Karl Göbel (Generalmajor)

deutscher Offizier, zuletzt Generalmajor

Karl Göbel (* 20. Januar 1900 in Adelschlag; † 2. März 1945 in Esslingen am Neckar) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalmajor im Zweiten Weltkrieg.

LebenBearbeiten

Karl Göbel diente ab dem 22. Juni 1918 als Kriegsfreiwilliger und einfacher Soldat im Ersten Weltkrieg. Er wurde in die Reichswehr übernommen, wobei sein Aufstieg dort langsam war. 1922 erfolgte seine Beförderung zum Unteroffizier. 1927 wurde er Oberfeldwebel. Am 1. März 1935 wurde er als Oberfeldwebel zum Oberleutnant befördert und in das aktive Offizierskorps übernommen. Ab dem 1. Oktober 1936 war er Hauptmann und Kompaniechef im Infanterie-Regiment 119 der 25. Infanterie-Division. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Kompaniechef im Infanterie-Regiment 119 im Westfeldzug. Ab Ende 1940 kommandierte er als Major das III. Bataillon des Infanterie-Regiments 420 der 125. Infanterie-Division. 1941 war er bei der Besetzung Jugoslawiens im Rahmen des Balkanfeldzugs und anschließend an der Ostfront im Einsatz. Seine Beförderung zum Oberstleutnant erfolgte am 1. März 1943. Schon am 1. Juni 1943 wurde er zum Oberst befördert und Kommandeur vom Infanterie-Regiments 420. Göbel führte als Kommandeur ab September 1944 die 299. Infanterie-Division in Polen und Ostdeutschland.[1][2] Am 16. Februar 1945 schwer verwundet, verstarb er Anfang März in einem Lazarett in Esslingen.[3] Posthum wurde er am 2. März 1945 zum Generalmajor ernannt.[2]

Göbel war einer von insgesamt 79 Generale und Admirale der Wehrmacht die aus dem Unteroffiziersstand zum General oder Admiral aufgestiegen sind.[4]

AuszeichnungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wolfgang Keilig: Die Generale des Heeres 1939–1945. Podzun-Pallas-Verlag, Friedberg 1983, S. 109
  2. a b Samuel W. Mitcham: German Order of Battle: 291st-999th Infantry divisions, named infantry divisions, and special divisions in World War II. Stackpole Books, 2007, ISBN 978-0-8117-3437-0, S. 14 (google.de [abgerufen am 26. April 2019]).
  3. http://www.ritterkreuztraeger.info/rkel/g/EL252G%F6bel.pdf
  4. Dirk Richhardt: Auswahl und Ausbildung junger Offiziere 1930–1945: Zur sozialen Genese des deutschen Offizierkorps. Inaugural–Dissertation, Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften, Philipps–Universität Marburg 2002, S. 49
  5. Veit Scherzer: Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2.
  6. Walther-Peer Fellgiebel: Die Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes 1939–1945 – Die Inhaber der höchsten Auszeichnung des Zweiten Weltkrieges aller Wehrmachtteile. Dörfler Verlag, Eggolsheim 2004, ISBN 3-7909-0284-5, S. 61, 164.