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Karsten Schwanke

deutscher Fernsehmoderator

LebenBearbeiten

Karsten Schwanke wuchs in Ziesar auf und besuchte dort die Schule bis zum Abitur. Danach machte er von 1987 bis 1988 eine Berufsausbildung als Technischer Assistent für Meteorologie beim Meteorologischen Dienst der DDR in Potsdam. Anschließend begann er 1988 das Grundstudium der Meteorologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, das er von 1991 bis 1995 mit dem Hauptstudium an der Universität Hamburg fortsetzte. Seine Diplomarbeit mit dem Titel „Simulation von Vulkanausbrüchen“ erarbeitete er mit Hilfe des weltweit ersten 3D-Vulkan-Modells am Deutschen Klimarechenzentrum in Hamburg.[1]

Schwanke lebt in Köln, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

BeruflichesBearbeiten

Ab 1995 arbeitete Schwanke in der Firma Meteomedia AG von Jörg Kachelmann und moderierte Das Wetter im Ersten und ab 1996 Das Wetter im ARD-Morgenmagazin. 1996–2001 moderierte er als erste Sendung ohne Wetterbezug die Tiersendung für Kinder Chamäleon und 1999–2003 auch die ARD-Wissenschaftssendung Kopfball sowie weitere Wissenschaftssendungen. Im Jahr 2006 wechselte er zum ZDF, wo er bis zum 4. Mai 2011 das Wissensmagazin Abenteuer Wissen präsentierte, das an diesem Tag zum letzten Mal ausgestrahlt wurde. Im Januar 2010 erhielt die Sendung die Goldene Kamera als „Beste Information Wissensmagazine“.

Seit Herbst 2011 ist er wieder als Meteorologe in der ARD zu sehen, unter anderem im Wetter vor acht in den ARD-Tagesthemen sowie in verschiedenen Dritten Programmen. 2012 gründete er zusammen mit Peter Prestel die Produktionsfirma WQ Media GmbH. Mit dieser Firma produziert er die von ihm moderierte Wissenschafts-Talkshow „SMS - Schwanke meets Science“ auf ARD-alpha sowie Reportagen für Arte.

Im November 2018 erklärte Karsten Schwanke im Wetter vor Acht den Zusammenhang zwischen dem langen, trockenen Sommer und dem Klimawandel. Das Erklärvideo wurde im November 2018 eines der meist geschauten Internetvideos.[2] Für diese Erklärung wurde er für den Grimme-Preis 2019 nominiert. Im September 2019 wurde er für die beste Wettervorhersage Europas mit dem "TV Weather Forecast Award"[3] ausgezeichnet.

EhrungenBearbeiten

TV-ModerationenBearbeiten

  • seit 1995 Das Wetter in der ARD (mit Unterbrechung von 2006 bis 2011)
  • 1996–2001 „Chamäleon“ (ARD)
  • 1999–2003 „Kopfball“ (ARD)
  • 2002 Reporter bei der weltweit ersten Live-Besteigung eines Berges im Himalaya (Ama Dablam) mit Hans Kammerlander (ARD-Morgenmagazin)
  • 2004–2005 „Tier zuliebe“ (RBB)
  • 2006–2011 „Abenteuer Wissen“ (ZDF)
  • 2012–2013 „Kneipenquiz“ (RBB)
  • 2015 „Vancouver - die grünste Stadt der Welt?“ (Presenter-Reportage, WDR weltweit)
  • 2016–2017 „Wissen im Fluss“ (Wissenschafts-Talk, ARD-Alpha)
  • 2018 „Inside ISS“ (ARD-Alpha)
  • seit 2018 „SMS - Schwanke meets Science“ (ARD-Alpha)

FilmeBearbeiten

  • 2018 "Schmelzende Arktis – Mit Klimaforschern im Reich der Eisbären" (Arte)
  • 2019 "Abenteuer Höhlenforschung – Abstieg ins Hölloch" (Arte)

BücherBearbeiten

  • Karsten Schwanke, Heike Rosbach: Heiter bis wolkig. Blitzgescheites und Kurioses über das Wetter. Ehrenwirth, Bergisch Gladbach 2007, ISBN 978-3-431-03715-9
  • Karsten Schwanke, Nadja Podbregar, Harald Frater: Wetter, Klima, Klimawandel: Wissen für eine Welt im Umbruch. Springer, Berlin 2008, ISBN 978-3-540-79291-8
  • Karsten Schwanke, Nadja Podbregar, Dieter Lohmann, Harald Frater: Naturkatastrophen: Wirbelstürme, Beben, Vulkanausbrüche – Entfesselte Gewalten und ihre Folgen. Springer, Berlin 2009, ISBN 978-3-540-88684-6
  • Karsten Schwanke, Harald Frater: Landschaftsformen: Unsere Erde im Wandel – den gestaltenden Kräften auf der Spur (Phänomene der Erde). Springer, Berlin 2010, ISBN 978-3-642-01312-6

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Doreen Brumme: ZDF-Moderator Karsten Schwanke über Umweltschutz, Nachhaltigkeit und weiße Weihnacht. YaaCool-bio.de, abgerufen am 26. Dezember 2009.
  2. Jens Schröder: #trending. meedia.de, 26. November 2018, abgerufen am 21. Januar 2019.
  3. EMS TV Weather Forecast Award for Karsten Schwanke, Germany : European Meteorological Society. Abgerufen am 12. September 2019 (amerikanisches Englisch).