferstehungskirche von Otto Bartning. Der konzentrisch gestaffelte Baukörper wurde in den Jahren 1943 und 1944 durch Bombenangriffe stark beschädigt, dabei das Golgatha-Fresko von Max Slevogt an der Altarwand völlig zerstört wurde.

Nach einem erneuten Wettbewerb wurde 1956 Ernst Zinsser mit der Ausführung des Wiederaufbaus in modernen Formen unter Einbeziehung der erhaltenen Konstruktionsteile und unter Beibehaltung der ursprünglichen Grundform beauftragt. Der Zentralbau auf erhöhtem Baugrund hat Außenwände aus verglasten Betonrastern mit aufliegenden Stützen. Der Rundturm aus Gründen der Proportion gekürzt.

Der Innenraum ist zweigeschossig angelegt. Im Erdgeschoss befinden sich die Gemeinderäume und eine Vorhalle mit einem gekurvten Treppenlauf zur Orgelempore. An der fensterlosen Altarwand befindet sich ein monumentales Mosaik des gekreuzigten Jesus mit Seraphim und Fischen von Harry MacLean. Ansonsten ist die Innenausstattung zeittypisch schlicht.

Name Friedenskirche
Bauzeit 1931–1932, 1954–1957
Zerstörung 1943/44
Architekten Karl Latteyer und Hans Schneider, Ludwigshafen
Baustil Zentralbau in Stahlbetonkonstruktion
Turmhöhe 39 m
Glocken es1–ges1–as1–b1–des2–es2; 1.259 kg, 860 kg, 748 kg, 647 kg, 360 kg, 315 kg
Orgel 1958 Firma Steinmayer Oettingen, II/27 mechanisch
Fläche 660 m²
Sitzplätze 700
Adresse Leuschnerstraße 56 in Ludwigshafen-Friesenheim Website www.friedenskirche-lu.de

St. GallusBearbeiten

 
St. Gallus
 
Innenraum

An der Stelle der katholischen St. Galluskirche ist schon im Jahr 1275 eine Kirche urkundlich belegt. Von der Reformation bis 1705 wurde sie als Simultankirche genutzt, dann wurde sie wieder rein katholisch. Nach Zerstörungen durch ein Hochwasser wurde sie 1753 neu errichtet. Die heutige Kirche entstand in den Jahren 1848 und 1849 nach Plänen von Jakob und Gabriel Foltz an Stelle des 1843 abgebrochenen, kleineren Vorgängerbaus.

Die heutige Kirche ist ein rechteckiger Saalbau mit steilem Satteldach. An der Ostseite steht ein hoher Glockenturm mit Spitzhelm über quadratischem Grundriss, der nach oben in Achteckform übergeleitet wird. Der Eingang erfolgt durch einen modernen Anbau an der Nordseite. Der Bau ist ein charakteristischer Vertreter des Rundbogenstils.

Name Gallus war ein Wandermönch und Missionar, dessen hauptsächliches Wirken im Bodenseeraum stattfand. Er gilt als Gründer der Stadt St. Gallen.
Bauzeit
Zerstörung
Architekten Franz von Rabaliatti, Hoffmann, von den Branden (1753)
Architekt von 1849 nicht bekannt
Baustil neuromanischer Bau
Turmhöhe 38 m
Glocken dis1–fis1–gis1–ais1; 1.068 kg, 700 kg, 601 kg, 417 kg
Orgel 1967 Scherpf, Speyer, II/27
Fläche 6.250 m²
(Grundfläche)
Sitzplätze 400
Adresse Erasmus-Bakke-Straße 47 in Ludwigshafen-Friesenheim
Website www.stjosef-stgallus-lu.de

Hl. GeistBearbeiten

 
Hl. Geist

Die katholische Heilig Geist-Kirche in der Südlichen Innenstadt wurde in den Jahren 1961 und 1962 gebaut. Sie wurde nötig, als im Neubaugebiet Saarlandstraße aus Teilen der Pfarreien Herz Jesu und St. Sebastian eine neue Pfarrei gebildet wurde.

Heute bilden die Pfarrgemeinden St. Ludwig, Herz Jesu, Hl. Geist und St. Sebastian eine Pfarreiengemeinschaft.

Name Der Heilige Geist ist im Christentum nach dem wichtigsten altkirchlichen Bekenntnis des 4. Jahrhunderts (Nicäno-Konstantinopolitanum) die dritte Person der Trinität.
Bauzeit 1961/62
Zerstörung -
Architekt August Peter, Landau
Baustil moderne Stahlbetonkonzeption
Turmhöhe 12 m hohe Lichtkuppel
Glocken keine
Orgel 1970 Firma Oberlinger, Windesheim; II/16 mechanisch
Fläche 873 m²
(Grundfläche)
Sitzplätze 500
Adresse Georg-Herwegh-Straße 41 in 67061 Ludwigshafen-Süd
Website
  • Norbert Karch: Kirche und Pfarrei Heilig Geist, Ludwigshafen. Libertas-Verlag für Kirche und Heimat, 1966

St. HedwigBearbeiten

 
St. Hedwig

Die katholische Hedwigskirche hat ihr Patrozinium mit Bezug auf die schlesischen Heimatvertriebenen und den Namensgeber der Ernst-Reuter-Siedlung, den Berliner Bürgermeister Ernst Reuter, und die Berliner Sankt-Hedwigs-Kathedrale.

Sie wird heute (2009) von der kroatischen Gemeinde Ludwigshafen mitgenutzt.

Name Hedwig von Andechs ist die Schutzpatronin von Schlesien.
Bauzeit 1967/68
Zerstörung -
Architekt Ewald Karch
Baustil Blankziegelbau
Turmhöhe ≈18 m
Glocken keine
Orgel 1971 Scherpf, Speyer; II/19
Fläche 800 m²
Sitzplätze 480
Adresse Brandenburger Straße 1 in 67067 Ludwigshafen-Gartenstadt
Website www.bonifaz-hedwig-hildegard.de

Herz JesuBearbeiten

 
Herz Jesu

Die katholische Herz-Jesu-Kirche wurde in den Jahren 1926 bis 1929 von Albert Boßlet unter Mitwirkung von Karl Lochner im Rahmen des sogenannten „Drei-Kirchen-Wettbewerbs“ errichtet. Nach Kriegsbeschädigung wurde sie in den Jahren 1951/1952 wieder aufgebaut und 1979 noch einmal renoviert. Die Kirche ist ein monumentaler Blankziegelbau von linearer Strenge. Die Westfassade ist hinter einer großen Freitreppe turmartig überhöht und zeigt spitzwinklig vorspringende Lisenen als Gliederungselemente.

Ein ursprünglich geplanter Chorflankenturm wurde nicht ausgeführt. Der funktional geprägte Außenbau ist von der expressionistischen Profanarchitektur beeinflusst, während der Innenraum mehr traditionell wirkt, da hier romanische Stilmerkmale in einer reduzierten Form angewendet wurden. Das Mittelschiff ist tonnenartig überspannt, die Seitenschiffe hingegen sind sehr niedrig und flach gedeckt. Die Wandgliederung durch hohe Blendarkaden ist vom Dom zu Speyer inspiriert.

Die geschnitzte Madonna aus dem 19. Jahrhundert stammt wohl aus dem ehemals benachbarten Dominikanerinnen-Kloster.

Südlich angeschlossen ist das gleichzeitig entstandene Pfarrhaus, das mit der Kirche eine stilistische Einheit bildet.

Heute bilden die Pfarrgemeinden St. Ludwig, Herz Jesu, Hl. Geist und St. Sebastian eine Pfarreiengemeinschaft.

Name Die Herz-Jesu-Verehrung ist ein Ausdruck der katholischen Volksfrömmigkeit.
Bauzeit 1926–1929, 1951–1952
Zerstörung 1943, 1945
Architekten Albert Boßlet und Karl Lochner
1951 Wiederaufbau Philipp Blaumer, Ludwigshafen
Baustil typischer Blankziegelbau der 1920er Jahre
Turmhöhe 25 m
Glocke as1; 520 kg
Orgel 1932 Klais, III/44 elektrisch
Fläche nicht bekannt
Sitzplätze 370
Adresse Mundenheimer Straße 218 in 67061 Ludwigshafen
Website www.herz-jesu-lu.kirche.org

St. HildegardBearbeiten

 
St. Hildegard

Die katholische Sankt Hildegardskirche wurde in den Jahren 1955 und 1956 nach einem Entwurf von Heinrich Hebgen unter der Mitwirkung von Wolfgang Janz errichtet. Es handelt sich dabei um eine frei stehende Kirche auf einem platzartig geweiteten Gelände in der Niederfeldsiedlung.

Die modern konzipierte Stahlbetonkonstruktion mit ist mit Sandsteinen verblendet und nach Osten ausgerichtet. Die Saalkirche hat einen trapezförmigen Grundriss. Der vortretende Mittelteil der Fassade ist in Fenster aufgelöst und durch Lisenen vertikal gegliedert.

Seitlich steht ein isolierter Glockenturm.

Name Hildegard von Bingen gilt als erste Vertreterin der deutschen Mystik des Mittelalters.
Bauzeit 1955/56
Zerstörung -
Architekten Heinrich Hebgen und Wolfgang Janz
Baustil moderne Mischbauweise in Sichtmauerwerk und Stahlbeton
Turmhöhe 30,5 m
Glocken as1–b1–des2–es2; 585 kg, 530 kg, 286 kg, 308 kg
Orgel Michael Weise, Platting; 15 Register, 2 Manuale und Pedal
Fläche 3.500 m²
(Grundfläche)
Sitzplätze 470
Adresse Nachtigalstraße 32b
Website www.bonifaz-hedwig-hildegard.de

JakobuskircheBearbeiten

 
Jakobuskirche

Die protestantische Jakobuskirche im Neubaugebiet Notwende wurde im Jahr 1988 gebaut. Sie fällt auf durch ihren markanten Glockenturm.

Name Jakobus
Bauzeit 1988
Zerstörung -
Architekt Karl Nagel
Baustil
Turmhöhe
Glocken 3 (cis2, e2, gis2)
Orgel elektrisch
Fläche nicht bekannt
Sitzplätze
Adresse Karl-Kreuter-Straße in Ludwigshafen-Notwende
Website http://www.evkircheoggersheim.de/html/jakobuskirche.html

JohanneskircheBearbeiten

 
Johanneskirche

Die protestantische Johanneskirche wurde in den Jahren 1956 bis 1958 gebaut und am 5. Oktober 1958 eingeweiht.[2]

Name Johannes
Bauzeit 1957/58
Zerstörung -
Architekt Erwin Morlock, Ludwigshafen
Baustil moderne Baugestaltung in Mauerwerk und Stahlbeton
Turmhöhe 24 m
Glocke as1; 650 kg
Orgel 1967 Walker, Ludwigsburg; II/12
Fläche 279 m²
Sitzplätze 300
Adresse Niederfeldstraße 17 in Ludwigshafen-Gartenstadt
Website www.johanneskirche.lu-niederfeld.de

Johannes-Ronge-HausBearbeiten

 
Johannes-Ronge-Haus

Das Johannes-Ronge-Haus der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz in der Stadtmitte wurde im Jahr 1952 gebaut.

Im Gebäude befindet sich auch ein Festsaal mit Sitzungsraum, die Jugendräume und die Verwaltung der Landesgemeinde. Das Gebäude beherbergt außerdem noch Wohnungen und Geschäftsräume.

Name Johannes Ronge war ein katholischer Priester, der wesentlich zur Gründung des Bundes Freireligiöser Gemeinden beitrug.
Bauzeit 1952
Zerstörung -
Architekten Latteyer und Koch
Baustil
Turmhöhe -
Glocken keine
Orgel
Fläche nicht bekannt
Sitzplätze nicht bekannt
Adresse Wörthstraße 6a in 67059 Ludwigshafen-Mitte
Website www.freireligioese-pfalz.de

St. JosefBearbeiten

 
St. Josef
 
Innenraum

Die katholische Josefskirche wurde zuerst im Jahr 1926 errichtet und im Jahr 1950 nach einer Explosion bei der BASF neu gebaut.

Name Josef von Nazaret
Bauzeit 1926/27, 1948–1950
Zerstörungen 1944, 1948
Architekt Greifzu, Philip Blaumer, Ludwigshafen
Baustil flachgedeckte Pfeilerbasilika
Turmhöhe 35 m
Glocken b0–des1–f1–as1–b1; 2.800 kg, 1.646 kg, 946 kg, 584 kg, 420 kg
Orgel 1956 Walcker, III/46 elektrisch (Umbau: 1984 Zimnol)
Fläche 1.060 m²
(Grundfläche)
Sitzplätze 480
Adresse Hegelstraße 55 in Ludwigshafen-Friesenheim
Website www.stjosef-stgallus-lu.de

St. JosephBearbeiten

 
St. Joseph
 
Innenraum

Die katholische Sankt Josephskirche wurde in den Jahren 1914 und 1915 als Frühwerk des Würzburger Architekten Albert Boßlet erbaut. Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkriege wurde sie von 1949 bis 1986 schrittweise instand gesetzt.

Den Gebäudekomplex aus Hallenkirche und Pfarrhaus überragt ein Fassadenflankenturm mit Haubenbekrönung. Die Außenwände sind grob verputzt, das Innere ist durch romanische Stilassoziationen und Jugendstildekorationen charakterisiert.

Links angeschlossen ist das gleichzeitig entstandene, durch einen überbauten Torbogen mit der Kirche in Verbindung stehende Pfarrhaus.

Reiche Jugendstilausstattung, geschnitzter Holzaltar in der Taufkapelle. Hochaltar mit Mosaiken. Sandsteinfigur von Jakob Stolz.

Name Joseph
Bauzeit 1914/15, 1949–1952
Zerstörung 1944
Architekt Albert Boßlet, Würzburg
Baustil neuromanischer Bau
Turmhöhe 34 m
Glocken des1–f1–as1–b1; 1.834 kg, 980 kg, 531 kg, 462 kg
Orgel Orgelbau Johannes Klais (Bonn), op. 957, 1942, III/Ped (34+1 Tr.)
Fläche 4.090 m²
Grundfläche
Sitzplätze 410
Adresse Carolistraße 25 in Ludwigshafen-Rheingönheim
Website http://www.st-joseph-rheingoenheim.de/

Hl. KreuzBearbeiten

 
Heilig Kreuz

Die katholische Heilig-Kreuz-Kirche wurde in den Jahren 1961 und 1962 nach Plänen von Regierungsbaumeister Richard Jörg gebaut.[3] Im Juli 2011 hat der Künstler Eduart Palatin die Kirche samt Pfarrhaus zu einem unbekannten, symbolischen Preis dem katholischen Pfarramt St. Dreifaltigkeit abgekauft, nachdem die Kirche fünf Jahre lang nicht genutzt wurde.[4]

Der Name Heilig-Kreuz-Kirche findet häufig Verwendung bei Kirchen, in denen es angebliche oder tatsächliche Reliquien des Kreuzes gibt, an dem Jesus starb.

Name Heilig Kreuz
Bauzeit 1958–1961/1962
Zerstörung -
Architekt Karlheinz Fischer, Kaiserslautern
Baustil moderne Stahlbetonkonzeption
Turmhöhe 29,50 m
Glocken 6
Orgel 1967–81 Firma Zimnol, Kaiserslautern, II/27
Fläche 1.350 m²
(Grundfläche)
Sitzplätze 400
Adresse Volkerstraße 2 in Ludwigshafen-West
Website
 Commons: Heilig Kreuz (Ludwigshafen-West) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

St. LudwigBearbeiten

 
St. Ludwig
 
Innenraum

Die Ludwigskirche wurde in den Jahren 1858 bis 1862 nach Plänen von Heinrich Hübsch als Sandsteinquaderbau im neuromanischen Stil errichtet. Erkenntlich sind die Anklänge an den Speyerer Dom, an dessen Restaurierung Hübsch beteiligt war.

Die nach Westen ausgerichtete, dreischiffige Säulenbasilika über dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes. Die quadratischen, oben ins Achteck übergeleiteten Chorflankentürmen wurden 1883 vollendet. Sie wurden im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und im Jahr 1952 wieder errichtet.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Langhaus weitgehend zerstört und 1952 bis 1954 nach Plänen von Philipp Blaumer in veränderten Formen wieder aufgebaut. Von der originalen Ausstattung ist nur die geschnitzte Marienfigur und der marmorne Taufstein erhalten.

Die Pfarrgemeinden St. Ludwig, Herz Jesu, Heilig Geist und St. Sebastian bilden eine Pfarreiengemeinschaft.

Name Ludwig
Bauzeit 1858–1862, 1954
Zerstörung 1943, 1945
Architekt Heinrich Hübsch, Karlsruhe und Karl Lochner, Philipp Blaumer, Ludwigshafen
Baustil Neoromantik unter Anlehnung an den Westteil des Doms zu Speyer
Turmhöhe ≈55 m
Glocken des1–f1–as1–b1–des2–as2
Orgel Späth-Orgel mit 41 Register
Fläche nicht bekannt
Sitzplätze 482
Adresse Wredestraße 22 in 67059 Ludwigshafen
Website

LukaskircheBearbeiten

 
Lukaskirche
 
Seitenansicht
 
Innenraum

Die protestantische Lukaskirche ist ein Kirchenbau über annähernd quadratischem Grundriss mit betont profanem Charakter. Sie wurde in den Jahren 1959 bis 1961 nach einem Entwurf des Architekten Heinrich Otto Vogel errichtet. Die nach Norden ausgerichtete Saalkirche ist durch die kontrastierende Verwendung von traditionellen und modernen Materialien und Formen charakterisiert.

Dem Architekten ging es darum, einen festlichen Raumeindruck durch das Emporstreben der Mauern zu erzielen, deshalb kontrastieren die fensterlosen Wände mit den Lichtwänden, die wie stark stilisierte nach oben geöffnete Hände gestaltet sind.

Betonpfeiler tragen den lattenverschalten Dachstuhl. Der Altar ist hufeisenförmig von drei Bankblöcken umgeben.

Die fensterlosen Giebelwände aus bossierten Sandsteinquadern sind verziert mit unregelmäßig über die Fassade verteilten Reliefs. Es handelt sich dabei um Darstellungen aus dem Lukas-Evangelium.

Das Äußere der Kirche greift die Situation eines kleinen freien Platzes auf und lässt den Bau wie drei Markthäuser erscheinen.

Name Als Evangelist Lukas wird traditionell der Verfasser des Lukasevangeliums und der Apostelgeschichte bezeichnet.
Bauzeit 1960
Zerstörung -
Architekt Heinrich Otto Vogel, Trier
Baustil konventionell moderne Baugesinnung
Turmhöhe -
Glocken keine
Orgel 1969/70 Ott, Göttingen; III/39 mechanisch/elektrisch
Fläche 1.221 m²
Sitzplätze 700
Adresse Kurfürstenstraße 46 in 67061 Ludwigshafen-Süd
Website www.lu-sued.de

LutherkircheBearbeiten

 
Lutherkirche

Die protestantische Lutherkirche war der älteste Kirchenbau in der Innenstadt. Sie wurde in den Jahren 1858 bis 1862 nach Plänen von August von Voit als Saalkirche im Stil der Neugotik errichtet. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg blieb nur noch die Ostfront mit dem von Volts Sohn August 1879 vollendeten Mittelturm erhalten.

Der Turm der Lutherkirche ist weithin sichtbar. Die reich gegliederte Sandsteinfassade zeigt über den Portalen Figuren der vier Evangelisten, die 1883 vom Karlsruher Bildhauer Moest aufgestellt wurden.

Im Jahr 1943 wurde die Kirche zerbombt, wobei das Kirchenschiff völlig zerstört und nicht mehr aufgebaut wurde.

Im Turm ist heute die sogenannte Turm33-Cafédrale untergebracht, ein Ort für Kultur und Begegnung. Im Glasanbau des Lutherturms ist auch die Kircheneintrittsstelle der Evangelischen Kirche der Pfalz untergebracht.

Name Die Kirche ist benannt nach dem Reformator Martin Luther.
Bauzeit 1858–1862
Zerstörung 1943
Architekt August von Voit
Baustil Neugotik
Turmhöhe 61 m
Glocken es1–ges1–as2–b2–c3–es3; 1971; Karlsruher Glockengießerei Karl Stumpf
Orgel keine
Fläche keine
Sitzplätze keine
Adresse Maxstraße 33 in 67059 Ludwigshafen-Mitte
Website www.evpfalz.de

St. MarienBearbeiten

 
St. Marien
 
Orthodoxe Osternacht in der Marienkirche

Für den Bau der St.-Marien-Kirche wurde 1924 ein Architektenwettbewerb durchgeführt, und der siegreiche Wettbewerbsentwurf von Albert Boßlet in den Jahren 1926 bis 1928 ausgeführt. Bei der Beseitigung der Kriegsschäden von 1943 wurde der Chor verändert und die innere Spitztonne durch eine Flachbogentonne ersetzt.

Die nach Osten ausgerichtete, dreischiffige Basilika hat ein breites Mittelschiff unter Walmdach und niedrige Seitenschiffe unter Pultdächern. Der im Plan vorgesehene Turm wurde nicht ausgeführt. Über dem Hauptportal stehen hohe Bronzefiguren Marias und der Apostel Petrus und Paulus von Johannes Panzer. Die Ausstattung stammt nur zum Teil aus der Erbauungszeit: Ein Marmorengel von Johannes Panzer, ein Antonius-Relief von Carl Caire und Holzreliefs in den Seitenschiffen von August Weckbecker.

Dieser Bau spiegelt die neuen Tendenzen in der Architektur seiner Zeit wider und war auch überregional von Bedeutung.

Im Jahr 2007 wurde die Kirche in eine Griechisch-Orthodoxe Kirche umgebaut, nachdem sie nach Zusammenlegung der drei Innenstadtpfarreien Sankt Dreifaltigkeit, Sankt Maria und Heilig Kreuz, geschlossen worden war. Sie wurde daraufhin von der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde Mariä Verkündigung übernommen.

Name Maria
Bauzeit 1926–1928
Zerstörungen 1943
Architekten Albert Boßlet, Würzburg
Bauleitung durch Karl Lochner, Ludwigshafen
Baustil turmlose Basilika mit Vorhalle in Bauformen der 1920er Jahre
Turmhöhe -
Glocken keine
Orgel abgebaut (Klais-Orgel seit 2011 in St. Joseph in Rheingönheim)
Fläche 4.600 m²
(Grundstück)
Sitzplätze 480
Adresse Hohenzollernstraße 2
Website Neubeginn für eine große Kirche in Ludwigshafen

Mariä HimmelfahrtBearbeiten

 
Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt
 
Madonna

Die Schloss- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt ist ein katholisches Gotteshaus in barockem Stil. Es wurde über einer älteren Loretokapelle errichtet, die dabei vollständig erhalten blieb.

Die Loretokapelle wurde zwischen 1729 und 1733 zunächst als kleiner Andachtsraum im Schlosspark errichtet. In ihrer Nähe war ursprünglich noch ein „Beichthäusel“ vorgesehen. Die Jesuiten übernahmen die Kapelle 1733 und betreuten sie von Mannheim aus. Kurfürst Karl Philipp wünschte, „zum allgemeinen Nutzen und Trost des Vaterlandes“ die lauretanische Verehrung aufzunehmen. Der feierliche Beginn wurde auf das Fest Mariä Verkündigung im Jahr 1733 gelegt.

Der weite einschiffige Raum vollzieht den rechteckigen Grundriss der Loretokapelle nach und ist wie diese nach Südwesten gerichtet. Das Langhaus nimmt die Loretokapelle vollständig in sich auf. Deren nordöstliche Außenwand bildet gleichzeitig die Rückwand des Hochaltars der großen Wallfahrtskirche.

Name Mariä Himmelfahrt ist ein Hochfest der römisch-katholischen Kirche.
Bauzeit 1775–1777, Loretokapelle: 1729–1733
Zerstörung -
Architekt Peter Anton von Verschaffelt
Borromini, Mannheim (Loretokapelle)
Baustil Spätbarock bis Klassizismus
Turmhöhe 37 m
Glocken c1–es1–f1–g1; 1953; Glockengießerei Hamm
Orgel Kämmererorgel, Speyer
Mayer 1990, II/27 (24) mechanisch/elektrisch
Fläche
Sitzplätze 355
Adresse Kapellengasse 8 in 67071 Ludwigshafen-Oggersheim
Website www.wallfahrtskirche-maria-himmelfahrt-oggersheim.de

Maria KöniginBearbeiten

 
Maria Königin

Die Geschichte der Pfarrei Edigheim geht auf bis das Jahr 772 zurück. Die heutige katholische Pfarrkirche wurde im Jahr 1961 gebaut und 1962 eingeweiht.

Name Maria Königin
Bauzeit 1961–1962
Zerstörungen 1824, 1882, 1921, 1943
Architekt Heinrich Hebgen, Ludwigshafen (1750–1754)
Heinz Wildner, Ludwigshafen (1961–1962)
Baustil moderne Mischbauweise in Sichtmauerwerk und Stahlbeton
Turmhöhe 24 m
Glocken d1–f1–g1–a1–c2
Orgel Wehr 1967, II 22 (Umbau im Jahr 1992)
Fläche 6.647 m²
(Grundstück)
Sitzplätze 400
Adresse Bgm.-Fries-Str. 1 in 67069 Ludwigshafen-Edigheim
Website www.mariakoenigin.de

MarkuskircheBearbeiten

 
Markuskirche

Die evangelische Markuskirche wurde in den Jahren 1896 bis 1898 errichtet.

Name Markus
Bauzeit 1896–1898
Zerstörung -
Architekt Franz Schöberl, Speyer
Baustil Quaderbau in Neorenaissance
Turmhöhe 53 m
Glocken d1–f1–h1; 2.500 kg, 1.400 kg, 450 kg
Orgel 1960 Firma Steinmayer Oettingen, II/26 mechanisch / elektrisch
Fläche 365 m²
Sitzplätze 540 (850)
Adresse Am Speyrer Tor 1 in 67071 Ludwigshafen-Oggersheim
Schillerstraße 12
Website http://www.evkircheoggersheim.de/html/markuskirche.html

St. MartinBearbeiten

 
St. Martin

Die ursprüngliche katholische Kirche wurde in den Jahren 1771 bis 1774 errichtet. Sie wurde in den Jahren 1648 und 1943 mehrfach zerstört. Die heutige St.-Martin-Kirche stammt aus dem Jahr 1953.

Name Martin von Tours
Bauzeit 1771–1774, 1921–1923, 1954
Zerstörungen 1921, 1943/44
Architekt Burkhard Süß, Oppau
Albert Boßlet und Josef Kuld
Baustil moderner Mauerwerksbau
Turmhöhe 38 m
Glocken c1–es1–g1–b1–c2; 2.250 kg, 1.100 kg, 740 kg, 525 kg
Orgel Klais-Orgel 1957, 48 Register
Fläche 6.140 m²
(Grundstück)
Sitzplätze 480
Adresse Kirchenstr. 8 67069 Ludwigshafen
Website www.st-martin-lu.de

MartinskircheBearbeiten

 
Martinskirche
 
Innenraum

Die heutige protestantische Martinskirche im Stadtteil Maudach wurde in den Jahren 1964 und 1965 als Nachfolgebau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche errichtet. Mit ihrem spitz aufragenden Turm prägt sie das Ortsbild von Maudach.

Im Zweiten Weltkrieg wird eine große Anzahl von Gebäuden zerstört, die protestantische Kirche brannte aus und wurde 1963 abgerissen, die katholische Kirche wurde schwer beschädigt.

Name Martin
Bauzeit 1845, 1964
Zerstörung 1945
Architekt Ulrich Wohlgemuth, Worms
Baustil moderner Stahlbetonbau
Turmhöhe 40 m
Glocken fis1–a1–cis2; 686 kg, 478 kg, 240 kg
Orgel 1965 Oberlinger, 8 Register, 1 Manual, mechanisch
Fläche 230 m²
Sitzplätze 225
Adresse Hindenburgstraße / Breite Straße in 67067 Ludwigshafen-Maudach
Website www.martinskirche-maudach.de

MatthäuskircheBearbeiten

 
Matthäuskirche

Die Matthäuskirche ist eine protestantische Kirche im Stadtteil West, die im Jahr 1966 gebaut wurde.

Name Evangelist Matthäus
Bauzeit 1964–1966
Zerstörung -
Architekt Erwin Morlock, Ludwigshafen
Baustil moderne Stahlbetonkonstruktion
Turmhöhe ≈30 m
Glocken keine
Orgel 1992 Fischer&Krämer, Endingen, II/17
Fläche 520 m²
Sitzplätze 350
Adresse Waltraudenstraße 38 in Ludwigshafen-West
Website

MelanchthonkircheBearbeiten

 
Melanchthonkirche
 
Altarraum

Die protestantische Melanchthonkirche gehört zu einer Anzahl von etwa 50 Bartning-Notkirchen; die im Zeitraum zwischen 1948 und 1950 in ganz Deutschland gebaut wurden. Sie wurde 1949 als Ersatz für die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Lutherkirche errichtet.

Der schlichte Baukörper, der in seiner expressiven Formensprache den Kirchenbau der 1920er Jahre aufgreift, besteht aus einer tragenden Holzbinderkonstruktion und einem Sandsteinmauerwerk, zu dem die Trümmerbruchsteine der zerstörten Lutherkirche verwandt wurden.

Der nach Nordosten ausgerichtete Saalbau besitzt an der Hauptfassade zwei kleinere Anbauten. Der Innenraum ist durch Blankziegelmauerwerk und an ein gotisches Spitztonnengewölbe anmutende Rippenkonstruktion charakterisiert.

Name Philipp Melanchthon
Bauzeit 1949
Zerstörung -
Architekten Otto Bartning und Otto Betz, Darmstadt
Baustil konventionelle Bauweise vom Fundament bis zum Sockel, darüber Holzrippenkonstruktion
Turmhöhe -
Glocken
Orgel 1980 Weigle, II/22 mechanisch/elektrisch
Fläche 339 m²
Sitzplätze 200 (+ 200)
Adresse Maxstraße 38 in 67059 Ludwigshafen-Mitte
Website

MennonitenkircheBearbeiten

 
Die frühere Mennonitenkirche wurde aufgrund von Straßenbaumaßnahmen 1959 abgerissen.
 
Vorderhaus der Mennonitengemeinde, äußerlich nicht als Kirche erkennbar
 
Gottesdienstraum der Mennonitengemeinde

Die Mennonitengemeinde Ludwigshafen besteht seit dem Jahr 1702. Im Rahmen der Neuplanung der Verkehrswege und sonstiger baulichen Veränderungen musste die damals 50 Jahre alte Mennonitenkirche in der Kurzen Straße (Stadtteil Hemshof) aufgegeben werden. Die Gemeinde erhielt dafür im Tausch ein Grundstück in der Berliner Straße, in dem durch Ausbau im Erd- und Untergeschoss ein Gottesdienstraum mit Nebenräumen geschaffen wurde, die im Mai 1960 eingeweiht wurden.

Name Gemeindehaus
Architekten
Baustil
Fläche
Sitzplätze unbekannt
Adresse Berliner Straße 43 in 67059 Ludwigshafen-Mitte
Website Mennonitengemeinde Ludwigshafen

St. MichaelBearbeiten

 
St. Michael
 
Orgel

Die Pfarrgemeinden St. Joseph und St. Michael bilden eine Pfarreiengemeinschaft.

Eine Michaelskirche in Maudach wurde erstmals 1307 urkundlich erwähnt. 1353 bis 1632 vergab das Hochstift Speyer Maudach als Lehen an die Junker von Hirschhorn. 1556 wurde die lutherische Lehre eingeführt; 1669 wurde die Gemeinde wieder katholisch.

Von Vorgängerbauten der heutigen Kirche haben sich der ehemalige Westturm aus der Zeit um 1500 und der dreiseitig geschlossene Chor in spätgotischen Formen erhalten. Beide wurden in den 1753 wahrscheinlich nach Plänen von Franz Wilhelm Rabaliatti erstellten, spätbarocken Neubau einbezogen. 1945 wurden Chordach und Turmhelm durch eine Bombe beschädigt und 1949 bis 1951 wieder instand gesetzt. Gemälde aus dem 18. Jahrhundert, Mariä Himmelfahrt und Heiliger Nepomuk, geschnitztes Vesperbild aus dem 15. Jahrhundert.

Name Erzengel Michael
Bauzeit 1752/53, 1882, 1945
Zerstörung 1824, 1883, 1950/51
Architekt Franz von Rabaliatti
Hoffmann, Mainz
Baustil Barock, Turm in Spätgotik
Turmhöhe ≈33 m
Glocken gis1–h1–cis2; 505 kg, 308 kg, 219 kg
Orgel 1977 Haerpfer, II/17
Fläche 11.153 m²
Grundfläche
Sitzplätze 336
Adresse Von-Sturmfederstraße 14a in Ludwigshafen-Maudach
Website www.pfarrei-st-michael.de

Neuapostolische Kirche FriesenheimBearbeiten

 
Neuapostolische Kirche

Die Neuapostolische Kirche gegenüber dem Klinikum wurde im Jahr 1949 nach Plänen von Regierungsbaumeister Ludwig König aus Oggersheim errichtet. Es ist ein Putzbau in Zeilenbauweise mit schlichter Werksteingliederung unter Satteldach. Der profane Charakter des Bauwerkes ist typisch für den Kirchenbau der Neuapostolischen Gemeinde.

Name
Bauzeit
Zerstörung
Architekt Ludwig König
Baustil
Turmhöhe -
Glocken -
Orgel Steirer 1952 II / P 20 zurzeit stillgelegt, Benedikt Typ 348, Baujahr 2005
Fläche
Sitzplätze
Adresse Hohenzollernstraße 43 in Ludwigshafen-Friesenheim
Website http://www.nak-ludwigshafen.de/

Neuapostolische Kirche GartenstadtBearbeiten

Name Neuapostolische Kirche Gartenstadt
Bauzeit
Zerstörung
Architekt
Baustil
Turmhöhe -
Glocken
Orgel Benedikt Typ 348, Baujahr 2005
Fläche
Sitzplätze
Adresse Eichenstraße /Ecke Hochfeldstraße in 67067 Ludwigshafen-Gartenstadt
Website http://www.nak-ludwigshafen-gartenstadt.de/

Neuapostolische Kirche OggersheimBearbeiten

 
Neuapostolische Kirche Oggersheim

Die Neuapostolische Kirche in Oggersheim wurde im Jahr 1960 gebaut.

Name Neuapostolische Kirche Oggersheim
Bauzeit 1960
Zerstörung -
Architekten Dietrich und Naumann, Mutterstadt
Baustil
Turmhöhe -
Glocken
Orgel Kienle, Typ EC II, Baujahr 1990
Fläche
Sitzplätze 184
Adresse Schillerstraße 69 in Ludwigshafen-Oggersheim
Website http://www.nak-ludwigshafen-oggersheim.de/

Neuapostolische Kirche OppauBearbeiten

Parsevalstraße 6 in 67069 Ludwigshafen-Oppau Die Kirche Lu-Oppau ist seit dem 22. Juni 2014 geschlossen. Es finden dort keine Gottesdienste mehr statt.

PauluskircheBearbeiten

 
Pauluskirche

Der Vorgängerbau der protestantischen Pauluskirche wurde bereits 1780 eingeweiht. Die heutige Kirche wurde in den Jahren 1901 und 1902 nach Plänen von Franz Schöberl errichtet. Nach Zerstörungen 1921 und 1944 wurde sie 1951 wiederaufgebaut, dabei wurde der Turm verändert.

Es ist ein stattlicher, nach Süden gerichteter Sandsteinquaderbau mit Hausteingliederung. Die in den Bauformen und der schlichten Ausstattung charakteristische Kirche bildet zusammen mit Rathaus und Schule den Ortsmittelpunkt und ist u. a. verwandt mit den Kirchenbauten des Berliner Architekten Johannes Otzen.

Name Paulus von Tarsus
Bauzeit 1772–1780, 1901–1902, 1952, 1953–1955
Zerstörungen 1794, 1944, 1951
Architekten Franz Schöberl, Speyer,
Helmut Fücker, Ludwigshafen
Manfred Watta
Baustil neugotischer Quaderbau
Turmhöhe 45,50 m
Glocken cis1, e1, gis1, h1, cis2, dis2; 1.801 kg, 1.090 kg, 501 kg, 420 kg, 300 kg, 207 kg
Orgel 1997 Orgelbau Mühleisen, Leonberg, III/30
Fläche
Sitzplätze 546
(850 mit Empore)
Adresse Luitpoldstraße 41 in Ludwigshafen-Friesenheim
Website www.evkirchefriesenheim.de

Paul-Gerhardt-KircheBearbeiten

 
Paul-Gerhardt-Kirche

Die protestantische Paul-Gerhardt-Kirche steht an der gleichen Stelle, an der sich im 12. Jahrhundert eine Sankt-Gallus-Kirche befand, von der nur noch der spätgotische Turm erhalten ist, dessen Grundmauern die Reste eines ehemaligen romanischen Turms sind. Die Kirche brannte im Jahr 1708 ab, wurde aber sofort wiederhergestellt. 1733/1734 wurde sie zerstört, nachdem sie zuvor von französischen Soldaten als Stallung benutzt worden war. 1792 wurde die heutige Kirche erbaut, die 100 Jahre später gründlich renoviert wurde.

In der Reformationszeit wurde die Kirchengemeinde lutherisch und die Kirche wurde im Jahr 1698 zur Simultankirche. 1890 wurde in einem Vergleich die Nutzung der Kirche geregelt. Sie ging in den Alleinbesitz der Protestanten über und die Katholiken erhielten eine Abfindung von 30.000 Mark.

Name Paul Gerhardt
Bauzeit 1790/91, 1950–1952
Zerstörung 1943
Architekten Johann Andreas Traitteur, Müller, Rettig, Horlacher
Baustil abgewandelter Klassizismus
Turmhöhe 31 m
Glocken dis1–fis1–ais1; 1.820 kg, 1.028 kg, 518 kg
Orgel 1955 Steinmeyer, II/27 mechanisch
Fläche 398 m²
Sitzplätze 460
Adresse Am Kantor-Josef-Jakob-Platz in Ludwigshafen-Rheingönheim
Website www.prot-kirche-rheingoenheim.org

Protestantische Kirche EdigheimBearbeiten

 
Evangelische Kirche Edigheim

In den Protokollen der Kirchenvisitation von 1496 wird bereits eine Kirche in Edigheim erwähnt. In der folgenden Zeit war Edigheim Filiale von Oppau. Entsprechend den Vereinbarungen des Augsburger Religionsfriedens wurde 1556 in der Pfalz die Reformation von oben herab eingeführt. Auf Weisung des Kurfürsten wurde Edigheim protestantisch. Am Ende des 17. Jahrhunderts versuchte jedoch Kurfürst Johann Wilhelm die Reformierten gewaltsam zum alten Glauben zurückzuführen. 1705 wies er auch in Edigheim die Kirche den Katholiken zu, obwohl damals nur ein einziger Bewohner des Ortes katholisch war. Immerhin wurde es 1707 den Reformierten gestattet, die Kirche mitzubenutzen. Dies führte immer wieder zu Spannungen. 1740 ließ man die baufällige Kirche abreißen, wobei sich die Reformierten am Wiederaufbau beteiligen durften. Aber nach Fertigstellung der Kirche im Jahr 1750 wurde den Katholiken wieder die alleinigen Rechte zugestanden. Den Protestanten blieben kleine Nebenräume und Stuben, obwohl sie stets die Mehrheit der Bevölkerung stellten.

Eine Bittschrift an den Landesherren hatte den Erfolg, dass die Reformierten und die Katholiken ab 1816 die Kirche wieder gemeinsam nutzten. Dieses zweite Simultaneum war aber nicht reibungslos.

Im Jahr 1911 wurde Edigheim zur selbständigen Protestantischen Pfarrei. Wichtigstes Anliegen des ersten Pfarrers war es, eine eigene Kirche zu errichten. Er zog durch die ganze Pfalz, um für den Kirchenbau zu sammeln. So gelang es in den Jahren 1914 bis 1916 die heutige Kirche in der damaligen Stilrichtung des Jugendstils zu erbauen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche beschädigt und in den Jahren 1950 bis 1952 renoviert. Dabei wurden aus Geldmangel die beschädigten, buntverglasten Fenster durch einfache Bleiverglasung ersetzt.

Name Protestantische Kirche Edigheim
Bauzeit 1914–1916, 1952 (Wiederaufbau)
Zerstörung 1943 (beschädigt)
Architekt R. Ostermaier, Kaiserslautern
Baustil neoklassizistisch und Verwendung von Jugendstilmotiven
Turmhöhe 38 m
Glocken c1–e1–g1–a1–h1; 1.720 kg, 910 kg, 610 kg, 431 kg, 289 kg
Orgel 1916 Gebrüder Link, Giengen /Brenz, II/17 pneumatisch
Fläche 495 m²
Sitzplätze 590
Adresse Bürgermeister-Fries-Straße 4 in 67069 Ludwigshafen-Edigheim
Website www.evkirche-edigheim.de

Protestantische Kirche PfingstweideBearbeiten

Die evangelische Kirche in der Pfingstweide wurde in den Jahren 1975 und 1976 in dem damaligen Neubaugebiet im Norden der Stadt errichtet. Als 1969 die ersten Wohnungen im Neubaugebiet bezogen wurden, gehörte die Pfingstweide noch zur Protestantischen Kirchengemeinde Edigheim.

Im Juli 1970 wurde ein Gemeindehaus in Dienst genommen, die sogenannte Baracke, in der auch ein Kindergarten untergebracht war. Grundgedanke des Provisoriums war: Es sollte sich erst eine Gemeinde bilden, die dann nach eigenen Wünschen ihr eigenes Gemeindezentrum bauen sollte. Es dauerte dann bis 1976, bis das Protestantische Gemeindezentrum fertiggestellt war.

Name Protestantisches Gemeindezentrum Pfingstweide
Bauzeit 1976
Zerstörung -
Architekten Büro Speer und Wolfgang Männchen
Baustil moderner Stahlbetonbau
Turmhöhe -
Glocken keine
Orgel elektrisch
Fläche nicht bekannt
Sitzplätze 200
Adresse Brüsseler Ring 57 in 67069 Ludwigshafen-Pfingstweide
Website www.pfingstweide.de

Protestantische Kirche RuchheimBearbeiten

 
Protestantische Kirche Ruchheim

Die protestantische Kirche in Ruchheim wurde in den Jahren 1833 und 1834 gebaut. Im Inneren finden sich Bildhauerarbeiten von Goez Weisenheim.

Name Protestantische Pfarrkirche Ruchheim
Bauzeit 1833–1834
Zerstörung
Architekten Foltz, Speyer und Max Walter, Ruchheim
Baustil Spätklassizismus
Turmhöhe 32 m
Glocken g1–b1–c2; 505 kg, 355 kg, 252 kg
Orgel 1874 Walker, Ludwigsburg; mechanische Traktur
Fläche 225 m²
Sitzplätze 208
Adresse Fußgönheimer Straße 22 in Ludwigshafen-Ruchheim
Website

St. SebastianBearbeiten

 
St. Sebastian
 
Innenraum

An der Stelle der katholischen Sankt Sebastianskirche ist erstmals 1179 eine Kirche belegt; eine 1610 erbaute Kirche wurde im 17. Jahrhundert zerstört. In den Jahren 1859 bis 1861 wurden das Langhaus und der Chor unter Einbeziehung des Turms von 1610 neu gebaut.

Die heutige Kirche wurde als Ersatz für den 1943 zerstörten Vorgängerbau des 19. Jahrhunderts im Jahr 1954 nach Plänen von Karl Lochner und Philipp Blaumer errichtet. Es ist ein massiger Putzbau mit niedrigen Seitenschiffen auf dem platzartig geweiteten Gelände.

Die Außenwände sind seitlich in vertikal gegliederte Betonraster mit runden Fenstern aufgelöst. Die Hauptansicht wird durch eine Maßwerkrose akzentuiert. Unmittelbar an der Straße steht der frei stehende Glockenturm.

St. Sebastian bildet mit den Pfarrgemeinden St. Ludwig, Herz Jesu und Heilig Geist eine Pfarreiengemeinschaft.

Name Sebastian war ein römischer Soldat und wurde zu einem christlichen Märtyrer.
Bauzeit
Zerstörung 1943, 1945
Architekten Karl Lochner und Philipp Blaumer
Baustil moderne Stahlbetonkonstruktion
Turmhöhe 42 Meter
Glocken b0–c1–es1–f1–g1; 3.024 kg, 2.014 kg, 1.261 kg, 1.024 kg, 700 kg
Orgel Scherpf, Speyer 1963
Fläche 1.475 m² (Grundfläche)
Sitzplätze 500
Adresse Saarlandstraße 3 in Ludwigshafen-Mundenheim
Website www.st-sebastian-lu.de

TrinitatiskircheBearbeiten

 
Trinitatiskirche
 
Altar

Die protestantische Trinitatiskirche wurde im Jahr 1976 gebaut als durch den Neubau der Ernst-Reuter-Siedlung eine neue Kirchengemeinde geschafften wurde.

Name Trinitatis (lateinisch für Dreifaltigkeit)
Bauzeit 1966
Zerstörung -
Architekt Erwin Morlock, Ludwigshafen
Baustil moderne Stahlbetonkonzeption
Turmhöhe -
Glocken keine
Orgel elektrisch
Fläche nicht bekannt
Sitzplätze 80
Adresse Kärntnerstraße 23 in Ludwigshafen-Gartenstadt
Website

VersöhnungskircheBearbeiten

 
Versöhnungskirche
 
Kirchenfenster

Die protestantische Versöhnungskirche wurde im Jahr 1975 gebaut und seit der Renovierung im Jahr 2009 von der protestantischen Jugend Ludwigshafen genutzt.

Name Versöhnung
Bauzeit 1966
Zerstörung -
Architekt Erwin Morlock, Ludwigshafen
Baustil moderne Mischbauweise
Turmhöhe -
Glocken keine
Orgel Oberlinger, Windesheim; I/6 mechanisch, 1961
Fläche 203 m²
Sitzplätze 100 (+ 65)
Adresse Ludwig-Börne-Straße in 67061 Ludwigshafen-Süd
Website Protestantische Kirchengemeinde Ludwigshafen - Süd

LiteraturBearbeiten

  • Friedrich Schmitt: Ludwigshafener Kirchenbau. Ludwigshafen 1985
  • Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz als Band 8. Stadt Ludwigshafen am Rhein. Herausgegeben im Auftrag des Kultusministeriums vom Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz. Bearbeitet von Mara Oexner. Düsseldorf: Schwann im Patmos Verlag. 1. Auflage, 1990. ISBN 3-491-31039-3

WeblinksBearbeiten

 Commons: Kirchen in Ludwigshafen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. zitiert nach http://www.christuskirche-mundenheim.de/
  2. Die Rheinpfalz, Ludwigshafen, 27. Mai 2013
  3. Kirchen in Ludwigshafen. In: archINFORM.
  4. Die Rheinpfalz, Ludwigshafener Rundschau, 14. Juli 2011